Rote Zahlen bei SoundCloud: 23 Millionen Euro Verlust
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Die 2007 gegründete Musikplattform SoundCloud hat trotz steigender Umsätze zum Vorjahr von 11,3 Millionen Euro 2013 Verluste von 23,1 Millionen Euro gemacht, heißt es im offiziellen Finanzbericht des britischen Handelsregisters. Obwohl der Umsatz um etwa 40 Prozent gesteigert werden konnte, seien die Gemeinkosten für Marketing, Team und Technologie dafür verantwortlich zu machen, dass Verluste gemacht worden, berichten die beiden Gründer des Berliner Startups.

Nutzerzahlen steigen, doch das Geschäftsmodell stockt

Mit etwa 175 Millionen Hörern und wachsenden Userzahlen habe das Unternehmen laut Chip weiterhin das Problem mit enormen Lizenzgebühren und vergleichsweise geringen Einnahmen über den Premium-Bereich. Das Gratis-Angebot wird zwar wie bei Spotify gut angenommen, doch das Problem ist das Geschäftsmodell, weshalb auch ein Deal mit Twitter letztlich platzte. Gründerszene berichtet, das Unternehmen suche nun nach Möglichkeiten, Werbung auf der Musikplattform zu platzieren.

Plattenfirmen stellen sich quer

Eine weitere Herausforderung stellen nach wie vor die Verhandlungen mit Major-Plattenfirmen dar, die sich bisweilen nicht darauf einlassen wollen, Unternehmensanteile von SoundCloud zu übernehmen, wodurch der Musik-Streaming-Anbieter deren Künstler ohne Urheberrechtsverletzungen anbieten dürfte. Die Labels wünschen sich offenbar eine stärkere Monetarisierung, die SoundCloud momentan nicht bieten kann oder will. Die Konditionen scheinen für Universal, Warner und Co. bisweilen alles andere als verlockend zu sein, weshalb die Verhandlungen auf Eis liegen

 

Aufmacherbild: Simferopol, Russia – June 22, 2014: SoundCloud online-platform and site to distribute digitized audio information via Shutterstock / Urheberrecht: Denys Prykhodov

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