Startup-Interview

Paprcuts-Portemonnaies: Idee und Produkt 100% aus Berlin
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Portemonnaies aus Papier, die 100% Vegan, reißfest und wasserdicht sind? Geht das überhaupt? Jacob Klassen von Paprcuts erklärt uns im Interview, was die Papierprodukte alles können und was wir von dem Berliner Startup noch zu erwarten haben.

WebMagazin: Erklärt uns doch bitte das Prinzip von Paprcuts, wie funktioniert Eure Idee?

Paprcuts, das sind schlanke Accessoires aus reißfestem und wasserfestem Papier, die federleicht, superdünn und gleichzeitig robust wie Leder sind. Wir sind eine Gruppe junger Verrückter aus Berlin, die ein Ziel verfolgen: wunderschöne, praktische und innovative Produkte produzieren. Zudem legen wir großen Wert auf Nachhaltigkeit. Daher sind unsere Produkte 100% recycelbar, wenn sie irgendwann mal den Geist aufgeben sollten. Wir sitzen mitten in Berlin Kreuzberg. Hier entwerfen wir die Paprcuts Accessoires! Um faire Produktionsbedingungen sicherzustellen und da es für uns Sinn macht unser Umfeld zu unterstützen, gilt bei unseren Produkten: Drucken, Falten, Nähen – alles wird in Berlin und Umgebung hergestellt und in enger Zusammenarbeit mit sozialen Projekten produziert.

WebMagazin: Was macht Paprcuts besonders, wer sind Eure Mitbewerber und was unterscheidet Euch vom Rest?

Unsere Geldbeutel sind ein 100 % veganes Produkt und zudem noch deutlich praktischer, als herkömmliche Lederportemonnaies. Sie sind fünf Mal so dünn und sechs Mal so leicht wie diese. Des Weiteren können wir durch den Druck wirklich auffällige und schöne Motive erschaffen, die aus dem schnöden Portemonnaie ein wahres Modeaccessoire machen. Das Feedback unserer Kunden zu unseren Kultur- und Tabakbeuteln, sowie Handyhüllen ist ähnlich: Sie fühlen sich einfach super schön an. Dieser Effekt kommt durch das papierartige und umweltfreundliche Material Tyvek® zustande. Qualität ist bei uns oberste Priorität, deswegen sind unsere Produkte genäht statt geklebt. Dadurch steigen natürlich die Produktionskosten etwas, vor allem wenn man bedenkt, dass diese Schritte in Deutschland durchgeführt werden. Unsere Hauptwettbewerber ist die sehr konservative Portemonnaie- und Kleidungsindustrie. Hier wird gewöhnlicherweise in China mit Riesenauflage und schwierig zu kontrollierenden Arbeitsbedingungen produziert, um die Kosten runterzudrücken. Wir treten dem aus PR-Sicht mit unseren Slogan „Made in Germany. Not in 广东省.“ entgegen.

WebMagazin: Auf welcher Entwicklungsstufe befindet Ihr Euch gerade bzw. wann seid Ihr live gegangen? Wie werdet Ihr finanziert?

Wir sind ein komplett eigenfinanziertes Start-Up und ziehen organisches und stetiges Wachstum kapitalintensiven Strategien vor. Wir befinden uns nach intensivem Arbeiten an der Produktpalette sowie optimierten Produktionsabläufen in einer Phase, in der die Bekanntheit schlagartig steigt. Wir sind sehr stolz, dass jeder Monat eine deutliche Verbesserung zum Vormonat darstellt!

WebMagazin: Was sind die Grundpfeiler Eures Monetarisierungskonzeptes, wie verdient Ihr Geld?

Wir haben zunächst stark auf den Einzelhandel gesetzt. Über 500 Geschäfte im In- und Ausland vertreiben schon unsere Produkte stationär. Seit Beginn des Jahres entwickeln wir unseren E-Commerce Bereich, wo die größten Wachstumsmöglichkeiten bestehen. Contentmarketing und Markenaufbau sind natürlich hier das Geheimnis.

WebMagazin: Wie seid Ihr auf die Idee von Paprcuts gekommen und was habt Ihr vorher gemacht?

Nils Wagner, Gründer und CEO hat nach seinem Studium zunächst für bekannte Werbeagenturen gearbeitet. Nach einigen Jahren wollte er jedoch raus aus dieser Industrie, da hier natürlich auch gerne mal viel Aufsehen um wenig Handfestes gemacht wird. Über das Material ist er zufällig gestolpert und nach kurzer Zeit entstanden die ersten Portemonnaie-Prototypen. Ich (Jakob Klassen, Online-Marketing) habe Nils während meines Studiums in Berlin kennengelernt. Ich interessierte mich sehr für digitale Wachstumsstrategien und wir waren uns schnell einig, dass wir hier zusammenarbeiten sollten.

WebMagazin: Und zum Schluss, warum Berlin?

Berlin ist in vieler Hinsicht die perfekte Gründerstadt.“ Hier gibt es viele kleine, flexible Produktionsstätten. Inspirierend sind natürlich auch die vielen Start-Ups in der Stadt, denn Macher aus aller Welt wollen hier was bewegen!

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