Festgeldvermittlung im Ausland

FinTech Startup Savedo stellt sich vor
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Das Berliner FinTech Startup Savedo vermittelt Festgeldeinlagen aus dem europäischen Ausland. Christian Tiessen, Mitgründer von Savedo, erklärt das Prinzip des jungen Startups.

WebMagazin: Erklären Sie uns das Prinzip von Savedo, wie funktioniert Ihre Idee?

Christian Tiessen: Insbesondere durch die Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank sind die Zinsen auf Festgeld hierzulande stark gesunken. In anderen Länder der Europäischen Union stellt sich die Situation zum Glück ganz anders dar. Hier werden immer noch ordentliche Zinsen auf Festgeldeinlagen gezahlt. Diese Angebote holen wir für unsere Kunden nach Deutschland. Savedo ist ein Online-Marktplatz für Festgeld und bietet einen Überblick über die aktuell besten festen Zinsen in Europa. Sparer haben mit uns die Möglichkeit, Festgelder bei Banken in unseren europäischen Nachbarländern zu eröffnen. Mit nur wenigen Klicks können Sparer über Savedo bequem online ein Festgeld-Konto eröffnen. Je nachdem, wie flexibel der Kunde bleiben möchte, kann er sein Geld über einen Zeitraum von einem bis zu zehn Jahren anlegen. Die Höchstanlagesumme haben wir auf 100.000 Euro festgesetzt, denn nur bis zu diesem Betrag sind Sparguthaben bei ausländischen Banken durch die EU-Einlagensicherung geschützt.

WebMagazin: Was macht Savedo besonders, wer sind Ihre Mitbewerber und was unterscheidet Savedo vom Rest?

Christian Tiessen: Vor wenigen Monaten war es noch sehr kompliziert und mit viel Aufwand verbunden, wollten deutsche Sparer ihr Geld im Ausland investieren. Um etwa ein Festgeld-Konto zu eröffnen, mussten die Anleger oft persönlich zur Bank in Frankreich, Tschechien oder Portugal reisen. Zudem waren die Formulare zur Kontoeröffnung meist nur in der jeweiligen Landessprache vorhanden. Diese Barrieren wollen wir abbauen. Zusammen mit unserer deutschen Partnerbank, der biw AG, übernehmen wir den kompletten Anlageprozess für die Kunden. Es gibt ein, zwei ähnliche Modelle, aber ganz offen gesprochen: Wir fokussieren uns vor allem auf uns und darauf, das bestmögliche Produkt für den Kunden zu schaffen. Außerdem steht hinter Savedo ein exzellentes Team aus internationalen Finanz- und Online-Experten mit viel Erfahrung und Innovations-Ideen. Vor etwaiger Konkurrenz müssen wir uns nicht verstecken.

WebMagazin: Auf welcher Entwicklungsstufe befinden Sie sich gerade?

Christian Tiessen: Wir sind seit Dezember 2014 online. Momentan stehen wir in Verhandlungen mit mehreren europäischen Banken, um unsere Festgeld-Angebote kontinuierlich zu erweitern und unser Wachstum weiter voranzutreiben. Dabei geht es uns nicht nur darum, die besten Zinsen nach Deutschland zu holen. Das Ersparte unserer Kunden soll natürlich auch sicher sein. Deshalb prüfen wir alle Banken zusammen mit dem Risiko-Controlling unserer deutschen Partnerbank, bevor wir Kooperationen eingehen.

WebMagazin: Was sind die Grundpfeiler von Savedo, wie verdienen Sie Geld?

Christian Tiessen: Wir verstehen uns in erster Linie als moderner Finanzdienstleister für alle interessierten Sparer. Unser Festgeld-Marktplatz ist zugleich aber auch als Plattform für europäische Banken zu sehen, auf dem sie sich und ihre Produkte, unterstützt durch unseren deutschen Kundenservice, in Deutschland anbieten können. Dafür erhalten wir entsprechende Provisionen.

WebMagazin: Wie sind Sie auf die Idee von Savedo gekommen?

Christian Tiessen: Warum sollten sich Sparer mit den mickrigen Zinsen hierzulande zufrieden geben, wenn bei unseren Nachbarn viel bessere Renditen erzielt werden können? Eine Antwort auf diese Frage konnten wir bis heute nicht finden. Unser Ziel war und ist es, mit unserer Plattform Auswege aus dem Zinstief anzubieten und Barrieren für Kunden und Banken im europäischen Finanzmarkt abzubauen. Savedo, das übrigens zu den offiziellen Kooperationspartnern des Handelsblatt gehört, soll dabei zu einem zuverlässigen Partner für deutsche Sparer werden.

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