Starthilfe für Startups im Bereich Internet of Things

Interview: Accelerator-Programm Techstars IoT fördert IoT-Startups
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Das Internet of Things ist das heiße Ding im Web. Immer mehr Technologien, Unternehmen und innovative Projekte sprießen aus dem Boden. Doch oft reichen eine gute Idee und Talent allein nicht aus, um sich am Markt durchzusetzen. Hier setzt das Accelerator-Programm Techstars IoT an, das führende Köpfe in der Industrie mit vielversprechenden Startups zusammenbringt. Wir haben mit Managing Director Jenny Fielding über den Techstars-Ansatz und die Vorteile für IoT-Startups gesprochen.

Techstars Internet of Things ist ein dreimonatiges Accelerator-Programm in New York, das Gründer, die ihren Fokus speziell auf IoT gelegt haben, mit Ressourcen, Mentoring und Kapital unterstützt. Dafür arbeiten die Verantwortlichen eng mit verschiedenen Unternehmen zusammen: PwC, GE, Bosch, SAP und Verizon sind als Partner mit dabei und bringen ihre Erfahrungen, die vom Sensor-Design bis hin zur Big-Data-Analyse reichen, ein. Wo dabei die Benefits für IoT-Startups liegen, hat uns Managing Director Jenny Fielding im Interview erzählt.

Warum haben Sie sich für eine Förderung von Startups aus dem IoT-Bereich entschieden?

Jenny Fielding: Wir sind immer an neu aufkommenden Technologien interessiert. Die Schnittstelle von Hardware und Software, Daten und Analyse – all das spielt eine wichtige Rolle. Innerhalb des IoT-Sektors können wir auch schon einige Erfolge aufweisen.

Welche Kriterien muss ein Unternehmen erfüllen, um in den Genuss einer Förderung zu kommen?

Jenny Fielding: Wir suchen nach Startups, die die Infrastruktur der Zukunft neudenken: Die Spanne reicht dabei von Software, künstlicher Intelligenz, Connected Enterprises, Smart Cities, Smart Energy, modernen Fertigungstechnologien, Connected Health und Wearables bis hin zu Logistik, Automotive, VR, AR, Drohnen, Robotik und Connected Home.

The dark Age of IoT

mit Sebastian Golasch

Welche Benefits beinhaltet eine Förderung durch Techstars IoT?

Jenny Fielding: Das Programm bietet allen Teilnehmern 15 Wochen voller intensivem Mentoring. Das Expertenwissen kommt dabei sowohl von unseren Unternehmenspartnern GE, Bosch, SAP, PwC und Verizon, als auch von den mehr als 60 IoT-Techstars-Alumni, die Teil des großen Techstars-Netzwerks sind.

Übrigens: Wie man von der (IoT-)Idee zum fertigen Produkt kommt, erklärt Florian von Klier auf der kommenden IoTCon in der Session „Mit digitalem Design Thinking agil von der Idee zum fertigen Produkt„.

Was passiert nach Ablauf des Förderprogramms? Gibt es einen Cut oder werden die Unternehmen weiter betreut?

Jenny Fielding: Techstars is for life! Die drei Monate des Accelerator-Programms sind dabei nur der Beginn der Beziehung. Wir investieren in die Unternehmen und sie sind Teil unseres Portfolios. Wir stehen den Unternehmen auch nach Abschluss der Programmphase bei der Skalierung unterstützend zur Seite.

Und zum Schluss: Haben Sie ein Beispiel für bereits erfolgreich geförderte Projekte für uns?

Jenny Fielding: Dazu gehören beispielsweise Sphero (die Hersteller des BB-8), Revolv (von Nest akquiriert), Filament, Owlet, Grove Labs, Astro, Keen Home, Latch, Chargifi und LISNRa. Generell ist der Umgang mit dem Techstars-Portfolio sehr transparent: Jeder kann sich unsere Unternehmen und deren bisherige Fundings auf unserer Webseite im Bereich „Companies“ ansehen. Das letzte Batch hat beispielsweise zusammen genommen über 45 Millionen Dollar an Kapital erhalten.

Jenny Fielding

Jenny FieldingJenny is a Managing Director at Techstars, where she leads both the FinTech and Internet of Things Accelerators in NYC. Prior to joining Techstars, Jenny headed up a corporate venture and digital innovation group at BBC Worldwide where she made strategic investments and led business development deals. She has also started several companies, most notably Switch-Mobile, a mobile VoIP company that was acquired. Jenny began her career as a lawyer and also spent some time in banking at JP Morgan.

Aufmacherbild: Vector detailed character business woman startup von Shutterstock / Urheberrecht: Merfin

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