Fahrdienst-Apps im Vergleich

Uber erhält mehr Geld – Loup bietet neues Fahrmodell
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Während Uber weitere Milliarden erhält und die Fahrdienst App in Asien ausbauen will, entwickelt sich mit dem Startup Loup in San Francisco ein neues Vermittlungsmodell, das in den öffentlichen Nahverkehr einsteigen will.

Durch eine weitere Finanzierungsrunde ist die umstrittene Fahrvermittlung Uber nun um 1,2 Milliarden US-Dollar reicher. Nachdem bereits vergangenen Monat spekuliert wurde, wie viel die Investoren, wozu unter anderen Google, Goldman Sachs, Fidelity Investments und Black Rock zählen, erneut beisteuern, wird das Startup nun mit etwa 40 Milliarden Dollar vor Airbnb als wertvollstes Startup geführt – und dass trotz aller Kritik, die seit Monaten am Unternehmen laut wurde.

Uber hat es in Deutschland nicht leicht

Vor allem in Europa und insbesondere in Deutschland hat es die Fahrdienst App nicht gerade einfach, da Taxiverbände und Bedenken seitens der Politik laut wurden, dass Uber nicht nur Jobs zerstöre, sondern auch die Frage nach der Sicherheit nicht ausreichend beantworte. Daneben gab es erste Gerichtsverfahren, die den Dienst in einigen deutschen Städten verbieten wollten und sogar einzelne Fahrer, die über Uber Fahrten anboten, mit Bußgeldern bestrafen werden sollten.

Neu Gelder für mehr Asien

Dabei ist die Fahrvermittlung bereits in 50 Ländern erfolgreich aktiv. Ein zusätzlicher Lieferservice wohl schon in Planung. Vor allem in Ländern, in denen man es nicht ganz so genau nimmt mit Versicherungen und Sicherheitsstandards wie in Deutschland, ist das Geschäftsprinzip durchschlagend. Deshalb wolle man vor allem mit der neuen Finanzierung in Asien das Angebot weiter ausbauen, heißt es auf dem Unternehmensblog.

Die Politik kann sich hierzulande noch ein wenig in Bedenken und Einwänden gegen die praktische App-Vermittlung ergehen, während das Geschäftsmodell sich anderorts weiter bewähren und verbessern wird, bis es sich früher oder später auch hier durchsetzt – auch wenn etwa die Taxiverbände selbst einen vergleichbaren Service als App anbieten werden.

Uber ist nicht die einzige Fahrtvermittlung mit Potenzial

Neben diesem ganzen Tohuwabohu um Uber entwickelt sich unbemerkt im Tech-Hotspot San Francisco eine neue Vermittlungs-Apps, die nochmals ein etwas anderes Fahrdienstmodell präsentiert, das vielleicht aus den Fehlern von Uber lernt und einen besseren Start in Europa hinlegt.

screenshot: http://www.loupapp.com/

Loup will den öffentlichen Nahverkehr modernisieren

Loup will den öffentlichen Nahverkehr modernisieren

Loup will eine Art privat geführten öffentlichen Nahverkehr einrichten. Hierfür sucht es Fahrer, die sich als Linienpendler anbieten und feste Strecken abfahren. Die App, die ein wenig an die besten Tage von Mitfahrgelegenheit erinnert, will einen komfortablen und zuverlässigen Linienverkehr mit Privatwagen einrichten und damit nicht nur die Straßen und öffentliche Verkehrsmittel entlasten, sondern auch ungenutzte Sitze in Nobelkarren zum kleinen Preis vermitteln.
Feste Strecken und feste Fahrer lassen sich besser kontrollieren – das dürfte den Deutschen gefallen. Wir warten ab, wann die App herüber schwappt und die Mitarbeiter des Nahverkehrs hier auf die Pauke schlagen.

Laut Venture Beat sind bereits unter anderen mit dem Twitter-Mitgründer Evan Williams rund 1,5 Millionen US-Dollar geflossen.

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