Startup Guide – Überblick über die Berliner Startup-Szene
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Vor rund einer Woche fand in Berlin ein für die hiesige Startup-Szene besonders interessantes Event statt: Der Launch des Startup Guide Berlin – eine Art Ratgeber für Neuankömmlinge, die schnell und nach Möglichkeit auch erfolgreich in der Berliner Startup-Szene Fuß fassen wollen. Wir waren bei dem Event dabei und haben im Nachgang an die Veranstaltung mit Hannah Bahl gesprochen, die für die journalistische Ausarbeitung des Startup Guide Berlin und Betreuung der Community zuständig ist.

Startup Guide Berlin – ein Überblick über die Berliner Startup-Landschaft

startup guide

Screenshot: http://startupguide.berlin/

WebMagazin: Vergangenen Donnerstag habt ihr die erste Ausgabe des Startup Guide Berlin mit großem Erfolg gelauncht. Wie ist die Idee eines solchen „Reiseführers“ in die spannende Welt der Berliner Startups entstanden? Stellt euer Team kurz vor.

Hannah Bahl: Die Idee für den Guide hatte Sissel Hansen, als sie nach Berlin gezogen ist. Bei der Gründung ihres eigenen Startups hat sie gemerkt, dass sie unglaublich viele Fragen zur Startup-Szene in Berlin hatte, zu denen es keine gesammelten Antworten gab. Aus dieser Situation und der Wahrnehmung, dass es noch jede Menge andere Gründer mit ähnlichen Fragen gibt, entstand die Idee für den Startup Guide, mit dem man leichter durchstarten kann.  

Startup Guide Team

Hannah Bahl: Unser Team wird zusammen gehalten von dem „Mastermind“ Sissel Hansen, die sich um die gesamte Organisation des Guides und Team kümmert, unterstützt wird sie dabei von Ines Pedro. Für den Design-Part und die Fotografie ist Rita Braz verantwortlich, die die gesamte Visual Identity entworfen hat. Ich übernehme die journalistische Ausarbeitung des Startup Guide und die Betreuung der Community, habe somit den Großteil der Interviews geführt. Das Marketing wird von Patrick Winkler betreut, der die Strategie managet. Für das Design der Website ist Lukas Hablitzel zuständig, der online alles möglich macht.  

WebMagazin: Welche Hürden musstet ihr bei dem Entstehungsprozess nehmen? 

Hannah Bahl: Eine der größten Hürden war der sehr kurze Produktionsprozess. Das gesamte Team hat innerhalb von 2 Monaten alle Interviews, Fotos und die gesamte Produktion organisiert. Diese Zeit war sehr stressig aber auch unglaublich intensiv und produktiv. 

WebMagazin: Wer sollte sich den Startup Guide Berlin auf jeden Fall kaufen? Wo und für welchen Preis kann man das tun?

Hannah Bahl: Der Startup Guide ist für alle Personen entwickelt worden, die ein generelles Interesse an der Startup-Szene und den sichtbaren und unsichtbaren Vorgängen haben. Es ist aber sicherlich auch ein spannendes Buch für alle, die seit langem eine Geschäftsidee mit sich rumtragen, und schon lange überlegen ob sie selbst ein Unternehmen gründen wollen. Im Guide finden sich jede Menge Ratschläge und Zitate, die dazu ermutigen, die Dinge einfach anzupacken und einen passenden Working Space zu finden. 

Den Startup Guide kann man online, im St. Oberholz, Betahaus und Voo Store kaufen. Die Online-Version kostet 6 Euro, die Hardcover-Version 12 Euro. Wir freuen uns sehr über jede Person, der wir in Berlin mit einem Guide in der Hand über den Weg laufen. 

WebMagazin: Immer mehr Menschen zieht es nach Berlin auf der Suche nach neuen Möglichkeiten und nach unternehmerischem Erfolg. Woraus setzt sich diese Anziehungskraft der Stadt zusammen und ist der Hype gerechtfertigt?

Hannah Bahl: Von allen internationalen Städten ist Berlin die, in der es noch sehr viel Raum zum Entfalten gibt. Im Vergleich zu anderen Startup-Städten ist der Lebens- und Arbeitsraum verhältnismäßig günstig. Berlin zieht außerdem sehr viele junge Leute an, sodass es sehr viele talentierte Arbeitskräfte gibt, die Interesse an kreativen und mutigen Geschäftsidee haben. Natürlich ist auch die Party-Szene in Berlin sehr spannend. Allerdings empfehlen wir hierbei dem Ratschlag von Duncan Gough, dem Gründer unseres portraitierten Startups Somewhere.com zu folgen: „Don’t spent every Night at Berghain…“  

WebMagazin: Im Startup Guide Berlin geben in der hiesigen Startup-Szene bekannte Unternehmer nützliche Ratschläge den Neuankömmlingen, die sich ohne großes Insider-Wissen in der deutschen Hauptstadt wiederfinden. Welche Tipps würdet ihr persönlich diesen Menschen geben? Was sollte der erste Schritt sein, um schnell Teil der Berliner Startup Community zu werden? 

Hannah Bahl: Der wichtigste Zugang (wenn man dauerhaft in Berlin aufschlagen möchte) sollte es sein, sich die Mühe zu machen, Deutsch zu lernen, da man dann ein ganz anderes Berlin kennenlernt, oder, wie es Michael Schmitz von SmarterGerman so schön sagt: „Learning German is like entering Hogwarts through the hidden trainstation…“ Danach sollte man vermutlich einen Working Space finden, der zu einem passt, da man dort auf interessante Leute trifft, die einem das Ankommen in Berlin erleichtern werden. Und um mal das Gefühl für die Berliner Weite zu bekommen, empfehlen wir einen Besuch auf dem Tempelhofer Feld, etwas Vergleichbares gibt es nämlich selbst in San Francisco, Tel Aviv, London oder New York nicht. 

 

 

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