Pono: Neil Young wird CEO
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Gut ein Vierteljahr nach dem sensationellen Kickstarter-Erfolg des hochwertigen Musikplayers Pono, gibt es einen Wechsel an der Spitze des Unternehmens und kein anderer als Neil Young höchstpersönlich übernimmt die Position des CEO.

Pono sammelte mehr als 6 Millionen Dollar per Kickstarter

Das Startup Pono wurde von dem mittlerweile 68-jährigen, weltbekannten Musiker ins Leben gerufen. Die Idee: Ein Gerät auf den Markt bringen, das Musik in bester Qualität abspielt, nämlich statt im mp3- im FLAC-Format. Mehr als übers Ziel hinaus geschossen ist Pono dann mit einer Kickstarter Kampagne: Statt den angestrebten 800.000 US-Dollar, kamen mehr als sechs Millionen zusammen und das Finanzierungsziel war bereits am ersten Kampagnentag erreicht. Damit erklimmt Pono den dritten Platz der erfolgreichsten Kickstarter-Kampagnen.

Update: Wechsel an der Spitze

Nun erhielten die Investoren ein Update über den Verlauf des Projekts: Neil Young wird die Position des CEO übernehmen. Rick Cohen, in der Vergangenheit ein Berater des Projekts, wird in Zukunft die Rolle des COO bekleiden und Musikproduzent Bruce Botnick diese des Head of Acquisition. John Hamm, früherer CEO des Startups wird sich derweil komplett vom Projekt verabschieden.

In den Kommentaren zeigen sich nicht alle Investoren begeistert. Es werden Sorgen laut, dass es unternehmensinterne Probleme gibt. Außerdem bestehen Zweifel, ob Young neben seiner hektischen Musikkarriere genug Zeit für ein Projekt wie Pono findet und ob er überhaupt über genug Erfahrungen verfügt, um es leiten zu können. Im Allgemeinen wird Unmut über die wenigen Informationen zu den Gründen des Führungswechsels, ausgesprochen.

Es bleibt also nur noch zu hoffen, dass Pono den angestrebten Markteinstieg schafft. Geplant war, dass die Player bereits im Oktober für 399 US-Dollar verkauft werden. Auch wurde angekündigt, dass noch 2014 der Musikdienstleister Omnifone einen Katalog von 35 Millionen Liedern im FLAC-Format für den PonoMusic-Shop bereitstellen würde. Ob der Führungswechsel die optimistischen Pläne durchkreuzt, bleibt abzuwarten.

Für diejenigen, die sich ein besseres Bild von Pono machen möchten, haben wir hier noch ein Video:

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