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Startup-Interview mit vertragslotse.com
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Mobilfunk-, Strom- oder Fitnessstudio-Verträge: wer hat schon die Laufzeiten und Kündigungsfristen aller seiner Verträge im Kopf? Einmal nicht aufgepasst und die Abos verlängern sich wieder um 12 Monate automatisch. Das Startup vertragslotse.com bietet einen Vertrags-Service an, der dieses Problem lösen soll. In folgendem Interview erklärt der Gründer und Geschäftsführer Jan Hendrik Ansink, wie die Idee zu vertragslotse.com entstanden ist.

Erklären Sie uns doch bitte das Prinzip von vertragslotse.com, wie funktioniert Ihre Idee?

Laufzeitverträge für Strom, Mobilfunk, Internet oder Kfz-Versicherung sind schnell abgeschlossen. Dazu gehörende Aufgaben wie deren Fristen im Auge zu behalten, Kosten zu vergleichen oder zu einem besseren Angebot zu wechseln, wird aber von vielen gerne aufgeschoben. Viele Verbraucher empfinden das Verwalten von Verträgen als Belastung und Handeln nur, wenn es akut wird – wenn sich der unerwünschte Fitnessstudio-Vertrag gerade wieder um weitere 12 Monate verlängert hat.

Genau hier kommt vertragslotse.com ins Spiel. Mit unserem Vertragsassistenten sind Verbraucher in der Lage, zu jeder Zeit und von überall ihre persönlichen Verträge zu verwalten. Und das funktioniert so: Der Nutzer legt ein Profil an, in dem er mit Hilfe eines Abfrageprozesses die wirklich relevanten Vertragsdaten wie Laufzeit und Vertragsende abspeichert. Sind bestimmte Informationen nicht bekannt, recherchieren wir die Daten bei den jeweiligen Anbietern. Rechtzeitig vor Vertragsverlängerung erinnert der Dienst den Nutzer daran und schlägt auf Basis eines Vergleichs geeignetere Angebote vor. Die endgültige Entscheidung – kündigen, wechseln, verlängern – trifft natürlich immer der Nutzer selbst, ganz einfach mit einem Klick.

Was macht vertragslotse.com besonders, wer sind Ihre Mitbewerber und was unterscheidet vertragslotse.com vom Rest?

Mit vertragslotse.com kann der Verbraucher all seine Vertragsangelegenheiten mit einer einzigen Lösung verwalten. In seinem Account erhält der Nutzer auf einen Blick alle relevanten Informationen zu seinen Verträgen und kann auf dieser Basis sofort entscheiden, ob er kündigen, verlängern oder wechseln möchte und kann sich über Alternativangebote informieren.

Auf welcher Entwicklungsstufe befinden Sie sich gerade?

Wir blicken auf ein sehr erfolgreiches erstes Jahr zurück. Verbraucher haben unseren Dienst sehr gut angenommen und bewerten uns auf ekomi durchgehend positiv: Wir haben einen Zufriedenheitswert von über 97%. Mittlerweile zählen wir mehr als 80.000 Unique Visits pro Monat. Und das, obwohl wir mit unserer Lösung erst am Anfang der Entwicklung stehen. Aktuell arbeiten wir an der Umgestaltung und Weiterentwicklung unserer Services, um insgesamt noch nutzerfreundlicher zu werden und eine bessere Customer Experience zu schaffen. Parallel stehen die vertragslotse-Apps an – zunächst für iPhone User und anschließend für Android-Liebhaber.

Was sind die Grundpfeiler von vertragslotse.com, wie verdienen Sie Geld?

Grundsätzlich wollen wir unseren Nutzern ein kostenfreies Produkt bieten, daher ist vertragslotse.com für jeden gratis. Bestimmte Zusatzdienste wie z.B. der Kündigungsversand per Brief oder Einschreiben oder zukünftig auch die Recherche der Vertragsdaten sind kostenpflichtig. Dazu kommen noch Provisionen, die wir für die Vermittlung von neuen Verträgen erhalten.

Wie ist die Idee von vertragslotse.com entstanden und was haben die Gründer vorher gemacht?

Verbraucherstudien haben gezeigt, dass die Mehrheit der Deutschen keinen Überblick über ihre laufenden Verträge hat. Nur wenige haben Antworten auf Fragen nach der Laufzeit oder den Kündigungsfristen. Zudem bestätigen 600.000 monatliche Suchanfragen bei Google und eine potenzielle Zielgruppe von mehr als 20 Millionen Verbrauchern mit über 320 Millionen Laufzeitverträgen ein hohes Marktpotenzial. Bevor ich im Februar 2014 mit vertragslotse.com an den Start ging, gründete ich expertcloud, ein virtuelles Callcenter, in Berlin und leitete dieses 4 Jahre lang als geschäftsführender Gesellschafter. Ich habe an der European Business School, Stockholm und Harvard University studiert.

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