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Startup Interview mit SEMKNOX
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Google hat die Online-Suche revolutioniert und sieht gnädig über Rechtschreibfehler sowie umgangssprachliche Formulierungen hinweg. Leider sind die meisten Online-Shops noch nicht so weit entwickelt und so führt nicht jede Produktsuche zum gewünschten Artikel. SEMKNOX ist ein Startup, das mit seinem Dienst Suchanfragenin Webshops optimieren will.

Erklären Sie uns doch bitte das Prinzip von SEMKNOX, wie funktioniert Ihre Idee?

SEMKNOX ist ein Startup aus Dresden und hat in den letzten zwei Jahren eine semantische Produktsuche entwickelt, welche in Umgangssprache formulierte Kundenwünsche beantworten kann. Anfragen wie „Suche aktuelle Digitalkamera für Unterwasseraufnahmen mit viel Speicherplatz“ oder „Notebook mit hochwertigen Lautsprechern und Bluray-Player“ können sehr präzise verstanden werden.

Auch sog. „weiche Anfragen“ wie „Bildschirm für Fotografen“ oder „Stylisches Handy mit toller Fotofunktion“, deren Beantwortung unabhängig von technischen Spezifikationen sind, kann die semantische Produktsuche von SEMKNOX auflösen. Weiterhin werden Rechtsschreibfehler korrigiert, verlässlich die angefragte Produktkategorie erkannt und auch spezifische Anfragen nach einzelnen Produkten beantwortet.

Was macht SEMKNOX besonders, wer sind Ihre Mitbewerber und was unterscheidet semknox vom Rest?

So etwas wie die SEMKNOX Produktsuche gibt es bisher noch nicht. Keine herkömmliche Suchtechnologie unterstützt Suchanfragen, die in natürlich formulierten Sätzen gestellt wurden, so als ob man mit einem Verkäufer im Laden vor Ort sprechen würde. Damit übernimmt SEMKNOX eine Vorreiterrolle und ist Teil des neuen semantischen Webs, das Web 3.0. Bisherige Suchalgorithmen basieren noch immer auf der Indexierung vorhandener Daten – wir gehen weit darüber hinaus und verknüpfen die vorliegenden Produktdaten der Webshops mit unserer internen Produktontologie.

Erst durch diese Ontologie werden umfangreiche Ableitungen möglich, so dass Produkte durch verschiedenste Formulierungen gefunden werden können. Als Ausgründung der TU Dresden bringen wir akademisches Knowhow mit den Bedürfnissen der Webshops und Preisvergleichsportale zusammen.

Auf welcher Entwicklungsstufe befinden Sie sich gerade?

Die Idee zur semantischen Produktsuche entstand bereits 2012 und es wurde bis Mitte 2013 ein Prototyp entwickelt. Mit der Gründung der SEMKNOX GmbH Anfang 2014 wurde die erste Produktversion freigegeben. Seit der CeBIT 2014 vertreibt die SEMKNOX GmbH die semantische Produktsuche an interessierte Webshops und Preisvergleichsportale.

Was sind die Grundpfeiler von SEMKNOX, wie verdienen Sie Geld?

Die semantische Produktsuche von SEMKNOX kann als SaaS von Onlineshops und Preisvergleichsportalen auf monatlicher Basis lizensiert werden. Die Höhe der monatlichen Abrechnung richtet sich nach der Menge der von SEMKNOX beantworteten Suchanfragen. Die konkreten Preise je beantworteter Suchanfrage staffeln sich nach monatlichem Suchaufkommen. Daneben bietet SEMKNOX weitere Dienstleistungen im Bereich SEO und SEM, die auf Verhandlungsbasis vergütet werden.

Wie ist die Idee von SEMKNOX entstanden und was haben die Gründer vorher gemacht?

Die Gründer von SEMKNOX haben sich als Absolventen bzw. Mitarbeiter der TU Dresden kennengelernt, wo die Idee zur semantischen Produktsuche entstand.

Warum hat SEMKNOX den Titel webinale Startup des Jahres verdient?

SEMKNOX ist eines der ersten Unternehmen, welche das Web 3.0, das semantische Web, mit einer Produktsuche einführt. Durch die fortschrittlichen Algorithmen und der in der Search Engine implementierten SEMKNOX Produktontologie können Suchanfragen wesentlich präziser beantwortet werden als bei Wettbewerbern.

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