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Top FinTech Startups und Acceleratoren
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Sicherheit und Kontinuität: Dieses Image pflegen Banken seit Jahrhunderten. Gleichzeitig gilt der Finanzsektor als ein wichtiger Motor neuer technologischer Entwicklungen. So bot die Bank of Scottland bereits 1983 Onlinebanking an, damals unter dem Namen „Homelink“ bekannt.

Mit der voranschreitenden Digitalisierung unserer Gesellschaft wurde Online Banking im Laufe der Jahre salonfähig. Während 1998 lediglich 8 % aller Bankkunden Online Banking nutzten, waren es 2013 bereits 45 % Prozent – Tendenz steigend. Die Verbreitung von Smartphones und Tablets tragen dazu bei, dass diese Tendenz weiter ansteigt. Startups zählen heutzutage zu den Treibern technologischer Entwicklungen. Meist sind es alltägliche Hürden und kleine Probleme, die Gründer zu ihrer Geschäftsidee inspirieren. Besonders viel Aufmerksamkeit erregen derzeit FinTech-Unternehmen die mit ihren Konzepten die klassische Finanzbranche aufhorchen lassen.

Neue Ideen aus der Startup-Szene

Manche FinTech-Startups verkaufen ihre Unternehmen an Banken – die meisten treten aber in direkte Konkurrenz zu klassischen Finanzdienstleistern und bieten ihre Produkte zu deutlich günstigeren Konditionen über das Internet an oder nehmen Drittanbieter mit an Bord. Wie reagieren Banken also auf die innovativen Mitbewerber? Santander, eine der größten Banken weltweit, gab im Juli vergangenen Jahres bekannt, weltweit 100 Millionen US-Dollar in FinTech Startups investieren zu wollen. HSBC setzt noch einen drauf und möchte laut eigenen Angaben sogar 200 Millionen US-Dollar in Early-Stage-Tech-Unternehmen investieren. Banken bleiben also angesichts der zunehmenden Konkurrenz nicht tatenlos und lassen sich nicht kampflos die Butter vom Brot nehmen.

Startupbootcamp FinTech London

Startupbootcamp zählt zu einem der erfolgreichsten Accelerator-Programme für Startups. Aussichtsreiche Geschäftsideen werden unter anderem mit einem Pre-Seed-Investment sowie mit Büroräumen und einem Mentorenprogramm unterstützt. Im Gegenzug erhält das Startupbootcamp 8 Prozent Unternehmensanteile.
Während sich das Startupbootcamp in Berlin auf Geschäftsmodelle rund um die Themen Smart Transportation und Energie konzentriert, haben die Londoner Startupbootcamp-Kollegen FinTech für sich entdeckt.

Banken-Schwergewichte wie Lloyds, MasterCard und Rabobank unterstützen das Startupbootcamp in London und sichern sich damit einen Platz in den vordersten Rängen in Sachen FinTech-Innovationen in Europa. Alessandro Hatami, Digital Payments und Innovations-Chef von Lloyds Banking sagte über diese Zusammenarbeit:

„We will work with Startupbootcamp to advise Startups on how to become more effective in working with large financial institutions, especially by providing insight on customers’ needs and expectations”.

Es dürfte aber aber klar sein, dass Lloyds den Startups nicht nur aus reinster Nächstenliebe hilft.

Ein weiterer FinTech-Standort des Startupbootcamps befindet sich in Singapur.

Und in Deutschland?

Hierzulande hat bereits 2014 die Commerzbank mit „Main Incubator GmbH“, den ersten Inkubator für FinTech-Startups mit einem altehrwürdigen Finanzinstitut als Anker-Investor gegründet. Das hundertprozentige Tochterunternehmen fördert und investiert in Startups mit innovativen Lösungen und Schwerpunkt auf dem Firmenkundengeschäft. Die Startups sollen neue Ideen in die traditionellen Konzepte der Commerzbank bringen.

Die ausgewählten Unternehmen werden ab ihrer Gründung unterstützt und die Entwicklung der Produkte und Lösungen bis zur Marktreife begleitet. Die Startups sollen dabei vom Netzwerk der Bank profitieren. Damit reagiert die Commerzbank auf sich wandelnde Kundenbedürfnisse.

Die so entstehenden Innovationen sollen alle Bereiche des Bankgeschäftes abdecken:

„Dies kann sich von Mobile Payments und Banking, Peer-to-Peer-Financing und Crowdsourcing, neuen Kommunikationsinstrumenten und -wegen, Kundenbindungs- und Anwenderprogrammen, Prozessinnovation auf Kunden- und Bankseite bis hin zu Informationsgewinnung und -verarbeitung erstrecken“ sagt Christian Hoppe, Gründer und Mitglied der Geschäftsführungvon Main Incubator GmbH.

Nachdem wir nun so viel über FinTech Startup-Förderprogramme gesprochen haben, sollten wir einen Blick auf die erfolgreichsten FinTech Startups werfen. Forbes hat vor einige Monaten eine Liste mit den zehn vielversprechenden FinTech Startups veröffentlicht. In der illustren Runde findet sich leider kein einziges deutsches Unternehmen. Zwei Startups kommen aus Großbritannien, zwei stammen aus den USA und zwei aus Osteuropa. Hier ist eine Liste mit den FinTech Startups, die wir im Auge behalten sollten:

Creditable – Südafrika

Das südafrikanische Startup Creditable hat das oben erwähnte Startupbootcamp-Proramm durchlaufen. Mit Creditable können Arbeitgeber Kredtite an ihre Arbeitnehmer vergeben.

M-Changa – Kenia

Ebenfalls aus Afrika stammen die Gründer des kenianischen Startups M-Change. M-Change bietet eine mobile Crowdfunding Plattform an. User können so leicht und schnell per Smartphone App wohltätige Projekte unterstützen.

Liquity – Großbritannien

Liquity ist ein Online-Marktplatz für Unternehmensanteile und bringt Investoren und Shareholder von Unternehmen zusammen.

UP Investments – Großbritannien

UP Investments bezeichnet sich selbst als eine Art Crowdfunding-Supermarkt, in dem man auf digitale Einkaufstouren gehen kann und Investments aus allen führenden Crowdfunding-Plattformen managen kann.

Tab – USA

Tab ist ein Real-Time Social-Payment-Network, das in bereits vorhandene Banksysteme intergriert werden kann.

 

 

Epiphyte – USA

Epiphyte widmet sich der Datensicherheit und bietet Softwarelösungen im Bereich Cryptofinance an.

milliPay Systems – Schweiz

Das Schweizer FinTech Startup möchte den Usern die Angst vor mobilen Micropayment nehmen, indem Geldtransfers mit einem selbst entwickelten Krypto-Protokoll abgesichert werden.

InvoiceSharing – Niederlande

Wie der Name schon verrät geht es bei InvoiceSharing um digitale Rechnungen. User haben die Möglichkeit, auf der InvoiceSharing-Plattform kostenlos Rechnungen zu verschicken.

Insly – Estland

Insly ist eine Software für Versicherungen. Das Startup ist eines von zwei Unternehmen aus Osteuropa, die es in die Forbes Top Ten geschafft haben.

Friendlyscore

Die Macher von FriendlyScore nutzen die API von Facebook, werten die Daten aus und berechnen somit die Kreditwürdigkeit von Usern.

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