Startup-Interview

Industrie 4.0: KONUX bietet individuelle Sensorlösungen
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Ende November haben wir bereits über den Start des Bewerbungsverfahrens von FOUNDER.org berichtet – ein weltweites Accelerator-Programm für studentische Unternehmer.

Heute stellen wir euch in einem Interview ein Münchener Startup vor, das bereits Preisträger von FOUNDER.org ist. Konux hat eine optische Messtechnologie entwickelt, die unterschiedliche, physikalische Messgrößen bestimmen kann. Das Startup stellt mithilfe dieses Messprinzips individuelle Sensorlösungen für die Industrie 4.0 her.

WebMagazin: Erklär uns doch bitte das Prinzip von KONUX, wie funktioniert eure Idee?

KONUX Team: Wir entwickeln anwedungsspezifische Sensorlösungen. Mit Sitz in München und San Francisco stellen wir optoelektronische Sensoren für industrielle Anwendungen her. Unsere Sensoren zeichnen sich durch Genauigkeit, Robustheit sowie Linearität aus. Basierend auf unserem geschützten KONUX Messprinzip, entwickeln wir Sensorlösungen, die auf die Anforderungen unserer Kunden zugeschnitten sind.

WebMagazin: Was macht KONUX besonders, wer sind eure Mitbewerber und was unterscheidet euch vom Rest?

KONUX Team: Wir haben über mehrere Jahre die aktuellen Probleme von industriellen Sensoren untersucht und unser eigenes Messprinzip entwickelt, um diese zu lösen. Im Rahmen der Entwicklungen zur Industrie 4.0 steigen die Anforderungen an Sensoren enorm und wir haben uns genau dafür vorbereitet. Die Sensoren bilden das Fundament der Industrie 4.0 und werden ausschlaggebend für eine erfolgreiche Umsetzung sein.

Wir bieten unseren Kunden folgende Vorteile:

  • Individuelle Sensorlösungen für die jeweilige Applikation
  • Preiswerte und robuste Sensoren für die Industrie 4.0
  • Hohe Genauigkeit, Linearität so wie sehr hohe Abtastraten unserer Sensoren

WebMagazin: Auf welcher Entwicklungsstufe befindet ihr euch gerade bzw. wann seid ihr live gegangen? Wie werdet ihr finanziert?

KONUX Team: KONUX ist ein junges Unternehmen mit Sitz in München und einer Dependance im Silicon Valley. Nach mehrjähriger Technologieentwicklung wurde KONUX im März 2014 gegründet. Wir wollen unseren Kunden bei dem Schritt in die Industrie 4.0 helfen. Die fünf Gründer kommen aus den Bereichen Maschinenbau, Elektrotechnik, Informatik und Betriebswirtschaftslehre. Das Ursprungsteam wuchs mittlerweile auf 12 Mitarbeiter. Neben Silicon Valley Investor Michael Baum konnten wir auch viele Unterstützer und Partner in Deutschland gewinnen. Zudem sind wir Teil des Founder.org-Programmes. Wir sind Venture Capital finanziert und launchen gerade unseren ersten KONUX Drehmoment & Druck Sensor.

WebMagazin: Was sind die Grundpfeiler eures Monetarisierungskonzeptes, wie verdient ihr Geld?

KONUX Team: Wir entwickeln einen Sensor-Prototyp auf die Anforderung des Kunden. Nach einer kurzen Testing- und Optimierungsphase liefern wir durch unser Supplier Netzwerk das Serien-Produkt mit zusätzlichen Serviceleistungen an unseren Kunden.

WebMagazin: Warum München?

KONUX Team: München bietet ein in Europa einzigartiges Ecosystem. Wir sind mit der TUM, der LMU, der UnternehmerTUM und dem CDTM von Talentschmieden umgeben. Gleichzeitig haben wir internationale Konzerne und potentielle Kunden wie SIEMENS direkt vor der Tür.

WebMagazin: Wie seid ihr auf die Idee von KONUX gekommen und was habt ihr vorher gemacht?

KONUX Team: Über mehrere Jahre wurde von unserem Entwicklungsleiter, Husam Ghanem, eine mechanisch-elektrische, berührungslose Messtechnologie entwickelt, die vielfältige, physikalische Messgrößen bestimmen kann. Während eines Workshops zum Thema Finanzierung für Hightech-Unternehmen begegnete Husam seinem Mitgründer Andreas. Andreas warb in seinem Netzwerk an TU und LMU München für das Gründungsprojekt und konnte Vlad Lata, Dennis Humhal und Michael Wax für das Projekt begeistern. Kurz darauf gründeten alle Zusammen KONUX (KONOS= altgriechisch Kegel, LUX = lat. Licht)

Andreas Kunze – Chief Executive Officer (CEO)

Andreas Kunze hat Wirtschaftsinformatik (TU München & Stanford University) studiert und nebenbei das unternehmerische Qualifizierungsprogramm Manage&More der UnternehmerTUM durchlaufen. Vor KONUX war Andreas in der Strategie- und Technologieberatung,  so wie im Projektmanagement bei Altran, BMW, Siemens und Startups tätigt.

Dennis Humhal – Chief Operation Officer (COO)

Dennis Humhal hat sowohl Maschinenbau- als auch Wirtschaftsingenieurwesen (TU München) studiert und nebenbei das unternehmerische Qualifizierungsprogramm Manage&More der UnternehmerTUM durchlaufen. Vor KONUX war Dennis in der in der Produktion, im Qualitäts- und Produktmanagement und in der Beratung bei BMW, MAN, Airbus und Siemens tätig. Er verantwortet den Bereich Anforderungs- und Produktionsmanagement.

Husam Ghanem – Chief Development Officer (CDO)

Husam Ghanem hat sowohl  Maschinenbau- als auch Mechatronik (TU Braunschweig  & Ben-Gurion University). Er hat durch mehr als 10 Jahre professionelle Arbeitserfahrung die Probleme der bestehenden Technologien im Sensorik Bereich erkannt und ausführlich studiert. Er verantwortet den Bereich Forschung & Entwicklung.

Michael Wax – Chief Revenue Officer (CRO)

Michael Wax hat sowohl Maschinenbau- als auch Wirtschaftsingenieurwesen (TU München & Hongkong University of Science and Technology) studiert und nebenbei das Elitestudium Technology Management am CDTM durchlaufen. Vor KONUX war Michael in der Strategie- und Technologieberatung  so wie im technischen Projektmanagement bei Rohwedder, Bain and Company, Audi Consulting und Audi Electronics Ventures (AEV) tätig. Nun verantwortet er den Bereich Vertrieb, Marketing und Business Development.

Vlad Lata – Chief Technology Officer (CTO)

Vlad Lata hat Elektro- und Informationstechnik (TU München & UC Berkeley) studiert und das Technology Management Studium am CDTM absolviert. Vor KONUX war Vlad in den Bereichen Forschung und Entwicklung, IP, Softwareentwicklung und Beratung bei Audi, BMW, Experteer, ARRI und dem Europäischen Patentamt tätig. Nun verantwortet er den Bereich IP, Innovation und Software.

 

 

Aufmacherbild: 3d render, abstract empty gray concrete interior background von Shutterstock/ Urheberrecht Eugene Sergeev

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