Snapcash: Mobile-Payment mit Snapchat
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Der Bezahldienst von Snapchat ist da. Mit Snapcash kann man über eine in den Messenger integrierte Payment-Funktion Beträge an Freunde überweisen. Aber wie steht es mit dem Datenschutz

Snapcash: der Mobile-Payment-Dienst von Snapchat

Wie schon angekündigt steigt jetzt auch der Messenger Snapchat ins M-Payment Geschäft ein und launcht den Bezahldienst Snapcash. Mit diesem kann man seinen Kontakten Geld überweisen. Der Messenger wurde bekannt durch die Nachrichten, die sich, kaum dass sie beim Adressaten angekommen waren, selbst löschen.

Snapchat Kooperation mit Square Cash 

Um den Bezahldienst zu starten, hat sich Snapchat mit dem Payment-Anbieter Square zusammengetan, der bereits mit Square Cash Überweisungen via Smartphone möglich macht. Die Partnerschaft mit Square ist die erste Kollaboration, die Snapchat mit einem anderen Unternehmen eingeht.

Überweisung mit Snapcash – so geht’s 

Die Überweisung mit Snapcash ist schnell getan. Man tippt einfach ein Dollarzeichen und den gewünschten Betrag ins Textfeld ein („$15“). Die Software erkennt so, dass der User nun Geld versenden will, und der Senden-Button ändert sich in einen Cash-Button. Mit Tap auf den Button ist der Betrag auch schon verschickt. Diese simple Funktionsweise ist ganz im Sinne der „Snapchat-y“ User Experience.

Kreditkartendaten auf Square-Servern gespeichert

Für die Überweisung werden die Kreditkartenkonten der User verwendet. Spätestens hier dürften die Alarmglocken der Datenschützer läuten, hatte Snapchat in Vergangenheit schon öfter Probleme mit Datenschutz. Snapchat versicherte jedoch Re/code, dass keinerlei persönliche Informationen oder Kontodaten auf den eigenen Servern gespeichert werden. Der User muss sich zu Beginn einen Account bei Square Cash einrichten, von dem aus die Transaktionen stattfinden. Es gelten Square Cashs Terms of Security.

Snapcash in den USA für Android

Snapcash gibt es bisher nur in den USA und ist vorerst nur im neuen Update für Android erhältlich. Eine iOS Version wird in Kürze folgen. Nutzer müsse 18 Jahre alt sein und über eine Visa oder Mastercard verfügen, um den Bezahldienst zu nutzen. Bisher ist nur die Überweisung an andere Snapchat User möglich. Snapcash wäre aber auch als Zahlungsmöglichkeit in Online-Shops denkbar.

Hart umkämpfter M-Payment Markt 

Mit Snapcash wagt sich auch der Messenger Snapchat in das hart umkämpfte Mobile Payment Geschäft, in dem zur Zeit einige Unternehmen versuchen Fuß zu fassen. So haben auch Google mit Wallet und Apple mit Apple Pay bereits ihre eigenen Direct-Payment Dienste auf den Markt gebracht.

Trotz der Marktdominanz der großen Tech-Giganten könnte Snapchat mit Snapcash erfolgreich im M-Payment Sektor mitmischen. Der Messenger kann auf eine große Community an vor allen jungen Usern zurückgreifen, bei denen das simple Bezahlsystem großen Anklang finden könnte. Snapchat ist auf Platz 3 der beliebtesten Apps und ist mit einem Wert von über 10 Millionen US Dollar eines der wertvollsten Startups auf dem Markt.

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