Startup-Interview

TobyRich: Smartphone gesteuerte Modellflugzeuge
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Modellflugzeuge war gestern? Die Macher von TobyRich entwickeln Gadgets, die sich mit dem Smartphone steuern lassen und bringen die Modellspielzeuge ins moderne Technologiezeitalter. Tobias Daszenko, einer der beiden Gründer, erzählt uns im Interview, wie die Gadgets funktionieren und wie es zu der Idee kam.

WebMagazin: Erklär uns doch bitte das Prinzip von TobyRich, wie funktioniert Eure Idee?

Tobias Daszenko: TobyRich entwickelt Smartphone-gesteuerte Gadgets wie z.B. Spielzeugflugzeuge oder kleine hoch-präzise Autos insbesondere für den Indoor-Bereich.

Weiterhin sind wir Experten im Bereich Bluetooth Smart, dem aktuellsten Funkstandard von Bluetooth. Daher kommen immer wieder Firmen mit Produkten auf uns zu, für welche wir die Smartphone-Steuerung realisieren. Wir können alles mit dem Smartphone steuerbar machen.

WebMagazin:  Was macht TobyRich besonders, wer sind Eure Mitbewerber und was unterscheidet Euch vom Rest?

Tobias Daszenko: Wir konzentrieren uns auf die Steuerung via Smartphone und versuchen den Piloten die Bedienung so einfach wie möglich zu machen aber dabei trotzdem noch ein anspruchsvolles Gadget zu bieten. Unser Fokus liegt auf Gadgets für den Indoor-Bereich wie das Büro, die Wohnung etc.

Wir sind Pioniere und Experten im Bereich Bluetooth Smart, d.h. wir sind besonders stark darin wenn Produkte nur sehr wenig Platz oder Gewicht für Steuerungseinheit und Batterie bieten; genau wie unser SmartPlane.

WebMagazin: Auf welcher Entwicklungsstufe befindet ihr euch gerade bzw. wann seid ihr live gegangen? Wie werdet ihr finanziert?

Tobias Daszenko: Unsere Produkte sind bereits seit über 1 Jahr auf dem Markt. Das SmartPlane ist sowohl in Europa als auch in den USA bei ausgewählten Online & Offline-Resellern erhältlich sowie über unsere Website tobyrich.com & smartplane.net. Die Finanzierung lief Anfangs über das EXIST-Gründerstipendien. Danach  haben die Gründer sowie Freunde, Familie und andere Nahestehenden in TobyRich „investiert“. Seit Ende 2013 ist die Bremer Aufbau-Bank Investor. Zur Zeit befinden wir uns in Verhandlungen mit diversen Investoren im Rahmen unserer Series-A, welche wir im Frühjahr 2015 abgeschlossen haben werden.

Einige unserer Kunden, die unsere Smartphone-Steuerungstechnlogie bestehend aus Bluetooth Smart Platine und App nutzen, habe ihre Projekte wiederum über Kickstarter oder Indiegogo finanziert. Davon haben auch wir natürlich finanziell profitiert. Prominente Beispiele sind der Power Up 3.0, der auf Kickstarter über 1,2 Mio. USD im Januar 2013 eingesammelt hat, VOCCA die sprachgesteuerte Lampe oder ganz aktuell der Carbon Flyer, der erste Smartphone gesteuerte Flieger aus Carbon.

WebMagazin: Was sind die Grundpfeiler Eures Monetarisierungskonzeptes, wie verdient Ihr Geld?

Tobias Daszenko: Wir verkaufen Hardware – unsere Gadgets sowohl über traditionelle Läden als auch im E-Commerce.

Wir stellen unsere Smartphone-Steuerungstechnologie anderen Firmen zur Verfügung. Meistens geht dies einher mit weiterer Produktentwicklung. Auch beherrschen wir die Massenherstellung in China und unterstützen unsere Kunden dabei.

WebMagazin: Wie seid Ihr auf die Idee von TobyRich gekommen und was habt Ihr vorher gemacht?

Tobias Daszenko: Mein Mitgründer Ulrich und ich sind beide Wirtschaftsingenieure. Uli ist der eigentlicher Ideengeber hinter dem weltweit ersten Smartphone gesteuerten Flugzeug, dem SmartPlane. Der Grundgedanke kam ihm schon im Grundstudium: Modelbauflugzeuge sind teuer, kompliziert, man muss sie zusammen bauen, man braucht viel Platz und gutes Wetter. Dazu benötigt jedes Flugzeug eine eigene Fernsteuerung. Die ist klobig und hässlich! Dazu ist Modelbau alles andere als „cool“.

Dies wollten wir ändern: ein Smartphone gesteuertes Indobor-Flugzeug für jedermann: ansprechend designed, intuitiv zu steuern und ready-to-fly!

Uli hat mit der Idee 2008 der Campusideenwettbewerb an der Universität Bremen gewonnen. Dies hat uns bestärkt! Nach dem Studium haben wir direkt losgelegt! Dies ging aber auch nur weil wir uns rechtzeitig auf das EXIST-Stipendium beworben hatten und dieses dann auch erhielten.

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