Uber vs. Lyft – Startup expandiert nach New York
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Das Transport-Startup Lyft expandiert nach New York. Noch diesen Freitag will der Fahr-Dienst dort seinen Service starten – und die großen, pinken Schnurrbärte auch durch Brooklyn und Queens schicken.

Das Unternehmen wurde 2012 gegründet und hat seinen Sitz in San Francisco. Lyfts eigene App vermittelt Nutzer an Fahrer mit Auto, gegen ein Entgelt. Um sich zu erkennen zu geben, befestigen Fahrer einen pinken Schnurrbart an ihrem Auto.

Taxi-Kokurrent Lyft in New York

Besonders bei Lyft ist, dass es keinen festgesetzten Preis gibt, stattdessen erhalten Fahrer eine Spende von ihren Passagieren. Durch die Einsparung vieler Kosten, die ein Taxiunternehmen aufbringen muss (z.B. Versicherung oder Funkanlagen), liegt der durchschnittliche Preis einer Tour weit unter den standardmäßigen Taxitarifen. Die Firma selbst spricht von einer Reduzierung von etwa 30 Prozent. Derzeit operiert das Startup in 60 US-amerikanischen Städten, darunter Los Angeles, Seattle und Washington D.C. Nun soll der Sprung nach New York gewagt werden.

Lyft mit seinem pinken Schnurrbart-Logo, möchte den Service zunächst in Brooklyn und Queens starten – Gegenden, die am schlechtesten durch öffentlichen Nahverkehr versorgt sind. Zielgruppe sind Menschen, die aus diesen Stadtteilen preisgünstiger von A nach B kommen wollen. Zum Start in New York, sollen bereits über 500 Lyft-Fahrer rekrutiert worden sein, um einen sinnvollen Ablauf zu gewährleisten.

Konkurrenz zu Uber

Es liegt auf der Hand, dass Lyft in starker Konkurrenz zur Limousinen- und Transport App Uber stehen wird. Letzteres hat einen gewaltigen Vorsprung im Big Apple, ist schon seit Längerem etabliert und bietet außerdem auch Fahrten von Manhattan aus an. Die beiden werden um Kunden, Strecken und Preise rivalisieren. Lyft legt bereits vor: Neuankömmlinge sollen zwei Wochen lang freie Fahrten zur Verfügung stehen.

Kampf gegen Behörden und Taxiunternehmen

Nicht nur gegeneinander müssen sie angehen, beide Services müssen sich einer ständigen Auseinandersetzung mit Behörden und Taxiunternehmen, wie zum Beispiel Uber in Deutschland, aussetzen, welche die Anbieter verbieten lassen wollen. Lyft umgeht viele rechtliche Hürden dadurch, dass keine der Mitarbeiter tatsächlich angestellt sind.

Es wird sicherlich noch ein holpriger Weg werden, aber vielleicht kann sich das Startup – welches derzeit einen Wert von über 300 Millionen US-Dollar hat – mit seinen flauschigen Bärten in die Herzen der Anwohner Brooklyns und Queens fahren.

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