Google bestätigt Skybox-Übernahme für 500 Millionen Dollar
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Ende Mai sickerten Informationen durch, Google stecke mitten in den Verhandlungen mit Skybox Imaging und zeige Interesse an der Übernahme des Startups, das sich auf hochauflösende Satellitenbilder spezialisiert.

Jetzt bestätigt Google in einer offiziellen Stellungnahme die Übernahme des in San Francisco ansässigen Startups für 500 Millionen US-Dollar. Auch Skybox Imaging gibt den Kauf auf seiner Homepage bekannt und zeigt sich höchst erfreut über die zukünftige Zusammenarbeit:

Skybox and Google share more than just a zip code. We both believe in making information (especially accurate geospatial information) accessible and useful. And to do this, we’re both willing to tackle problems head on — whether it’s building cars that drive themselves or designing our own satellites from scratch.

Mit Hilfe des Know-hows des fünf Jahre alten Startups Skybox will der Suchmaschinenkonzern die Satellitenbilder für Google Maps nutzen und zukünftig dank des Satelliten-Netzwerks weltweit Internetzugang ermöglichen können – auch in den schwer zugänglichen Gebieten:

Skybox’s satellites will help keep Google Maps accurate with up-to-date imagery. Over time, we also hope that Skybox’s team and technology will be able to help improve Internet access and disaster relief — areas Google has long been interested in.

Anfang des Monats hieß es bereits, Google plane eine Investition in Höhe von über einer Milliarde Dollar in den Aufbau eines solchen Netzwerks. Es ist nicht das erste Mal, dass das Unternehmen einen Anlauf startet, um neue Gebiete mit Internetzugang zu versorgen. Dabei soll dies ohne Zugriff auf teure Technik am Boden geschehen, sondern vielmehr dank eines gut ausgebauten Satelliten-Netzwerkes.

Google vs. Facebook

Google liefert sich einen verbitterten Kampf um die Vorherrschaft bei der Verbreitung des Internets mit der Social-Media-Plattform Facebook. Auch Zuckerbergs Unternehmen plant ein System aus Drohnen und Satelliten, um das Marktpotenzial in den noch nicht vernetzten Gebieten – vor allem den Entwicklungsländern – auszuschöpfen. Dazu hat Facebook eine eigene Forschungsgruppe namens „Connectivity Lab“ ins Leben gerufen, wie das Unternehmen Ende März bekanntgab. Um es ja richtig zu machen, hat Zuckerberg NASA-Experten rekrutiert, die Technologien im Orbit vorantreiben und optimieren sollen.

 

 

Aufmacherbild: satellite over the Earth von Shutterstock/ Urheberrecht puchan

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