Interview mit Elias Atahi, Mitgründer und CXO von unu

unu: Smarte Elektroroller für Großstädter
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unu, ein smarter Elektroroller, fährt seit Juli 2014 auf deutschen Straßen und verspricht Unabhängigkeit von Zapf- oder Ladesäulen sowie abgasfreien Fahrspaß.

Wir haben uns mit den Machern des Elektrorollers über ihr Startup unu, die Vorteile des Mobilitätsgadgets für Großstädter und die Zukunftspläne der Unternehmer unterhalten.

WebMagazin: Erklär uns doch bitte das Prinzip von unu, wie funktioniert Eure Idee?

Elias Atahi: Wir glauben an Städte, in denen alle Menschen die Möglichkeit haben, das volle Potential ihrer Stadt zu nutzen. Vor allem wenn wir uns heutige Städte wie Paris, London oder Berlin anschauen, sehen wir, dass die meisten Menschen durch mangelhafte Mobilität ein eingeschränktes Leben leben:

Öffentliche Verkehrsmittel sind unflexibel, mit dem Auto steht man entweder im Stau oder ist auf Parkplatzsuche, Taxis sind teuer, mit dem Fahrrad oder zu Fuß ist man zu langsam und unbeweglich.

So verpassen wir alle permanent Möglichkeiten und Erfahrungen, die unsere Stadt uns eigentlich zu bieten hätte. Deswegen sehen wir bei unu uns in der Pflicht, die eine Mobilitätslösung für unsere Städte zu kreieren, die die Menschen wieder vollkommen mit ihrer Stadt verbindet. Unser erstes Produkt ist ein smarter Elektroroller, der dank portabler Batterien einfach überall zu laden ist und dank eines unkonventionellen Geschäftsmodells mit 1700 € bezahlbar ist. Mit dem unu Elektroroller verschwendet man keine Zeit bei der Parkplatzsuche und kommt durch jeden Stau superschnell von einem Punkt der Stadt zum anderen.

WebMagazin: Was macht unu besonders, wer sind Eure Mitbewerber und was unterscheidet Euch vom Rest?

Elias: unu ist als erstes Elektrofahrzeug wirklich leicht von jedem nutzbar: Wir haben leichte portable Batterien entwickelt, die man einfach und überall an jeder Steckdose laden kann – sei es zu Hause, im Büro, oder wo auch immer.

unu ist nicht nur in der Anschaffung dank eines in der Industrie neuen Geschäftsmodells (Produktion auf Anfrage & Direktvertrieb) mit 1700 € preiswert, sondern dank der Unabhängigkeit von Benzin auch im Betrieb (ca. 40 € Stromkosten im Jahr).

WebMagazin: Auf welcher Entwicklungsstufe befindet ihr euch gerade bzw. wann seid ihr live gegangen? Wie werdet ihr finanziert?

Elias: Nach knapp 1,5 Jahren Prototyping und Betatests sind wir diesen Sommer im Juli gelauncht und haben seitdem schon über 250 unus auf deutsche Straßen gebracht. Durch unsere wöchentliche Produktion auf Anfrage waren wir in der Lage, das Produkt ständig auf Basis von Nutzererfahrungen weiter zu verbessern, was wir auch in Zukunft weiter machen werden.
2015 stehen spannende Produktweiterentwicklungen an, mit denen wir unu zum perfekten Mobilitätsgadget für unsere Städte machen möchten – wobei wir uns von der Denkweise traditioneller Fahrzeughersteller wie schon beim Vertriebsmodell komplett lösen. Mehr dazu dann nächstes Jahr!

Dass es uns so überhaupt gibt, haben wir zwei deutschen Business Angels zu verdanken, die uns sehr früh vertraut haben und mit dem ersten Investment an Bord gekommen sind. Weiterhin unterstützt uns seit kurzem Michael Baum, ein Investor aus dem Silicon Valley und Gründer von www.founder.org, der mit einer siebenstelligen Summe bei unu eingestiegen ist. Dazu kommen staatliche Förderer wie die Europäischen Union und der deutsche Staat.

WebMagazin: Wie seid Ihr auf die Idee von unu gekommen und was habt Ihr vorher gemacht?

Elias: Pascal und ich kennen uns schon seit fast 15 Jahren, wir sind zusammen zur Schule gegangen. Nach der Schule haben sich unsere Wege getrennt – Pascal in Richtung Wirtschafts- und Politikwissenschaften am Bodensee und ich in Richtung Elektro- und Informationstechnik in München. Kurz vor Ende unseres Studiums waren wir zufällig zur gleichen Zeit in Asien. Pascal an der Beijing University und ich an der National University of Singapore. Als wir beide in Peking gelebt haben, wo Motorroller extrem verbreitet sind, waren wir begeistert davon, in welchem Ausmaß ein einfacher Roller dir einen ganz anderen Zugang zu der Stadt gibt, in der du lebst. Davon inspiriert, haben wir beschlossen, unu zu gründen.

WebMagazin: Und zum Schluss, warum München?

Elias: München war ein guter Startpunkt für die Gründung unseres Unternehmens. Durch unser starkes lokales Netzwerk, speziell die Unterstützung des Münchner Center for Digital Technology and Management (CDTM), konnten wir früh und schnell Investoren und Förderer für die Idee unu gewinnen.

Nach den ersten Schritten haben wir uns nun beschlossen Anfang 2015 nach Berlin zu ziehen, in dessen lebhaftem Stadtumfeld wir uns mit unserer Vision und Mission wohler fühlen.

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© 2014 unu GmbH

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© 2014 unu GmbH

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