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ShareTheMeal – Berliner Startup sammelt Mikrobeträge per App
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Weltweit gibt es 20 mal mehr Smartphones, als hungernde Kinder. ShareTheMeal ist eine App, mit der man Mikrobeträge an bedürftige Menschen spenden kann.

Erklären Sie uns doch bitte das Prinzip von ShareTheMeal.

2 Klicks auf dem Smartphone und schon kann für 40 Cent 1 hungerndes Kind 1 kompletten Tag lang versorgt werden. Der Nutzer kann Mahlzeiten teilen, egal wo er sich gerade aufhält, zum Beispiel beim abendlichen Restaurantbesuch mit Freunden oder mittags in der Kantine. Aus einer kleinen Spende wird eine greifbare Hilfe für hungernde Kinder.

Wie funktioniert Ihre Idee?

– Effizient. Mit jeder Spende von 40 Cent können wir 1 hungerndes Kind 1 ganzen Tag lang ernähren.
– Transparent. Wir zeigen genau, wo wir arbeiten und was wir erreichen.
– Nachhaltig. Wir wollen Menschen und Gemeinschaften dazu befähigen, sich zukünftig selbst zu ernähren.

Was macht ShareTheMeal besonders, wer sind Ihre Mitbewerber und was unterscheidet ShareTheMeal vom Rest?

ShareTheMeal baut auf die Stärke von Crowdfunding. Wenn jeder von uns einen kleinen Beitrag leistet und „Mahlzeiten teilt“, können wir viel bewirken und vielen Kindern eine bessere Zukunft schenken. Das erste Ziel ist es, 50.000 bedürftigen Kindern in Lesotho mit Mahlzeiten zu helfen. Die Idee ist so simpel wie revolutionär, sie hat das Potenzial, den Kampf gegen Hunger zu verändern. Eine App, mit der Gutes tun so einfach ist, hat es bisher nicht gegeben.

Auf welcher Entwicklungsstufe befinden Sie sich gerade?

Die App ist für iOS- und Android-Nutzer in App-Stores in Deutschland, Österreich und der Schweiz verfügbar. Noch befinden wir uns in der Testphase und optimieren die App weiter, bis wir am 30. Juni offiziell starten. Wir freuen uns über das hilfreiche Feedback von unzähligen Usern, lernen viel und bereiten uns auf den offiziellen Start vor.

Was sind die Grundpfeiler von ShareTheMeal, wie verdienen Sie Geld?

Die operativen Kosten von ShareTheMeal werden durch einen Innovationsfonds des UN World Food Programmes (WFP) und mit Hilfe von privaten Unterstützern und Unternehmen (unter anderem auch erhebliche Vergünstigungen bei den Transaktionsgebühren) getragen. So stellen wir sicher, dass die Spenden dort ankommen, wo sie am dringendsten benötigt werden.

Wie ist die Idee von ShareTheMeal entstanden und was haben die Gründer vorher gemacht?

Sebastian Stricker und Bernhard Kowatsch, beides Mitarbeiter des UN World Food Programme (WFP) haben sich während ihrer früheren Tätigkeit als Unternehmensberater in Wien kennengelernt. ShareTheMeal haben sie im April 2014 während eines Sabbaticals in Berlin gegründet und mit der Unterstützung vieler freiwilliger und unersetzlicher Helfer entwickelt. Inzwischen ist ShareTheMeal ein Pilotprojekt des WFP-internen Innovations Accelerators.

Warum hat ShareTheMeal den Titel webinale Startup des Jahres verdient?

Es gibt weltweit 20-mal mehr Smartphones, als hungernde Kinder. Würde jeder Nutzer solch einen mobilen Gerätes nur einen Bruchteil der Summe, die er für Smartphones und Apps ausgibt, in die Ernährung eines hungernden Kindes investieren, wäre Millionen von ihnen geholfen!

Nie standen die Chancen besser, chronischen Hunger aus der Welt zu schaffen. 1990 litt noch fast jeder fünfte Mensch weltweit unter Hunger, heute ist es jeder Neunte. Immer noch viel zu viel. ShareTheMeal ist die erste App, die antritt, Hunger mit innovativer Technologie zu bekämpfen.

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