Gründungsförderung an Hochschulen: die Top 3
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Der Weg eines Gründers ist ein steiniger. Junge Menschen trauen sich wegen fehlender Erfahrung oder Finanzierung oft nicht, ihre Geschäftsideen umzusetzen. Diese Tatsache bremst das Innovationspotential in Deutschland. Umso wichtiger ist eine frühzeitige Förderung des Unternehmergeistes – am besten noch während des Studiums. Drei Hochschulen in drei Bundesländern machen vor, wie Gründerförderung geht.

Sie sind bundesweit die Hochschulen mit der besten Gründungskultur. Wer hier studiert oder arbeitet, hat die besten Voraussetzungen, mit seinem Wissen ein eigenes Unternehmen zu gründen. Das ist das Ergebnis des aktuellen Gründungsradars des Stifterverbandes, gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.

Gründungsradar: deutsche Hochschulen mit bester Gründungskultur

Studierende, Absolventen und Wissenschaftler in München, Lüneburg und Leipzig werden an ihren Hochschulen bestens vorbereitet, ein eigenes Unternehmen zu gründen. Das Ergebnis des Gründungsradars des Stifterverbandes sagt, die Hochschulen mit der besten Gründungskultur sind: 

  • Technische Universität München, in der Gruppe der großen Hochschulen (15.000 und mehr Studierende)
  • Leuphana Universität Lüneburg, in der Gruppe der mittelgroßen Hochschulen (mehr als 5.000 weniger als 15.000 Studierende)
  • HHL Leipzig, in der Gruppe der kleinen Hochschulen (5.000 und weniger Studierende)

Mit diesen drei Gewinnern gehören private sowie staatliche Hochschulen, Fachhochschulen wie auch Universitäten zu den führenden akademischen Einrichtungen in der Gründungsförderung. Der Gründungsradar stellt heraus, dass die institutionelle Verankerung der Gründungsförderung, die Sensibilisierung und die Beratung der Studierenden und Mitarbeiter zum Thema unternehmerisches Denken und Handeln bei den drei Gewinnerhochschulen vorbildhaft entwickelt sind. Die Folge sind herausragende Zahlen innovativer Unternehmensgründungen

Gründungskultur an deutschen Hochschulen wächst  

Der Gründungsradar zeigt zwar im Vergleich zum letzten Jahr keine große Veränderung im Ranking, aber er offenbart bei der Gründungskultur in den Hochschulen eine erhebliche Dynamik. Die gemeldeten Gründungen sind von 2012 (1.145 Gründungen) bis 2013 (1.766 Gründungen) deutlich gestiegen, was nicht nur auf eine bessere Dokumentation zurückzuführen ist. Im gleichen Zeitraum stieg das Gesamtbudget der Hochschulen für Gründungsförderung um 28 Prozent auf knapp 63 Millionen Euro. Die Zahl der Mitarbeiter stieg um rund 40 Prozent auf 748 und die gründungsrelevanten Veranstaltungen haben sich um 45 Prozent erhöht. 

Gründungsförderung ist nicht Priorität der Hochschulen

Trotz dieser Dynamik steht die Gründungsförderung an den Hochschulen nicht an vorderster Stelle und das Gesamtniveau der Gründungen ist niedrig. Deshalb empfiehlt der Stifterverband eine Beteiligung des Bundes an den Grundmitteln der Gründungsförderung. Erfolgversprechend wäre auch eine größere Öffentlichkeit der gesamten Gründungsaktivitäten, um noch mehr Studierende, Absolventen und wissenschaftliche Mitarbeiter zu Unternehmensgründungen zu animieren. 

Vom Kommilitonen zum Kollegen

Vom Kommilitonen zum Kollegen – wie wichtig Gründungsförderung an Hochschulen ist, zeigt eine kleine Umfrage im Rahmen des Gründungsradars unter Unternehmensgründern. Demnach sind die meisten Unternehmen Teamgründungen. Bereits nach fünf Jahren konnten die neuen Manager die Zahl ihrer Mitarbeiter verfünffachen. Ein Drittel der Unternehmen nutzt Forschungsergebnisse der Hochschulen und geht mit einem neuen Produkt auf den Markt. Das zeigt: die Unternehmen sind überdurchschnittlich innovativ und wachstumsorientiert und steigern somit außerordentlich die Wertschöpfung in der Region. 

Den kompletten Gründungsradar könnt ihr euch als PDF-Datei downloaden: „Gründungsradar 2013. Wie Hochschulen Unternehmensgründungen fördern.“ 

Aufmacherbild: A mortarboard and graduation scroll, tied with red ribbon, on a stack of old battered book with empty space to the left. von Shutterstock/ Urheberrecht Frannyanne

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