Startup-Interview

Reiseziele finden mit knowhere
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Wo geht’s als nächstes hin? Die Welt hat so viele Reiseziele zu bieten, wenn man doch nur wüsste, welches man sich als nächstes vornehmen soll. Und wo kann man überhaupt am besten tauchen? Um die Entscheidung zu erleichtern haben die Gründer von knowhere eine App entwickelt und stellen sich hier unserem Startup-Interview.

WebMagazin: Erklärt uns doch bitte das Prinzip von Knowhere, wie funktioniert Eure Idee?

Bei knowhere steht das Reiseziel immer im Vordergrund. Mit knowhere wollen wir weg von langweiligen Eingabemasken und hin zu einer Suche, die inspirierend ist und Spaß macht. Man will sich an seinem Urlaubsort wohlfüllen und eine gewisse Art der Erfüllung erleben. Wir glauben, dass dies nur möglich ist, wenn alles stimmt: Landschaft, Freizeitangebot, Unterkunft und alles was einen Urlaub eben ausmacht. Knowhere führt den Nutzer spielerisch zum Ziel. Über Bilder finden wir die Orte die den Nutzer emotional ansprechen – man kennt das ja: man sieht ein tolles Bild und bekommt Fernweh. Dieses Gefühl wollen wir produzieren und nutzen. Da aber ein schönes Bild allein nicht ausreicht, reichern wir alle Orte mit Informationen an, die eine Urlaubsentscheidung beeinflussen: „Wie ist das Wetter?“, „Was kann ich dort unternehmen?“, „Wie viel kostet mich das Abendessen mit meiner Frau?“ und vieles mehr. All diese Faktoren werden von unserem Algorithmus verarbeitet. Das Ergebnis sind passgenaue Empfehlungen, die allen Rahmenbedingungen des Nutzers entsprechen. Das ganze läuft ein bisschen so, wie man sich ein gutes Reisebüro wünscht, nur interaktiv und ohne langweilige Kataloge.

WebMagazin:  Was macht Knowhere besonders, wer sind Eure Mitbewerber und was unterscheidet Euch vom Rest?

Die größte Differenzierung ist unserer Ansicht nach der Fokus auf das Reiseziel und wie wir den Kunden zu diesem hinführen. Wir wollen es schaffen aus einer groben Vorstellung, die viele Urlauber schon vorher im Kopf haben, ein konkretes Ziel zu extrahieren. Dabei steht der Kunde immer im Vordergrund, da es für unser Modell unabdingbar ist, dass der Kunde am Ende genau das findet wonach er sucht: ein Ziel das perfekt zu ihm passt.

Was unsere Konkurrenz angeht, stehen wir in der „Reiseentscheidungskette“ ganz am Anfang. Die meisten anderen Portale setzen erst an dem Punkt an, wo der Kunde bereits weiß wo er hin will. Als unsere größte Konkurrenz sehen wir daher das klassische Reisebüro. Gerade in Deutschland gehen die meisten Menschen immer noch ins Reisebüro, wenn sie einen Urlaub buchen wollen. Wir haben uns zum Ziel gesetzt, das man auch per App zu jeder Zeit die beste Beratung bekommen kann, auch wenn es mal schnell gehen soll.

WebMagazin: Auf welcher Entwicklungsstufe befindet Ihr Euch gerade bzw. wann seid Ihr live gegangen? Wie werdet Ihr finanziert?

Wir befinden uns gerade in einer geschlossenen Beta Phase, um vor allem technische Schwierigkeiten aus dem Weg zu räumen. Wir sind zurzeit im Spinlab Accelerator Programm in Leipzig und planen in den nächsten Monaten den Release der App.

Für die initialen Kosten der Gründung haben wir eine kleine Runde Friends & Family in Anspruch genommen. Seit einigen Monaten finanzieren wir uns aber komplett selbst.

WebMagazin: Was sind die Grundpfeiler Eures Monetarisierungskonzeptes, wie verdient Ihr Geld?

Wir verfolgen zu Beginn ein klassiches Kommisionmodell. Die Reisen können direkt aus der App bei einem unserer Partner gebucht werden.

WebMagazin: Wie seid Ihr auf die Idee von Knowhere gekommen und was habt Ihr vorher gemacht?

Die Idee ist ganz natürlich entstanden. Ich war frustriert das es keinen guten Weg gibt Reiseziele zu finden die persönlich zu mir passen. Klar, der Markt ist groß und es gibt und gab einige Ansätze das Problem zu lösen, aber keiner hat mich überzeugt. Also musste ich das selber in die Hand nehmen. Nach ersten Überlegungen, wie das Problem zu lösen sein könnte, war es relativ einfach, das Team zusammen zu stellen. Wie gesagt, kannten wir uns alle schon im Vorfeld. Es musste also nur noch der Funken überspringen. Ich bin sehr glücklich darüber, das Team so zusammenbekommen zu haben. Wir ziehen an einem Strang und haben die gleiche Vision.

WebMagazin: Und zum Schluss, warum Hamburg?

Mich hat es vor einigen Jahren zum Studium aus dem Süden nach Hamburg gezogen. Es gefällt mir dort sehr gut und ich bin geblieben. Mittlerweile habe ich und auch der Rest unseres Teams dort unseren Lebensmittelpunkt. Daher lag es nah die Firma in Hamburg zu gründen. Zurzeit sind wir allerdings für 6 Monate in Leipzig und nehmen am Spinlab Accelerator Programm teil. Auch hier ist es sehr schön. Mal sehen wohin es uns noch verschlägt. Wir sind eben auch Reisende.

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