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Klavierspielen lernen mit flowkey – Gründer im Interview
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Wer schon immer Klavierspielen lernen wollte, es bisher aus Zeit- oder Geldgründen nicht realisieren konnte, kann sich jetzt an flowkey versuchen. Gründer Jonas Gößling erklärt im Interview, wie das digitale Lernen mit flowkey funktioniert.

Erklären Sie uns doch bitte das Prinzip von flowkey, wie funktioniert Ihre Idee?

Hinter flowkey steckt die Idee, das Erlernen von Musikinstrumenten fundamental zu vereinfachen und für jeden Menschen zugänglich zu machen. Hierfür haben wir eine neue Technologie entwickelt, die über das Mikrofon von nahezu jedem Gerät in Echtzeit Töne und Akkorde erkennt. Die Töne, die der Nutzer mit seinem Instrument spielt, werden mit den Tönen aus Lernvideos und Noten verglichen und somit entsteht ein spannender, interaktiver Lernprozess mit sofortigem Feedback für den Nutzer.

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©flowkey

WebMagazin:  Was macht flowkey besonders, wer sind Ihre Mitbewerber und was unterscheidet Sie vom Rest?

Bisherige Lernprodukte am Markt setzen überwiegend auf Videotutorials. Diese weisen dem Nutzer jedoch lediglich die Rolle des passiven Betrachters zu. Beim Instrumente-Lernen geht es jedoch vielmehr um das aktive Spielen, eben um die Freude am Musizieren.

Genau hier haben wir einen völlig neuen Ansatz. Bei uns geht es von Anfang an darum, dass der Nutzer Songs spielt und dabei interaktives Feedback erhält. Denn nur durch Spielen und Training kann man wirklich ein Instrument lernen. So bieten wir ein Lernkonzept, das Spaß macht und auch noch höchst effizient ist.

WebMagazin: Auf welcher Entwicklungsstufe befinden Sie sich gerade bzw. wann sind Sie live gegangen? Wie werden Sie finanziert?

Anfang Juli 2014 sind wir mit unserer öffentlichen Beta live gegangen. Vor zwei Monaten haben wir die Beta-Phase beendet und arbeiten derzeit mit Hochdruck an der Entwicklung unserer Mobile App und Ausweitung des Song- und Kursangebots.

Wir finanzieren uns bereits zum Teil über Einnahmen aus Premium-Abos. Darüber hinaus haben wir auch Privatinvestoren mit an Bord und haben zudem über eine Crowdfunding Kampagne Geld eingesammelt.

Was sind die Grundpfeiler Ihres Monetarisierungskonzeptes, wie verdienen Sie Geld?

Die Grundversion von flowkey ist komplett kostenlos. Darin sind einige Songs enthalten. Wer alle Songs und Kurse freischalten möchte, kann flowkey Premium buchen. Der Preis liegt zwischen 9 und 19 Euro im Monat, je nach Laufzeit des Abos.

Wie sind Sie auf die Idee von Flowkey gekommen und was haben Sie vorher gemacht?

Ich liebe eigentlich alles, was mit Musik im Allgemeinen und Klavierspielen im Speziellen zu tun hat. Seit meiner Kindheit spiele ich Klavier und habe in meiner Abiturszeit auch als Lehrer gearbeitet. Später habe ich Wirtschaftsingenieurwesen studiert – aber die Musik hat mich nie losgelassen.

Irgendwann ist mir aufgefallen, dass online viele neue und sinnvolle Lernansätze entstehen – für Sprachen, Programmieren, Web-Design etc.. Nur eben nicht für Musik. Es gab keine einzige Lösung am Markt, die ich selbst hätte nutzen wollen oder jemanden empfehlen würde. Mit flowkey möchte ich diese Lücke schließen.

Und zum Schluss, warum Berlin?

Wir drei Gründer haben an der TU Berlin studiert und hier die Idee entwickelt. Da lag es nur nahe, hier zu bleiben, zumal in Berlin Startups ja nichts Ungewöhnliches mehr sind.

 

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