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Marley Spoon: das Berliner Food Startup stellt sich vor
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Nach der Arbeit noch schnell in den Supermarkt: die meisten von uns erleben den Kauf von Lebensmitteln als stressige und wenig inspirierende Angelegenheit, die es schnell zu erledigen gilt. Das Berliner Food-Startup Marley Spoon möchte mit seinem Service wieder den Spaß am Kochen zurückbringen. Der Mitgründer Fabian Siegel stellt in einem Interview die Geschäftsidee vor.

Erklären Sie uns doch bitte das Prinzip von Marley Spoon wie funktioniert Ihre Idee?

Marley Spoon ist ein Kochbox-Service. Kunden bekommen wöchentlich leckere und einfache Rezepte, samt den dafür benötigten frischen Zutaten nach Hause geliefert. Sie sparen sich so den lästigen Einkauf im Supermarkt und kochen ganz einfach abwechslungsreiche Gerichte.

Das funktioniert in drei Schritten:

Der Kunde wählt zunächst aus, wie viele Portionen er wöchentlich erhalten möchte und wann er seine Marley Spoon Box geliefert haben möchte.

In seinem Geschmacksprofil legt er fest, was er gerne mag und was so gar nicht in seine Box kommen soll. Wir treffen anhand des Geschmacksprofils eine Vorauswahl an Gerichten, die der Kunde noch nach Belieben ändern kann.

Am gewünschten Liefertag erhält er dann die frischen Zutaten und eine einfache Schritt-für-Schritt-Kochanleitung und muss nur noch loslegen.

Was macht Marley Spoon besonders, wer sind Ihre Mitbewerber und was unterscheidet Marley Spoon vom Rest? 

Eine Besonderheit bei Marley Spoon ist die Flexibilität, die der Kunde hat: Er bestimmt selbst, was in seine Box kommt und wird nicht mit Gerichten überrascht, die ihm vielleicht gar nicht schmecken. Außerdem kann er jederzeit die Größe seiner Box anpassen, einzelne Lieferungen überspringen oder das Abonnement auf unbestimmte Zeit pausieren.

Eine zweite Besonderheit sind die Rezepte selbst: Marley Spoons Profiköche kreieren jede Woche 7 tolle, kreative Rezepte und achten dabei trotzdem darauf, dass sie zu Hause ganz leicht innerhalb von 30 bis 45 Minuten nachgekocht werden können.

Ein besonderer Fokus liegt außerdem auf der Nachhaltigkeit: Die zieht sich durch die Arbeit der Qualitätserzeuger, über die möglichst saisonalen Rezepte und regionalen Zutaten bis hin zur komplett recyclebaren Box.

Diese Punkte unterscheiden Marley Spoon von anderen Kochbox-Anbietern und dem wohl größten Wettbewerber: dem Supermarkt.

Auf welcher Entwicklungsstufe befinden Sie sich gerade? 

Wir haben schon erfolgreich ein Netzwerk an Produzenten aufgebaut, mit denen wir unsere Kunden jede Woche verbinden. So gelangen Lebensmittel bester Qualität auf kürzestem Wege zum Endkonsumenten. Unser Fokus liegt darin, dieses noch unbekannte Konzept einer breiten Masse zu präsentieren – auch über Deutschland hinaus in den Niederlanden, Großbritannien und zuletzt USA.

Was sind die Grundpfeiler von Marley Spoon, wie verdienen Sie Geld? 

Wir glauben daran, dass der Schlüssel zum Erfolg im Team hinter dem Produkt liegt. Deswegen haben wir uns eine Truppe aufgebaut, die zu 100% an das Konzept glaubt – das zieht sich durch alle Bereiche. Unsere Kunden zahlen gerne für einen Service, der Zeitersparnis und Unterstützung bei den alltäglichen Dingen – dem Einkaufen und Kochen – bedeutet.

Wie ist die Idee von Marley Spoon entstanden und was haben die Gründer vorher gemacht?

Ich habe mit meinem langjährigen Freund Till Marley Spoon aus unserer geteilten Liebe zum Kochen gegründet. Wir sehen ein wachsendes Bedürfnis, mit frischen Zutaten und vor allem abwechslungsreich zu kochen. Dabei soll es dennoch einfach sein. Diesen Anspruch erfüllt der klassische Supermarkt nur bedingt, da er keine oder wenig Koch-Inspiration liefert. Genau da setzen wir an.

Till beschäftigt sich schon seit 2001 mit dem Thema Food und gründete die MexAttax GmbH, eine lateinamerikanische Konzeptgastronomie. Ich habe vor Marley Spoon Lieferheld/DeliveryHero gegründet und den Online-Bezahl-Service ClickandBuy mit aufgebaut.

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