Kinderhilfswerk der UN fördert Tech-Startups mit 9 Mio. Dollar

UNICEF legt Förderprogramm für soziale Startups auf
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UNICEF hat ein neun Millionen Dollar umfassendes Programm aufgelegt, um den Zugang von Kindern und jungen Menschen zu Informationen zu fördern. Das Geld des UNICEF Innovation Fund soll an Tech-Startups fließen, deren Open Source-Projekte die Ausbildung und gesellschaftliche Teilhabe von Kindern und jungen Leuten weltweit verbessern sollen.

Derzeit sieht das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen pro Projekt ca. 50.000 Dollar vor, die nach dem Prinzip von Risikokapitalen an ausgewählte Startups verteilt werden. Dabei soll der UNICEF Innovation Fund auch Länder berücksichtigen, die in diesem Wirtschaftsbereich bislang von Kapitalflüssen ausgeschlossen blieben, so UNICEFs Innovation Co-Lead Christopher Fabian. Ob die Projekte später erfolgreich sind oder nicht, spielt allerdings keine Rolle. Wichtig ist allein, dass sie mit dem Anspruch antreten, Kindern und Jugendlichen in den ärmsten und unsichersten Regionen der Welt dabei zu helfen, besser an Informationen zu gelangen.

Um Gelder zu erhalten, müssen die Beiträge bereits als Working Prototype vorliegen und später als Open Source-Material veröffentlicht werden. Die Produkte sollen auf vielfältige Weise Lern- und Entscheidungsprozesse von und für Kinder unterstützen. UNICEF hat drei thematische Bereiche für den UNICEF Innovation Fund vorgegeben. Gefördert werden:

  • Produkte für unter 25-Jährige, die sowohl deren Zugang zur Informationen und Services erleichtern, als auch den Austausch unter den Jugendlichen selbst ermöglichen. Sie sollen sich so nicht nur ein Bild von ihrer Umwelt machen und informierte Entscheidungen fällen können, sondern gleichzeitig in die Lage versetzt werden, selbst zur Lösung ihrer Probleme beizutragen.
  • Technologien, die in Echtzeit Informationen für diejenigen bereitstellen, die in der Position sind, politische Entscheidungen von gesamtgesellschaftlicher Reichweite anzusprechen und zu fällen. Dergestalt sollen Transparenz, Verantwortlichkeiten und Monitoring-Techniken systematischer organisiert werden.
  • Projekte, die die informationelle Infrastruktur ausbauen.

Darüber hinaus hat die UN-Organisation noch weitere Bedingungen für Förderanträge gestellt. So müssen die Antragsteller aus Ländern kommen, die im UNICEF Programm registriert sind (Liste „UNICEF Programme Countries by Region“). Andere Kriterien, wie z.B. Teamgröße und absehbare Relevanz des Projekts in der Zukunft, kann man auf der Homepage des Projekts einsehen.

Andere Fördermöglichkeiten für soziale Startups

Mittlerweile gibt es eine breite Auswahl an Förderprogrammen für Startup-Ideen aus allen nur denkbaren Wirtschaftszweigen. Auch sozial orientierte Startups können davon profitieren. Das Problem ist lediglich, das richtige Funding fürs eigene Startup-Projekt zu finden. Auf jeden Fall ist das großangelegte Projekt Horizon 2020 der Europäischen Union einen Blick wert, da es sich auch mit sozialen Innovationen beschäftigt. Ansonsten hat Fabian Klein eine Zusammenstellung von Gründerstipendien und Förderprogrammen zur Verfügung gestellt. Eine vergleichbare Sammlung speziell für Social Startups findet sich im Blogeintrag von Tristan Pollock.

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