Ozy: Axel Springer kauft Anteile für 20 Millionen Dollar
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Die US-amerikanische Medienplattform Ozy hat frisches Kapital in Höhe von insgesamt 30 Millionen Dollar erhalten. 20 Millionen davon stammen vom Axel Springer Verlag, welcher seinen Anteil am Online-Magazin damit auf 16 Prozent erhöht. Das Berliner Verlagshaus hält damit derzeit die zweitgrößte Beteiligung nach Ozy-Mitgründer Carlos Watson.

Axel Springer erhöht seinen Anteil an Ozy

Schon im März dieses Jahres investierte der Medienkonzern 300.000 Dollar in das Startup aus dem Silicon Valley und erhielt dafür 0,6 Prozent der Anteile. Zu den Investoren zählen außerdem Laurene Powell Jobs und „Super Angel“ Ron Conway.

Ozy wendet sich an die „Generation des Wandels“

Ozy wurde im September 2013 von Carlos Watson, ehemals MSNBC-Moderator, und Samir Rao von Goldman Sachs gegründet. Das Magazin ist für eine Zielgruppe bestimmt, die Watson als die change generation bezeichet. Diese „Generation des Wandels“ soll ein globales, gebildetes und neugieriges Publikum sein, das über die täglichen Nachrichten hinaus über zukunftsorientierte Themen Bescheid wissen möchte. Klassische Kategorien lassen sich daher auf Ozy nicht finden, stattdessen werden Meldungen, Artikel und Videos in Ressorts wie „Fast Forward“, „Good Sh*t“ oder „Rising Stars & Provocateurs“ geordnet.

Bereits über 5 Millionen monatliche Besucher

Rund ein Jahr nach Start des Nachrichtenportals kann sich Ozy über sehr gute Besucherzahlen freuen: es verzeichnet bereits mehr als fünf Millionen monatliche Nutzer. Dieser Wert übersteigt die Erwartungen bei Weitem. Im Vergleich zu den führenden Portalen der Branche ist diese Zahl jedoch noch verhältnismäßig klein. Konkurrent BuzzFeed etwa verzeichnet um die 150 Millionen Besucher pro Monat.

Ozy-Gründer Watson setzt auf Wachstum

Doch Carlos Watson hält stetig Kurs auf eine Vergrößerung seines Startups. Mit Hilfe der jüngsten Kapitalspritze will er die Zahl seiner Mitarbeiter verdreifachen. Der Finanzierungsplan sieht außerdem vor, Umsatz durch Abo-Modelle, Events, Produktempfehlungen oder „Custom Ads“ zu generieren.

Mathias Döpfner, CEO des Axel Springer Verlages, sieht die Investition als passenden Schritt um einen Einstieg in den weltweiten Markt zu erlangen und den geplanten Wandel hin zum führenden digitalen Verlag voranzutreiben.

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