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Startup Lexikon
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Wie genau funktioniert eigentlich eine Mezzanine Finanzierung und was ist ein Lean Startup?

Oft werden manche Begriffe falsch verwendet. In unserem kleinen Startup Lexikon erklären wir gängige Anglizismen.

Lean Startup

Lean Startup bedeutet frei übersetzt so viel wie das „schlanke Startup“. Machen statt planen. Lean Startups versuchen in kürzester Zeit mit so wenig Kapital wie möglich zu launchen – Erfahrungen werden en passant gesammelt. „Learning by doing“ und „try and fail“ sind für Lean Startups keine Floskeln, sondern gelebte Alltagsrealität.

Seed Phase und Seed-Kapital

Wenn sich das Startup noch in der Seed Phase befindet, hat der Samen (Seed) noch nicht gekeimt. In dieser Frühphase ist ein möglicher kommerzieller Erfolg noch nicht abschätzbar. Das Seed-Kapital, auch Startkapital genannt, wird dazu verwendet, um ein Produkt zu entwickeln. Die Marktreife liegt noch in ferner Zukunft.

Business Angel

Der Business Angel ist tatsächlich eine Art Schutzengel für das Startup. Meist handelt es sich bei Business Angels um erfahrene Geschäftsleute oder Investoren mit einem hervorragenden Netzwerk. Sie unterstützen die Gründer, indem sie sie den richtigen Leuten vorstellen und auf wichtige Events mitnehmen.

Bootstrapping

Beim Bootstrapping verzichten die Gründer auf externes Kapital. Deshalb sind sie darauf angewiesen, so früh wie möglich ins operative Geschäft einzusteigen, um schnell einen Break Even Point zu erreichen. Bootstrap heißt auf Deutsch Stiefelschlaufe, also jene Einstiegshilfe, mit der man sich festes Schuhwerk für einen langen Marsch anzieht.

Mezzanine-Finanzierung

Mezzanine ist ein Begriff aus der Architektur, dass auf deutsch Halbparterre genannt wird: ein Zwischengeschoss nicht Erdgeschoss und auch nicht erstes Stockwerk. Dementsprechend bewegt sich eine Mezzaine-Finanzierung itgendwo zwischen Eigenkapital und Fremdkapital.

Crowdfunding vs. Crowdinvestment

Zwei Begriffe, die oft miteinander verwechselt werden sind das Crowdfunding und das Crowdinvesting. Bei beiden spielt die Crowd, also eine unbestimmte Anzahl an Geldgebern eine Rolle. Bei beiden handelt es sich um eine sogenannte Schwarmfinanzierung. Die Unterschiede liegen wie so oft im Detail.

Crowdfunding

In der Regel erhalten Geldgeber bei Crowdfunding-Kampagnen keine finanzielle Gegenleistung und beteiligen sich nicht am Unternehmen. Stattdessen erhalten Investoren als Dank das Produkt des Startups, eine Erwähnung auf der Webseite oder ähnliches.

Auf der Crowdfunding-Plattform Indiegogo wurden bereits 275.000 Kampagnen gestartet. 30 Prozent davon außerhalb der USA.  Weitere bekannte Crowdfunding-Plattformen sind Startnext.de, Kickstarter.com oder Seedmatch.de.

Crowdinvestment

Das Crowdinvestment ist, wie der Name schon sagt ein Investment. Das bedeutet, das dem Anleger am Wohl des Startups gelegen ist, weil er mit seiner Investitionsion Anteile erworben hat. Aus Sicht des Startups wird beim Crowdinvestment das Risiko auf viele kleine Investoren verteilt.

Exit

Wo geht es hier zum Ausgang? Diese Frage stellen sich viele Startups, und manche arbeiten regelrecht auf den Exit hin. Die Exit-Strategie beschreibt den verlustfreien Ausstieg aus dem Startup – im Idealfall sogar mit dem Millionen-Exit durch den Verkauf an ein anderes Unternehmen oder dem Börsengang (going public).

Internet-Konzerne wie Facebook und Google sind für ihre Startup-Shoppingtouren berühmt aber auch der sogenannte Buy Back, also der Rückkauf durch den Gründer ist ein mögliches Exit-Szenario.

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