Startup Bonaverde sammelt eine halbe Million für fairen Kaffee
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Kaffee ist eines der liebsten Genussmittel weltweit und ein riesiger, reichlich beständiger Markt. Die meisten Kaffeebauern verdienen an dem anhaltenden Hype jedoch fast gar nichts, anders sieht es da schon bei den Zwischenhändlern und schlussendlich vertreibenden Großunternehmen wie Nestlé, Kraft und Co.

Zunehmend boomt auch die private  Nutzung vollautomatischer Kaffeemaschinen, die jedoch viel Kritik ob der verwendeten Aluminiumkapseln einstecken. Ein Berliner Startup hat sich genau dieser beiden Punkte angenommen und will die Kaffeekultur mindestens in den USA und in Deutschland verändern.

Bonaverde hat sich zum Ziel gesetzt frischen Kaffee direkt von den Farmern an die Verbraucher senden zu lassen, damit dieser in der vollautomatischen Maschine geröstet und gemahlen werden kann. Der Sinn ihrer Idee wurde bestätigt, indem die gestern gestartete Crowdfunding Kampagne auf Seedmatch innerhalb von 4 Minuten die benötigte Fundingschwelle von 100.000 Euro überschritten war. Bis jetzt sind mehr als eine halbe Million Euro zusammen gekommen, 538% des ursprünglich geplanten Fundingziels. Und die Kampagne ist noch für 59 Tage offen. 

Bereits im letzten Jahr konnten via Crowdfunding auf Kickstater und Indiegogo  mehr als 800.000 US-Dollar gesammelt werden, mit denen 100 Prototypen entwickelt werden konnten. Jetzt muss das sechsköpfige Team sich jedoch beeilen, denn inzwischen wurden 3000 Maschinen vorbestellt und Bonaverde will um Weihnachten herum die ersten Automaten in Deutschland und den USA versenden.

Ob das Unternehmen in der Lage ist, die Kaffeelandschfat zu revolutionieren, ist natürlich noch fraglich, denn trotz Bio und Fairtrade Siegel, die sich seit Jahren langsam ausbreiten, und eines wachsenden Bewusstseins zu den schlechten Handelsbedingungen, ist vor allem viel Öffentlichkeitsarbeit notwendig, um die Kaffeetrinker auch außerhalb einer bestimmten Szene von der Wichtigkeit der Entwicklug zu überzeugen.

Nescafé hat George Clooney, Bonaverde hat das gute Gewissen und die direkten Verbindungen zu den Bauern. Lediglich für die teure Maschine, die um die 300 Euro kosten soll, müssen sie sich noch eine Alternative überlegen.

 

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