Startup Relayr: Millionen für Sensor-Tool und Cloud
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Das IoT-Startup Relayr hat in der zweiten Finanzierungsrunde etwa 2,3 Millionen Dollar von US-amerikanischen und Schweizer Investoren für sein WunderBar-Sensorenbaukasten und eine geplante Entwickler-Cloud eingesammelt, teilte das Berliner Unternehmen mit. Wer bei dem Berliner Unternehmen einstieg, ist bisher unbekannt. Bei der letzten Sammelaktion kamen bereits 250.000 Euro von Freunden und Familie zusammen.

Ein Angebot von weiteren 500.000 Euro wurde Anfang des Jahres ausgeschlagen – die Entscheidung gegen das letzte Investment hat sich nun offenbar bezahlt gemacht. Relayr plant nun mit seiner pfiffigen Sensoren-Schokoladentafel und dem neuen Kapital sein Team auszubauen und auf dem US-Markt Fuß zu fassen.

WunderBar’e Idee mit sechs Sinnen ausgestattet

Der WunderBar-Baukasten, der wie eine Schokoladentafel aussieht, besteht aus sechs Sensoren und einem Hauptmodul. Die Sensoren zeichnen die Temperatur, Distanz, Licht, Feuchtigkeit und Bewegungsdaten auf und bieten einen Infrarot-Sender für Home-Entertainment-Systeme. Die einzelnen Sensoren lassen sich beispielsweise in einem Raum verteilen und die jeweiligen Daten über die Bewegung von Personen, den Wasserstand der Topfpflanze oder ob das Fenster mal wieder wegen zu hoher Luftfeuchtigkeit geöffnet werden sollte, werden an das Smartphone übermittelt.

Entwickler können mit dem IoT-Bausatz (Internet of Things) ihre passende App kreieren und die digitalen Sinne der Wunderbar auf unterschiedliche Weise nutzen. Das birgt gehöriges Potenzial, um die alltägliche Welt mit dem Internet zu verbinden. Zu den bisherigen Kunden von Relayr zählen Unternehmen wie Microsoft, LogiTech, Cisco oder SAP, heißt es bei TechCrunch.

Relayr-Cloud bietet  Entwicklern von IoT-Anwendungen Austausch

Neben dem Sensorenbaukasten ist auch eine Entwickler-Cloud geplant. Hier sollen alle gesammelten Daten der WunderBar zusammenkommen und von Entwicklern einsehbar sein. Mit einem Software Developer Kit und den entsprechenden Programmierschnittstellen können Entwickler gemeinsam neue Apps entwickeln.

WunderBar sei nur als Ausgangspunkt und Arbeitstool angedacht und eine kurzfristige Einnahmequelle, sagt Relayr-Mitgründer Jackson Bond gegenüber Techcrunch. Langfristig stehe der Cloud-Service im Mittelpunkt für Entwickler und Hersteller in Hinblick auf Datenverarbeitung und Visualisierung.

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