Hamburg verbietet Uber-Fahrdienst
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Nach Berlin und München will Uber jetzt mit seinem Fahrdienst Uber Pop auch in Hamburg Fuß fassen. Hier bieten, im Gegensatz zu Uber black, Privatpersonen ihre Fahrdienste an. Doch die Hamburger Verkehrsbehörde stellt sich quer und will Personenfahrten mit Uper Pop verbieten.

Uber-Verbot wegen fehlendem Personenbeförderungsschein

Das Problem: Die privaten Uber-Fahrer haben meistens keinen Personenbeförderungsschein. Dieser ist in Deutschland notwendig, wenn man gegen Geld Personen fahren möchte. Daher erklärt die Verkehrsbehörde die privaten Beförderungsfahrten schlichtweg für illegal. Außerdem kommen noch Probleme mit der Versicherung dazu. Wenn ein Fahrer Uber trotz des Verbots verwendet, muss er mit einer Strafe von 1000 Euro rechnen.

Uber Startup mit 18 Milliarden US$ bewertet

Uber wurde 2010 in San Francisco gegründet. Die Plattform dient dazu, professionelle und private Fahrer an Fahrgäste zu vermitteln. Der Fahrdienst hat einen rasanten Start hingelegt und wird zur Zeit mit 18 Milliarden US$ bewertet. Damit ist Uber das teuerste Startup aller Zeiten. Vor allem in Amerika ist Uber sehr erfolgreich und hat sich nach der kurzen Zeit schon fest etabliert. Aber auch außerhalb der USA wird kräftig expandiert – das Unternehmen ist mittlerweile in 150 Ländern vertreten. In Deutschland haben vor allem die Taxifahrer heftig gegen den alternativen Fahrdienst protestiert, der durch die geringeren Fahrtpreise das Geschäft der Taxiunternehmen ernsthaft beeinträchtigen könnte.

Uber will gegen Klage vorgehen

Uber will jetzt gegen die Untersagungsverfügung vorgehen. Laut dem Unternehmen sind die Fahrer keine professionellen Chauffeure und bräuchten daher auch keinen Personenbeförderungsschein. Die Verkehrsbehörde sieht aber vor allem in dem kommerziellen Nutzen der Fahrten ein Problem. Laut Uber sei die Gesetzeslage zur Personenbeförderung sowieso veraltet und nicht mehr angemessen für den modernen Großstädter im digitalen Zeitalter.

Aufmacherbild: CIRCA MAY 2014 – BERLIN: the logo of the brand „Uber“. via Shutterstock / Urheberrecht: 360b

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