Intel investiert 100 Millionen in die Entwicklung menschenähnlicher Computer
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Auf der Computex in Taipeh hat Intel angekündigt, über die nächsten zwei bis drei Jahre 100 Millionen US-Dollar in die Entwicklung von Computertechnologien zu investieren, die Computer mit menschenähnlichen Sinneswahrnehmungen ausstatten können. Außerdem rief das Unternehmen die Peceptual Computing Challenge aus, bei der Start-Ups und Entwickler Preise im Wert von bis zu 100.000 US-Dollar gewinnen können. 

Intel Capital Präsident Arvind Sodhani sagte in einer Pressemitteilung, dass Geräte mit der Fähigkeit zu hören oder zu fühlen zwar lange Zeit nur ein Science Fiction Szenario gewesen seien, man nun aber dank neuer Innovationen in der Rechnerleistungsfähigkeit und Kameratechnologie bald in der Lage sei, diese tatsächlich herzustellen. 

Deshalb wolle man in den nächsten Jahren verstärkt in Start-Ups und Unternehmen investieren, die an der erforderlichen Technologie forschen. Intel will die Entwickler dabei nicht nur mit finanziellen Mitteln, sondern auch mit technischem Know-how und bei Marketingfragen unterstützen. Bereits 2012 veröffentlichte Intel das Perceptual Computing SDK und rief einen Wettbewerb ins Leben, bei dem Entwickler Preise im Wert von bis zu 100.000 US-Dollar gewinnen können. Noch bis zum 17. Juni 2013 ist eine Anmeldung für den Wettbewerb möglich. Allerdings müssen die Demos bis zum 26. Juni fertig gestellt sein. 

Schon jetzt sind auf der Intel Website einige Beispiele zu sehen, wie man Spiele mit Hand-Gesten bedienen kann.

Einige der neuen Technologien könnten in naher Zukunft in Serie gehen, sodass Intel bereits einige Erfolge verbuchen kann. In Taipeh zum Beispiel hat das Unternehmen eine Kinect-ähnliche 3D Kamera von Creative vorgestellt. Die Creative Senz3D wurde bereits an Entwickler ausgeliefert und soll mit der richtigen Software einfach mit modernen PCs über einen USB-Anschluss verbunden werden können. Mit einem Verkaufsstart wird im dritten Quartal dieses Jahres gerechnet.  

Ab Mitte 2014 werden auch einige OEM-Partner des Unternehmens verschiedene Intel-basierte Geräte mit 3D-Tiefenkameras ausstatten. Außerdem will Intel schon bald eine Gesichtserkennung für Computer auf den Markt bringen, die ein Einloggen via Passwort überflüssig machen soll.

„Intel und unsere Schlüsselpartner sind schon sehr gespannt auf die Integration von 3-D Tiefenkamera-Technologien in den Plattformen der nächsten Generation, durch die wir fesselnde, natürliche und umfassende Nutzererfahrungen bieten werden“, so Intels-Vizepräsident Kirk Skaugen.

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