Skoobe: Münchener Alternative zu Amazons Kindle Unlimited
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Vor kurzer Zeit startete Amazon mit Kindle Unlimited seine erste E-Book-Flatrate in den USA. Für 9,99 US-Dollar pro Monat stehen den Usern über 600.000 E-Books und tausende Hörbücher zur Verfügung. Das, was Amazon als ultimative Lesefreiheit anpreist, das kann Skoobe, ein Münchener Startup, schon seit fast drei Jahren. Skoobe bietet den Usern eine E-Book-Flatrate für 9,99 – 19,99 Euro monatlich an, abhängig vom Leistungsumfang. Rund 50.000 E-Books stehen den Lesern zur Auswahl.

scoobe ebook flatrate

Screenshot: https://www.skoobe.de/

Skoobe – E-Book-Startup aus München

Wer sich fragt, wie das Münchener Startup auf seinen Namen kam, der lese Skoobe einmal rückwärts. E-Books stehen im Fokus der im August 2010 gegründeten Skoobe GmbH. 2012 hatte der E-Book-Service bereits die offizielle Skoobe-App für iPhone, iPad und iPod in Deutschland, Österreich und der Schweiz gelauncht, ein halbes Jahr später folgte dann die entsprechende Anwendung für Android. 2013 erschien Skoobe mit der Kindle Fire App auch im Amazon App Store.

Skoobe mit erweitertem Angebot, neuer Website und Branding

In letzter Zeit ist es etwas ruhig geworden um das Startup. Im Juli ging Skoobe dann mit neuer Website und neuem Branding an den Start, während Amazon seinen Kindle-Unlimited-Service launchte. Auch das E-Book-Angebot erweiterte Skoobe. Alleine im ersten Halbjahr 2014 sind so viele neue Titel dazugekommen wie im Laufe des ganzen letzten Jahres. Das schnelle Wachstum wird vor allem durch neue Partnerschaften mit Publishern ermöglicht. So verkündete Skoobe im vergangenen Juni die neue Kooperation mit dem New Yorker Science-Fiction-Verlag Tor Books.

Keine Angst vor US-amerikanischer Konkurrenz

Skoobe ist ein gutes Beispiel dafür, dass sich kleinere E-Book-Startups nicht vor der großen US-amerikanischen Konkurrenz fürchten müssen – zumindest noch nicht. Denn Kindle Unlimited ist momentan nur in den USA verfügbar. Auch wenn Amazon mit 600.000 Titeln deutlich vor Skoobe liegt, bedient das Münchener Startup mit seinem Fokus auf deutschsprachige Literatur (rund 40.000 Titel) viel gezielter die hiesige Zielgruppe.

Amazons Kindle Unlimited noch ausbaufähig

Währenddessen zeigt Kindle Unlimited bereits erste Schwächen, die deutlich zeigen, dass nicht die Masse, sondern Klasse zählt – auch bei E-Book-Flatrates. Wenn unter den 600.000 Titel ausgerechnet das eine von Kollegen empfohlene Buch oder die Top 5 der NYTimes Besteller nicht aufzufinden sind, ist der Service eindeutig ausbaufähig. Eine Kollegin von mobilegeeks hat Kindle Unlimited getestet und kam zum ernüchternden Ergebnis, für sie sei die E-Book-Flatrate in der jetzigen Form „unbrauchbar“.

Wie dem auch sei, ist es begrüßenswert, wenn kleinere Startups angesichts der übermächtigen US-amerikanischen Konkurrenz nicht gleich vor lauter Einschüchterung aufgeben, sondern den Großen dieser Welt mit ihren zielgruppenspezifischen Angeboten Parolen bieten. 

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