Startup-Interview

Startup-Interview mit BEACONinside
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Wir haben BEACONinside auf dem BITKOM Trendkongress getroffen. Das Berliner Startup hat ein Beacon Management System entwickelt und vertreibt auch die passenden Sender zur Software.

Über Beacons die neusten Angebote und Produktinfos direkt vom Shop auf’s Smartphone gesendet bekommen – so sieht die Zukunft des stationären Einzelhandels aus. Die Beacons lassen sich überall in Räumen verteilen und können ortsrelevante Push-Nachrichten z.B. an einkaufende Kunden verschicken. Auch das Startup BEACONinside hat sich den kleinen Bluetooth-Sendern verschrieben und steht uns im Interview Rede und Antwort.

WebMagazin: Erklär uns doch bitte das Prinzip von BEACONinside, wie funktioniert Eure Idee? 

Michael Kappler: Beaconinside ermöglicht Unternehmen die Interaktion mit seinen Kunden am POS über sogenannte Beacons, also Bluetooth-Low-Energy Sender, die einem Handy seinen Standort mitteilen. Hat der Nutzer eine App des betreffenden Unternehmens auf seinem Handy installiert, können zum Beispiel individualisierte Push-Nachrichten gesendet werden. Innerhalb der App könnten zusätzliche Inhalte erscheinen oder es könnte sogar die Offline-Umgebung des Nutzers auf seine Anwesenheit reagieren, Stichwort ‚interaktive Displays’.

All diese Aktionen kann ein Geschäftskunde über unser “Kampagnen Management” anlegen, für jeden Beacon einzeln verwalten und zudem individuell auf einzelne User, ihr Verhalten, oder auch Tageszeiten anpassen. Auch ist eine Anbindung an das CRM-System unserer Kunden möglich, so dass wirklich mit jedem einzelnen Smartphone-Nutzer individuell interagiert werden kann. eben der B2C Kommunikation kann unsere Software aber auch unternehmensintern genutzt werden, beispielsweise zur Verwaltung von Meeting Räumen oder der Angabe von Aufenthaltsorten bei Mitarbeitern mit flexiblen Arbeitsplätzen.

WebMagazin:  Was macht BEACONinside besonders, wer sind Eure Mitbewerber und was unterscheidet Euch vom Rest?

Michael Kappler: Wir bieten unseren Kunden eine zuverlässige Komplettlösung, bestehend aus Hardware und Software. Deshalb haben wir neben dem Beacon Management System auch die Hardware selbst entwickelt und fertigen in Deutschland. Dadurch können wir einerseits die Verfügbarkeit und Qualität garantieren und anderseits auf spezielle Kundenanforderungen individuell eingehen. So werden unsere Lösungen aktuell auch schon in der Industrie erprobt.

Unser Mitbewerber konzentriert sich vor allem auf das Management der Beacons. Wir bieten im Gegensatz dazu fertige Use Cases für Geschäftskunden, sowie Agenturen und Partner. Wir helfen unseren Kunden dabei ihre Anwendungslogiken und individuellen Anforderungen abzubilden.

WebMagazin: Auf welcher Entwicklungsstufe befindet ihr euch gerade bzw. wann seid ihr live gegangen? Wie werdet ihr finanziert?

Kappler: Wir sind in Q1/2014 mit unseren ersten Kunden live gegangen. Darunter auch die ersten 30 ausgewählten McDonald’s Restaurants. Seitdem haben wir diverse Projekte im Handel und der Industrie umgesetzt. Unser Entwicklungsschwerpunkt ist, unsere Beacon Management Plattform weiter auszubauen, um noch mehr Interaktionen mit dem Endkunden, mit dem bestmöglichen Targeting, zu ermöglichen. Finanziert wurden wir bisher von Business Angels und Family Offices, die uns v.a. auch mit ihren Erfahrungen unterstützen.

WebMagazin: Was sind die Grundpfeiler Eures Monetarisierungskonzeptes, wie verdient Ihr Geld?

Kappler: Der Grundpfeiler ist ganz klar unsere Kampagnen Management Plattform, die wir als SaaS-Modell vermarkten. Unternehmen können also ihre komplette Beacon-Infrastrukture ohne eigenen IT-Aufwand verwalten und nutzen stets ein von Spezialisten entwickeltes, state-of-the-art Softwareprodukt. Zusätzlich Einnahmen enstehen durch den Vertrieb unserer Hardware. Über CONRAD Electronic werden wir z.B. bereits in über 15 Ländern vertrieben.

WebMagazin: Wie seid Ihr auf die Idee von BEACONinside gekommen und was habt Ihr vorher gemacht?

Kappler: Cornelius, Mitgründer von Beaconinside, und ich haben uns bei KaufDA kennengelernt, wo er für den Aufbau des Mobile Teams zuständig war und ich für das Business Development. Cornelius ging 2012 dann zu ebay, ebenfalls in den Bereich Mobile, wo er auch noch tätig war, als Apple im Sommer 2013 den iBeacon-Standard definierte und dem Thema so eine breite Aufmerksamkeit zukommen ließ.  Für uns war sofort klar, dass die neue Technologie eine Vielzahl von spannenden Nutzungsszenarien mit sich bringen würde. Da wollten wir mit einem eigenen Unternehmen dabei sein und den Markt mitgestalten.

WebMagazin: Und zum Schluss, warum Berlin? 

Kappler: Das ist einfach. Zunächst einmal, waren wir auf Grund unserer vorherigen Tätigkeiten bereits in Berlin und da die Stadt das Startup und Internet-/Mobile Zentrum Deutschlands ist, gab es natürlich auch keinen Grund für uns an unserem Standort etwas zu ändern.

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