Größtes Early Stage Startup Event Deutschlands

Startup Camp 2015 – Raus aus der Comfort Zone!
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Die zweitägige Early-Stage-Gründerkonferenz Startup Camp hat heute im Herzen Berlins begonnen.

Das größte Early Stage Startup Event Deutschlands, hat heute seine Pforten geöffnet. Die Konferenz umfasst Keynotes, Vorträge, Startup-Pitches und eine Ausstellung in der Humboldt Universität im Herzen Berlins.

Why Berlin?

„Macht es Sinn ein Startup in Berlin zu gründen und wenn ja warum?“. Mit der Erörterung dieser Sinnfrage begann die erste von vielen Panel-Diskussionen am Freitag Vormittag. Dafür haben die Veranstalter eine illustre Runde aus Investoren und Gründern auf die Bühne des Startup Camps versammelt. Neben Michael Brehm, dem Mitgründer von StudiVZ und Frederik Fleck, Gründer Ostrich Media, beteiligte sich auch der Investor Eran Davidson, der seinerzeit Hasso Plattner Ventures gegründet hat,  an der Diskussionsrunde.

Livestyle und Ökosystem

Gleich zu Beginn des Panels zählte Eran Davidson viele Gründe auf, warum Berlin ein optimaler Standort für Gründer sei: „Eine Stadt, in der Bier günstiger ist als Wasser, ist einfach attraktiv“. Was für große Lacher im Publikum sorgte, war durchaus ernst gemeint. Gerade in der Anfangsphase eines Startups zähle jeder Cent. Geschichten über Gründer, die in London auf einer aufblasbaren Matratze im Keller eines Hauses nächtigen müssen, weil sie sich die teure Miete nicht leisten können, sind keine Ammenmärchen. Was in der britischen Hauptstadt gelebter Gründeralltag ist, scheint in Berlin – auch in Zeiten steigender Mietpreise – unvorstellbar. Entsprechend günstig sind auch die Mieten für Büroräume oder Coworking Spaces.  Der günstigste Döner kostet in Neuköln derzeit 1,80 Euro.

Eran Davidson spricht aus eigener Erfahrung. Er selbst hat in den Startup-Hotspots Tel Aviv und San Francisco gelebt. Ein Apartment, das auch noch in der Nähe des Büros liegt, kostet in der israelischen Gründermetropole rund 3000 Euro im Monat. Bei einem Abendessen in San Francisco ist man schnell 100 Euro los – im Vergleich dazu bietet Berlin fast 5000 Restaurants, in denen man für 20 bis 30 Euro schlemmen kann. Lebensqualität sowie ein inspirierendes Umfeld spielen eine wichtige Rolle bei der Gründung eines neuen Unternehmens. Davon habe Berlin mehr als genug. Eran habe in keiner anderen Stadt so viele kreative Menschen getroffen wie in Berlin.

Hinzu kommt, dass Berlin ein hervorragendes Ökosystem vorweisen kann. Im Gegensatz zu Frankfurt oder München sind große Unternehmen noch rar gesät. Das erleichtert den Gründern die Suche nach geeigneten Mitarbeitern, weil sie bei der Rekrutierung nicht mit großkarätigen Konzernen konkurriere müssen. Michael Brehm ergänzte: „Einen Online-Shop kann man theoretisch von überall bauen, dafür muss man nicht in Berlin sein. Aber wenn man tatsächlich damit anfängt, stellt man schnell fest, dass man Experten braucht – das bietet Berlin zu Hauf“.

Raus aus der Comfort Zone!

Berlin gilt allgemeinhin auch als Party-Hauptstadt Europas und entsprechend lastet der Startup-Szene ein Feier-Image an. Diesem Klischee widersprachen alle Teilnehmer der Diskussionsrunde. Tatsächlich seien zum Beispiel Unternehmer in München viel öfter am Wochenenden im Zweitdomizil in den Bergen oder an nahgelegenen Seen anzufinden, als in Berlin. München habe Geld und Investoren. Das erzeuge eine konservative Stimmung: „Wenn alles gut ist, kann alles so bleiben wie es ist“. Diese Grundhaltung würde Innovationen bremsen.

Gründer in Berlin sind in der Regel in die Hauptstadt gezogen, um ihr Glück zu versuchen. Das sei bereits ein erster Schritt aus der „Comfort Zone“. In der Berliner Gründerszene sei der Hunger nach Erfolg, nach Innovation und nach harter Arbeit allgegenwärtig. Ein Klima, in dem Ideen reifen können. Schließlich bedeutet die Gründung eines Unternehmens tagtäglich aus seiner eigenen Comfort Zone zu treten.

Pitch Marathon

Parallel zur Konferenz fand ein Startup Pitch statt, in dem junge Gründerden zahlreich anwesenden Investoren ihre Geschäftsideen präsentieren konnten. Unter anderem pitchten am Freitag die Gründer von elopay, einem FinTech-Unternehmen sowie das Berliner Startup Talentwunder um die Gunst der internationalen Geldgeber. Jeder Teilnehmer hatte dafür genau fünf Minuten Zeit – eine Fragerunde gab es nicht.

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