Legal? Transport-Startup Uber jetzt in Hamburg
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Das Limousinen- und Transport-Startup Uber startete letzte Woche auch in Hamburg seinen Dienst. Damit ist die Hansestadt neben Frankfurt, Berlin und München die vierte deutsche Stadt, in der der Taxi-Konkurrent nutzbar ist. Das Angebot besteht sowohl aus UberBlack, bei dem Fahrgäste an Mietwagen mit professionellen Chauffeuren vermittelt werden, als auch aus UberPop, welches für die Vermittlung an private Fahrer zuständig ist.

Uber eines der wertvollsten Startups

Das US-amerikanische Unternehmen wurde 2009 in San Francisco, ursprünglich als Limousinenservice, gegründet. Seitdem Investoren wie Google und Goldman Sachs Anfang dieses Jahres 1,2 Milliarden US-Dollar für das Startup aufbrachten, wird sein Wert auf 17 Milliarden US-Dollar geschätzt. Damit ist es weltweit eines der wertvollsten Startups.

Uber ist bereits in 39 verschiedenen Ländern weltweit etabliert und kann sich über eine weit verbreitete Nutzung und stetig wachsende Zahl von Neuanmeldungen freuen.

Uber als Taxi-Konkurrent: Taxifahrer protestieren

Mit zunehmendem Erfolg werden jedoch auch die Kontroversen und der Protest seitens herkömmlicher Taxi-Unternehmen immer lauter, die einen Verlust von Kunden an Uber fürchten. Fahrten mit UberPop sind zumeist günstiger als gewerbliche Personenbeförderungen, da an vielen Ecken, zum Beispiel an Versicherungen oder Funkanlagen, gespart werden kann. Auch ist rechtlich ungeklärt, ob der Transportservice gegen das Personenbeförderungsgesetz verstößt, da Kunden durch Uber auch an Fahrer ohne Führerschein zur Fahrgastbeförderung vermittelt werden.

In Berlin machten Taxifahrer am 11. Juni ihrem Ärger auf einer Demonstration gegen Uber Luft. Dort wurde außerdem bereits eine einstweilige Verfügung gegen den Fahrer-Service bewirkt, da dieser vom zuständigen Gericht als „taxiähnlich“ eingestuft wurde. Der betreffende Taxiunternehmer hat die Verfügung aus wirtschaftlichen Gründen bis heute jedoch noch nicht angewandt und das Unternehmen kann weiterhin ungestört Fahrten vermitteln.

Rechtliche Probleme – auch in Hamburg

Auch in Hamburg muss das Startup jetzt mit rechtlichen Problemen rechnen. Die Wirtschaftsbehörde will den Betrieb von Uber dort verbieten, da es sich bei UberPop um eine gewerbliche und entgeltliche Personenbeförderung handelt. Diese braucht eine Genehmigung. Auch der Standarddienst UberBlack soll genau unter die Lupe genommen werden, da die Chauffeure nach jeder Fahrt zum Betriebssitz zurückfahren müssten, dies jedoch zur Zeit nicht geschieht.

Wie lange sich die Fahrtenvermittlung gegen den lautstarken Protest vom Taxenverband und die angekündigten Schritte der Wirtschaftsbehörde in Hamburg halten kann, bleibt demnach abzuwarten.

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