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FinTech in Berlin – Bergfürst stellt sich vor
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Bergfürst, der Neo-Investing-Handelsplatz für Aktien an jungen Unternehmen und Immobilien-Beteiligungen, stellt sich vor.

WebMagazin: Erklären Sie uns doch bitte das Prinzip von Bergfürst, wie funktioniert Ihre Idee?

Bergfürst ist die erste regulierte Neo Investing-Plattform, auf der sich Privatinvestoren bereits ab 250 Euro am Eigenkapital von jungen, innovativen Unternehmen in der Wachstumsphase und an einzelnen Immobilien beteiligen können. Bergfürst bietet jedem legitimierten Nutzer die Möglichkeit, in Unternehmen und Immobilien zu investieren und diese Beteiligungen anschließend auf einer elektronischen Handelsplattform im Rahmen von Angebot und Nachfrage zu handeln. Der Zugang zur Anlage-Klasse „Wagniskapital“ (Investments in junge Unternehmen) war bisher nur institutionellen Anlegern, wie Venture Capital-oder Private Equity Gesellschaften vorbehalten. Auch im Bereich Immobilien geht Bergfürst neue Wege: Einzelobjekte mit einem Wert von mehreren Millionen waren bislang professionellen Investoren vorbehalten.

WebMagazin: Was macht Bergfürst besonders, wer sind Ihre Mitbewerber und was unterscheidet Bergfürst vom Rest?

Hier sind folgende 4 Unterschiede zu nennen:

1. Neue Anlageklasse für Privatanleger: junge Unternehmen und einzelne Immobilien

Bei Bergfürst werden Investoren zu Miteigentümern an den Unternehmen. Der Investor erwirbt Aktien und trägt das unternehmerische Risiko im Umfang seiner Beteiligung mit. Im Gegenzug kann er in vollem Umfang am Erfolg und vor allem der Wertsteigerung eines Unternehmens profitieren. Bergfürst ist die erste Plattform, die private Kapitalgeber an den Gewinnchancen des Private-Equity- und Venture-Capital-Marktes teilhaben lässt. Plattformen aus dem Bereich Crowdinvesting beispielsweise bieten Fremdkapitalbeteiligungen, das heißt Kredite, an. Bergfürst richtet sein Angebot an junge Unternehmen in der Wachstumsphase, die nach ihrem Proof-Of-Concept eine Finanzierung zur Markterschließung und -durchdringung benötigen.

Auch im Bereich Immobilien geht Bergfürst neue Wege. Einzelimmobilien mit einem Wert von mehreren Millionen waren bislang professionellen Investoren vorbehalten. Bergfürst ermöglicht seinen Investoren einen kleinteiligen Zugang zu diesen Anlageobjekten. Die Investoren können doppelt profitieren: sie erhalten eine höchst attraktive Verzinsung ab 4,0 Prozent pro Jahr und partizipieren zudem an einer etwaigen Wertsteigerung der Immobilie. Zudem zahlen Investoren bei Bergfürst keine Ausgabeaufschläge beim Erwerb der Beteiligung, keine Vertriebskosten oder jährliche Verwaltungsgebühren.

2. Handelbare Aktien und Immobilien-Beteiligungen ab 250 Euro

Bergfürst ist die erste regulierte Neo Investing-Plattform, auf der sich Privatinvestoren bereits ab 250 Euro am Eigenkapital von jungen Unternehmen in der Wachstumsphase und an einzelnen Immobilien beteiligen können. Investoren erwerben bei uns fungible Beteiligungen, die sie auf unserer elektronischen Handelsplattform im Rahmen von Angebot und Nachfrage handeln können.

3. Emissionsvolumen

Das Finanzierungsvolumen unserer Emissionen liegt vorerst zwischen1,5 und zehn Millionen Euro. Plattformen aus dem Bereich Crowdinvesting haben bisher ausschließlich Privatplatzierungen, das heißt keine öffentlichen Angebote, i.d.R. mit einem geringeren Projektvolumen durchgeführt.

4. Bergfürst ist eine regulierte Plattform

Bergfürst ist zugelassen durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin). Das ist die Voraussetzung um Eigenkapitalbeteiligungen im öffentlichen Angebot platzieren zu dürfen und einen Sekundärmarkt für diese Investments zu betreiben. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht beaufsichtigt gemeinsam mit der Deutschen Bundesbank die Einhaltung der Vorschriften und Gesetze.

WebMagazin: Auf welcher Entwicklungsstufe befinden Sie sich gerade?

In der regulierten Finanzbranche mahlen die Mühlen bedächtig. Bergfürst will auch dies ändern und mit Schnelligkeit die Branche anpacken. Gleichzeitig befinden wir uns noch am Anfang der Entwicklung: Um in die breite Öffentlichkeit zu gelangen, müssen wir unsere Marketing- und Öffentlichkeitsarbeit noch weiter ausbauen. Immerhin legen Deutsche Investoren heute rund 50 Milliarden in Knock-Outs und Optionsscheine, teils hochriskante derivate Produkte an. Geld, das volkswirtschaftlich verloren ist, weil es beispielsweise keine neuen Arbeitsplätze schafft. Dies ist der Topf, der zukünftig auch für das Crowd- und Neoinvesting angegangen und geöffnet werden soll.

Im nächsten Schritt werden wir das neue Geschäftsfeld Immobilien ausbauen, aber auch in der Unternehmenssparte neue Emittenten präsentieren: Der nächste Emittent wird wieder ein Unternehmen sein.

WebMagazin: Was sind die Grundpfeiler von Bergfürst, wie verdienen Sie Geld?

Hier sind die Investoren und Emittenten als Zielgruppen zu unterscheiden: Investoren zahlen nur 5 Euro für eine Ordergebühr für Wertpapierorder
 (Abrechnung bei erster Teilausführung, weitere Teilausführungen kostenfrei).

Emittenten zahlen eine Platzierungsprovision (Unternehmen: 8% / Immobilien: 3%) und eine laufende Servicegebühr (Anlegerverwaltung, Bereitstellen der Handelsplattform, Führen des Beteiligungsregisters, Kommunikation zwischen Emittent und Anleger, Veröffentlichung auf der Seite).

WebMagazin: Wie ist die Idee von Bergfürst entstanden und was haben die Gründer vorher gemacht?

bergfürst

© Bergfürst – Dr. Guido Sandler ist Vorstand und CEO

Angefangen hat alles mit erfolgreich finanzierten Crowdfunding-Projekten in der Filmbranche: Engagierte Filmemacher wollten ihr Projekt unbedingt umsetzten und boten so über das Web an, dass man Geld einzahlt und im Gegenzug eine Kopie des fertigen Produktes erhält. In kurzer Zeit ist so das Geld zusammen gekommen. Spannend, dass das Internet diese Finanzierung möglich machte. Aber zwei Fragen blieben: Warum müssen die Filmemacher allein, also ohne finanzkompetente Plattform agieren? Warum lässt man die Kapitalgeber nicht auch am Erfolg teilhaben, statt sie nur mit einer Kopie des Films zu versorgen? Dies war der Beginn von Bergfürst. Mit Dr. Guido Sandler und Dennis Bemmann schlossen sich zwei erfahrende Gründer zusammen.

Dr. Guido Sandler ist Vorstand und CEO: Guido Sandler kennt die Regeln des Kapitalmarktes genauso gut wie die Bedürfnisse von Gründern in der Wachstumsphase. Seine Biografie: Studium in Münster und Chicago, Promotion in St. Gallen, Gründer und Vorstand der Berliner Effektenbank AG und der E*Trade Bank AG sowie langjähriger, mittel-ständischer Unternehmenssanierer bei der W.V.M. Westfälische Vermögen Management AG.

Dennis Bemmann ist Vorstand und CTO: Dennis Bemmann konzipiert die Plattform und leitet die Entwicklung. Er gründete im Jahr 2005 studiVZ, seinerzeit Deutschlands meistgenutzte Webseite mit 17 Mio. aktiven Mitgliedern. Im Anschluss unterstützte Bemmann als Investor junge Technologie-Unternehmen mit Eigenkapital und Erfahrung. Mehrere davon hat er bereits erfolgreich verkauft.

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