BAFA: INVEST

über 100 Millionen Euro Wagniskapital für junge innovative Start-Ups
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Nach über zwei Jahren seit dem Start des Förderprogramms INVEST – Zuschuss für Wagniskapital“ zieht das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie eine erfreuliche Bilanz.

Mit dem vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) im Mai 2013 gestarteten Förderprogramm „INVEST – Zuschuss für Wagniskapital“ wurden bisher bei Business Angels und Investoren über 100 Millionen Euro Wagniskapital für Startups mobilisiert. Jedes Investment wird mit 20 Prozent der Investitionssumme bezuschusst. Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) hat als ausführende Behörde bis August diesen Jahres Zuwendungsbescheide an Investoren in einer Gesamthöhe von rund 21 Mio. Euro bewilligt. Den bewilligten Mitteln steht daher ein Investorenengagement zugunsten von Startups von über 100 Millionen Euro gegenüber.

Mit INVEST erhalten private Investoren, die sich mit mindestens 10.000 Euro am Eigenkapital eines jungen innovativen Unternehmens beteiligen, 20 Prozent der Beteiligungssumme als Zuschuss erstattet. Gleichzeitig werden mit INVEST kapitalsuchende Unternehmen unterstützt. Sie erhalten im Rahmen des Antragsprozesses ihre Förderfähigkeit für INVEST bestätigt. Damit können die Unternehmen bei potenziellen Investoren um Kapital werben. Für die administrative Umsetzung von INVEST ist das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) zuständig. Bereits im ersten Jahr konnte INVEST der Start-up- und Business Angel-Szene einen wichtigen Impuls geben: Über 350 Beteiligungen privater Investoren an jungen innovativen Unternehmen wurden unterstützt. Mit Zuschüssen von insgesamt 5,3 Mio. Euro wurde Wagniskapital von über 25 Mio. Euro für junge innovative Unternehmen mobilisiert.

Voraussetzungen

Damit die Anteile, die der Investor an dem Unternehmen erwirbt, bezuschusst werden können, muss das Unternehmen einige Förderbedingungen erfüllen. Dazu zählt, dass es sich um ein Unternehmen handeln muss, das jünger als zehn Jahre ist. Das Unternehmen muss eine Kapitalgesellschaft mit Hauptsitz in der EU sein, mit wenigstens einer Zweigniederlassung oder Betriebsstätte in Deutschland, die im Handelsregister eingetragen ist. Als klein gilt das Unternehmen, wenn es über weniger als 50 Mitarbeiter (Vollzeitäquivalente) verfügt und einen Jahresumsatz oder eine Jahresbilanzsumme von höchstens 10 Millionen Euro hat. Das Unternehmen muss zum Beispiel der ITK-Branche angehören.

Dr. Arnold Wallraff, Präsident des BAFA, betont: „Das Ergebnis ist aus meiner Sicht sehr erfreulich, denn: Auch wenn in kleinen Unternehmen erst einmal nur wenige Arbeitsplätze pro Unternehmen entstehen, ist doch der volkswirtschaftliche Gesamteffekt erheblich.“ Damit soll das Programm ein wichtiger Schritt auf dem Weg, die Versorgung junger innovativer Gründungsunternehmen mit ausreichendem Startkapital zu verbessern.

Aufmacherbild: Stack of hands via Shutterstock, Urheberrecht: cate_89

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