FinTech

Das FinTech Startup payever stellt sich vor
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Das Internet steht kurz vor einem neuen digitalen Strukturwandel, der die konservative Bankenwelt auf den Kopf stellen wird. Die Rede ist von FinTech. Der Begriff verbindet Financial Services und Technology. FinTech-Dienstleistungen berühren damit meist flächenübergreifend Aspekte von E-Commerce, Mobile-Payment oder Crowdlending. Artur Schlaht ist Mitgründer des FinTech-Startups payever und gewährt uns einen Blick hinter die Kulissen des jungen Unternehmens.

Was macht payever besonders, wer sind Ihre Mitbewerber und was unterscheidet payever.de vom Rest?

payever bietet die Möglichkeit alle Lösungen, die man für den Verkauf und die Bezahlung benötigt aus einer Hand zu erhalten. Man hat als Verkäufer den Vorteil keinen Programmieraufwand zu haben, wenn man beispielsweise PayPal, Kreditkarte, Raten- und Rechnungskauf im Online Shop, auf der Facebook-Seite oder vor Ort anbieten will. Das macht payever einzigartig und wir bieten zukünftig noch mehr Lösungen an.

Auf welcher Entwicklungsstufe befinden Sie sich gerade?

Inzwischen konnten wir sämtliche Zahlungsarten wie Sofortüberweisung, PayPal, Rechnungs- und Ratenkauf, Lastschrift und sogar Bitcoin Geschäftskunden ohne Programmierung, Hosting oder Wartung zugänglich machen. Auch haben wir bereits erste Lösungen aufgebaut, die den Verkauf in diversen Online Shopsystemen wie Shopware oder Magento, auf der Webseite oder vor Ort ermöglichen. Zukünftig werden viele weitere Lösungen aufgebaut, die das Leben der Händler im Tagesgeschäft erleichtern.

Was sind die Grundpfeiler von payever, wie verdienen Sie Geld?

Wir erhalten ab 10 Transaktionen von Nutzern pro Lösung eine Gebühr von lediglich 10€ pro Monat zzgl 0,1€ pro Transaktion. Hiervon können wir jedoch nicht leben. Den Löwenanteil zahlen und Banken und Zahlungsdienstleister über Provisionen. Dadurch können wir Kunden die einzelnen Zahlungsarten zum Selbstkostenpreis geben – damit macht es für Kunden keinen Unterschied, ob diese PayPal direkt oder über payever anbieten.

Wie ist die Idee von payever entstanden und was haben die Gründer vorher gemacht?

Die Idee kam durch meine Erfahrung als Händler – ich hatte das jahrelang gemacht und tausende Euro für die Programmierung einzelner Lösungen ausgegeben. Begonnen hatte alles mit dem Ratenkauf. Viktor promovierte am Lehrstuhl als wir uns kennenlernten und die Frage stellten: “Warum bietet eigentlich kaum jemand online die Bezahlung in Raten an?”. Wir telefonierten mit ca. 400 Händlern und es wurde klar, dass die IT komplex und damit teuer anzubieten war. Wir beschlossen uns ein System auszudenken, dass letztlich cloudbasiert und damit sogar ganz ohne Programmierung funktionierte. Das kam so gut an, dass wir es in mehrere Accelerator-Programme, insbesondere den Microsoft Accelerator schafften und so schnell wachsen konnten. Knapp 2 Jahre haben wir uns komplett über das EXIST-Gründerstipendium, Förderpreise und das Innoramp-Förderprogramm der IFB Hamburg finanziert, bevor wir eine erste Finanzierungsrunde mit dem High-Tech Gründerfonds abgeschlossen haben.

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