Startup-Interview

mealy: Die Food App mit Rezept-Newsfeed
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Speisen und Getränke haben einen festen Platz im Netz ergattert und sind aus Instagram und Co. nicht mehr wegzudenken. Auch Food-Blogs sind populärer denn je. Das Startup mealy hat eine App entwickelt, mit der User ihren Lieblings-Blogs gesammelt folgen können. Die Gründer erklären im Interview, warum wir die App unbedingt brauchen.

WebMagazin: Erklärt uns doch bitte das Prinzip von mealy, wie funktioniert Eure Idee?

Die mealy-App ist die neue Koch-App für Food-Blogger-Rezepte: App-User folgen nicht nur ihren liebsten Food-Bloggern, sondern erhalten zusätzlich auch einen individuellen Feed mit Rezept-Vorschlägen nach ihrem persönlichen Geschmack, denn mit unserem Algorithmus erlernt mealy den Geschmack des Users und schlägt ihm so passende Rezepte vor. Selbstverständlich können die App-User die Vorschläge auch an ihre eigene Ernährungsweise anpassen, sodass auf Wunsch nur vegane oder glutenfreie Rezepte angezeigt werden.

Kurz um: mealy bietet also hochwertige Food-Blogger-Rezepte kompakt in einer App, reichlich kulinarische Inspiration und eine große Zeitersparnis durch die bald mögliche Online-Bestellung der Rezept-Zutaten!

WebMagazin: Was macht mealy besonders, wer sind Eure Mitbewerber und was unterscheidet Euch vom Rest?

Natürlich gibt es mittlerweile sehr viele gute Koch-Apps und Rezepte-Sammlungen. Wir wollten mit mealy jedoch eine App entwickeln, in der die Food-Blogger mit ihren Rezepten im Mittelpunkt stehen. So kann der App-User bei mealy seinen liebsten Food-Bloggern folgen und hat alle Food-Blogger-Rezepte kompakt in einer App, sodass er auch von unterwegs einfach ein passendes Rezept finden kann. Uns war es außerdem von Anfang an sehr wichtig, unsere Autoren auch an den Einnahmen über ihre Rezepte zu beteiligen – dies stellt in der Branche leider bisher auch die Ausnahme dar. Besonders für die individuelle Rezept-Inspiration ist sicherlich auch, dass die mealy-App mit der Zeit den Geschmack des Users erlernt und ihm so passende Gerichte vorschlagen kann. Das vereinfacht ihm die Suche nach einem guten Rezept, wenn er nicht weiß, was er kochen soll.

WebMagazin: Auf welcher Entwicklungsstufe befindet Ihr Euch gerade bzw. wann seid Ihr live gegangen? Wie werdet Ihr finanziert?

Wir haben Anfang September unsere Android-App im Google Playstore zum kostenlosen Download veröffentlicht. Nun möchten wir noch einige weitere Features, wie bspw. die einfache Online-Bestellung der Rezept-Zutaten, ergänzen und eine App für iOS auf den Markt bringen.

Momentan finanzieren wir uns noch über externe IT-Projekte selbst, aber wir sind zuversichtlich, dass wir uns schon bald durch eine externe Startfinanzierung endlich voll und ganz auf mealy konzentrieren können.

WebMagazin: Was sind die Grundpfeiler Eures Monetarisierungskonzeptes, wie verdient Ihr Geld?

Um eine größtmögliche Verbreitung zur erzielen, ist der Download unserer App kostenlos. Stattdessen generieren wir über Provisionen beim Online-Einkauf der Rezept-Zutaten sowie über In-App-Käufe von kostenpflichtigen Premium-Rezepten unsere Einnahmen. Von diesen Einnahmen geben wir aber immer einen Teil an den jeweiligen Rezept-Autor weiter. Zudem hat der App-User unter jedem Rezept und bei jedem Food-Blogger-Profil die Möglichkeit, sich mit einem kleinen Betrag bei dem Blogger zu bedanken. An dieser Dankeschön-Spende verdienen wir jedoch nichts, sondern leiten diese komplett an den Food-Blogger weiter.

WebMagazin: Wie seid Ihr auf die Idee von mealy gekommen und was habt Ihr vorher gemacht?

Wir drei Gründer sind alle leidenschaftliche Köche. Häufig haben wir gemeinsam gekocht und neue Rezepte ausprobiert. Besonders gut haben uns dabei die tollen Rezeptideen der Food-Blogger gefallen, allerdings fanden wir die Rezeptsuche bei den vielen verschiedenen Food-Bloggern viel zu aufwendig – besonders, wenn man unterwegs ist und für den Einkauf auf dem Heimweg noch schnell nach einer passenden Rezeptidee sucht. Deshalb haben wir uns entschieden, einfach selbst eine App zu entwickeln, die diese Lücke schließt und die vielen leckeren Food-Blogger-Rezepte kompakt in einer App vereint.

Zum Januar diesen Jahres haben wir dann unsere Vollzeit-Jobs aufgeben, um uns voll und ganz auf mealy zu konzentrieren. Tim hat vorher in einer Berliner App-Agentur als Mobile Developer gearbeitet, nachdem er sein Studium der Informatik an der TU erfolgreich abgeschlossen hatte. Auch Florian hat Informatik an der TU studiert. Er hat sich jedoch auf den Bereich Backend Development und Datenbanken spezialisiert. Zwischen Bachelor und Master hat er mehrere Jahre als Software-Architekt in einer Agentur in Süddeutschland gearbeitet. Jenny hat während ihres Wirtschaftsingenieurstudiums auch bereits Praxiserfahrung sammeln können: im Bereich Qualitätsmanagement in einem großen Konzern, aber auch in einem kleinen Startup im Online-Marketing. Für die letzten drei Semester ihres Studiums arbeitete sie als Online-Marketing-Managerin in einer Berliner Web-Agentur – bis sie dann nach ihrem Studium einen Vollzeit-Job in einem Berliner Startup als Projektkoordinatorin angenommen hat.

WebMagazin: Und zum Schluss, warum Berlin?

Wir lieben das vielfältige Essen in Berlin und die spannende Startup-Szene: Beides sind gute Voraussetzungen für unsere Idee und inspirieren uns immer wieder aufs Neue. Auch die Food-Blogger-Szene ist in Berlin sehr ausgeprägt und so konnten wir schon einige unserer Blogger persönlich kennenlernen – was natürlich auch für die Hauptstadt spricht. Aber natürlich sind wir drei hier auch einfach heimisch geworden und genießen es, in dieser bunten Stadt zu leben.

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