IT-Gipfel: Breitbandausbau, Startups, Datensicherheit
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Am vergangenen Dienstag fand in Hamburg der 8. Nationale IT-Gipfel statt, der sich ganz der Kooperation zwischen Politik und Wirtschaft verschreibt.

Im Mittelpunkt des diesjährigen IT-Gipfels standen neben der Frage, wie die Leistungsfähigkeit der digitalen Ökonomie in Deutschland zu steigern ist, die Themen Sicherheit und Vertrauen sowie Arbeiten und Leben in der digitalen Welt.

Breitbandausbau in Deutschland

Dringliches Ziel ist es nach Ansicht des Hightech-Verbandes BITKOM, den Breitbandausbau weiter zu beschleunigen, um Deutschland fit zu machen für die Gigabit-Gesellschaft. Die Industrie habe in den vergangenen Jahren mehr als 100 Milliarden Euro investiert und sei auch weiter bereit, ihren Beitrag zu leisten. Für Regionen, in denen unter marktwirtschaftlichen Bedingungen die Erschließung nicht zu finanzieren sei, habe der Bund bereits ein Förderprogramm angekündigt, das nun auch umgesetzt werden müsse. Zusätzlich sollte noch in diesem Jahr der Weg frei gemacht werden, um die 700-Mhz-Frequenzen für den mobilen Datenverkehr zu vergeben.

Mehr Förderung für die Startups in der Wachstumsphase

Darüber hinaus müssen Startups in Deutschland stärker gefördert werden, vor allem in der Wachstumsphase. Bislang hätten es deutsche Startups besonders schwer, eine internationale Expansion zu finanzieren. Daneben müsse die Vernetzung von Startups, Mittelständlern und großen Unternehmen in den Fokus rücken.

Neue Technologien für mehr Datenschutz und Datensicherheit

Beim Thema Datenschutz und Datensicherheit sei der Einsatz neuer Technologien notwendig, um den Datenschutz auf ein extrem hohes Niveau zu bringen, so BITKOM. Gleichzeitig sollten die Daten aber zum gesamtgesellschaftlichen Nutzen eingesetzt werden können.

Derzeit gewinnt die digitale Wirtschaft in Deutschland rasant an Bedeutung. In diesem Jahr werden einer aktuellen BITKOM-Prognose zufolgein den Unternehmen der Informationstechnologie und Telekommunikation 953.000 Menschen beschäftigt sein, so viele wie nie zuvor. Einer anderen Studie zufolge, die anlässlich des IT-Gipfels erstellt wurde, waren bereits im Jahr 2012 knapp 1,5 Millionen Arbeitsplätze in der gesamten deutschen Volkswirtschaft auf die Digitalisierung zurückzuführen.

Dieser Trend soll sich in den kommenden Jahren noch beschleunigen. Nach einer Studie des Fraunhofer-Instituts für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO, die im Rahmen des IT-Gipfels entstanden ist, sind allein in sechs volkswirtschaftlich wichtigen Branchen wie Automobilindustrie, Chemie oder Maschinenbau bis zum Jahr 2025 Produktivitätssteigerungen in Höhe von insgesamt rund 78 Milliarden Euro möglich.

 

Aufmacherbild: alpine landscape with peaks covered by snow and clouds von Shutterstock/ Urheberrecht Evgeny Bakharev 

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