Hinter den Kulissen des FinTech Startups

FinTech-Interview mit NUMBER26
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Einkaufen, Kommunizieren, Informieren: Das Smartphone ist zur zentralen Fernbedienung unseres Alltags geworden. Während klassische Finanzdienstleister sich eher zaghaft dem neuen Nutzerverhalten nähern, entwickeln FinTech-Startups Produkte, die am Puls der Zeit sind. Eines davon ist das Online-Girokonto NUMBER26. Der Mitgründer Valentin Stalf erklärt uns in einem Interview die Idee, die hinter NUMBER26 steht.

WebMagazin: Erklären Sie uns doch bitte das Prinzip von NUMBER26, wie funktioniert Ihre Idee?

NUMBER26 ist Online und Mobile Banking, wie es heute sein sollte – schnell, klar, sicher und kostenlos. Kunden erhalten ein vollwertiges Girokonto mit deutscher Einlagensicherung, eine Mastercard, eine hochfunktionale Mobile App und ein modernes Online Banking.

WebMagazin: Was macht NUMBER26 besonders, wer sind Ihre Mitbewerber und was unterscheidet NUMBER26 vom Rest?

NUMBER26 hat das Girokonto grundsätzlich neu gedacht und das modernste Girokonto entwickelt, das den Anforderungen der heutigen Smartphone-Generation gerecht wird. Kunden können in nur acht Minuten ein vollwertiges Konto eröffnen, alle Finanzen mit dem Smartphone managen, Geld per E-Mail oder SMS an Freunde senden und individuelle Sicherheitseinstellungen vornehmen.

Niemand muss bei uns Dokumente ausdrucken, diese unterschreiben und sich damit bei der Post verifizieren lassen. Wir haben alle Prozesse beim Mobile und Online Banking auf eine optimale Nutzererfahrung ausgelegt.
Alte Banken leiden unter ihrer veralteten IT-Struktur und sind aus unserer Sicht nicht in der Lage hier aufzuholen – daher sehen wir derzeit wenig Konkurrenz.

Maximillian Tayenthal CFO ©NUMBER26

Maximillian Tayenthal CFO ©NUMBER26

WebMagazin: Auf welcher Entwicklungsstufe befinden Sie sich gerade?

Wir haben Anfang 2014 mit der Entwicklung begonnen und konnten im Herbst 2014 bereits mit einer Beta-Version das Konto in der Praxis testen. Wir sind Ende Januar diesen Jahres offiziell gestartet und sind sehr glücklich, dass wir eine derart hohe Begeisterung seitens der Kunden erfahren.
Wir haben derzeit, nach nur einem Monat, schon ca. 5.000 Kontokunden. Mehr als wir in den ersten 6 Monaten haben wollten.

WebMagazin: Wie finanzieren Sie sich?

Neben einigen Business Angeln aus dem Finanzsektor sind Early Bird und Redalpine zwei Venture Capital Fonds bei uns investiert.

WebMagazin: Was sind die Grundpfeiler Ihres NUMBER26, wie verdienen Sie Geld?

Wir haben zwei Wege auf denen wir Geld verdienen: Unsere Partnerbank verwaltet – wie jede andere Bank auch – die Einlagen unserer Kunden. Wir erhalten hier ein kleine Provision an den Zinserträgen. Sobald unsere Kunden die NUMBER26MasterCard für Transaktionen nutzt, zahlt der Händler – nie der Kunde – eine kleine Gebühr. Davon erhalten wir einen Teil.

WebMagazin: Wie ist die Idee von NUMBER26 entstanden und was haben die Gründer vorher gemacht?

Mein Mitgründer Maximilian Tayenthal und ich hatten Anfang 2013 die Idee, Banking grundsätzlich neu zu gestalten. Wir waren mit den bisherigen Angeboten nicht zufrieden. Nutzer mussten bisher unzählige Dokumente ausdrucken, sich bei der Post verifizieren lassen und Banking-Anwendungen nutzen, die nicht mehr dem Anspruch der heutigen Smartphone-Generation gerecht werden. Dadurch haben wir die Motivation entwickelt, Banking transparenter, mobiler und sicher zu gestalten.

Mein Mitgründer Maximilian hat BWL, Internationales Management und Jura in Wien, Paris und Rotterdam studiert und hat vorher als Jurist und Strategieberater gearbeitet. Ich habe Accounting & Finanzen in St. Gallen studiert und habe unter anderem als Strategieberater sowie bei verschiedenen FinTech-Projekten bei Rocket Internet gearbeitet. Da war eine eigene Gründung naheliegend.

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