Startup Interview

Updatemi fasst Nachrichten in 6 Punkten zusammen
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Das Startup Updatemi will mit seinen personalisierten 6-Punkte Nachrichten die Kommunikation und News-Konsum noch effizienter machen und auf lange Sicht, die Informationsflut auf ebendiese sechs Punkte beschränken. Die Gründer Andreas Schietz und Michael Hirschbrich erzählen, wo die Reise hingehen soll.

WebMagazin: Erklären Sie uns doch bitte das Prinzip von Updatemi, wie funktioniert Ihre Idee?

Updatemi serviert Usern hochwertige, zeitsparende und personalisierte Updates in Form von sechs Punkten. Dazu wird einfach die App am Smartphone installiert sowie Schlagwörter und Kategorien definiert und schon wird man per Push-Nachrichten laufend informiert. Updatemi gibt es zudem Co-gebranded für die Unternehmens- und Kundenkommunikation.

WebMagazin: Was macht Updatemi besonders, wer sind Ihre Mitbewerber und was unterscheidet Sie vom Rest?

Unsere Updates sind ein neues Medien-Format bestehend aus einer Überschrift, einer Illustration und sechs Bulletpoints mit jeweils maximal 65 Zeichen. Dadurch lassen sich zehnmal mehr Nachrichten in einem Drittel der Zeit verarbeiten. Unsere User sind mit den Updates zudem so gut informiert, dass im Durchschnitt nur rund 15 Prozent auf den weiterführenden Artikel klicken. Mit unseren Updates aggregieren wir nicht nur Inhalte im Netz wie andere Mitbewerber, sondern schaffen neuen Content und haben damit das Urheberrecht auf unserer Seite.

WebMagazin: Auf welcher Entwicklungsstufe befinden Sie sich gerade bzw. wann sind Sie live gegangen? Wie werden Sie finanziert?

Updatemi startete im Januar diesen Jahres. Wir haben eine stark wachsende Anzahl an Usern und wichtige Kooperationspartner gewinnen können. Beispielsweise setzt die österreichische Tochter der Neuen Züricher Zeitung auf unsere Technologie. Wir forcieren zudem gerade das Firmenkundengeschäft und sind bereits mit zwei börsengelisteten Konzernen in der Implementierungsphase, die unser System in der internen Kommunikation verwenden werden.

Für Updatemi haben wir insgesamt bereits 1,2 Million Euro aufgestellt. Wir sind als Gründer selbst investiert und haben zudem mehrere Investoren von unserer Vision überzeugen können. Soeben haben wir eine Seed-Runde in der Höhe von 500.000 Euro erfolgreich abgeschlossen. Bei der Investorensuche, der Equity Story und der Deal Strukturierung hat uns das auf Venture Capital spezialisierte Beratungsunternehmen Venionaire Capital geholfen, das nun die anschließende Series-A-Runde strukturieren wird. In dieser Finanzierungsrunde wollen wir nochmals über zwei Millionen Euro einwerben. Das Geld wird neben dem B2B-Ausbau auch in die US-Expansion und der weiteren Technologieentwicklung fließen.

WebMagazin: Was sind die Grundpfeiler Ihres Monetarisierungskonzeptes, wie verdienen Sie Geld?

Unser Ziel ist es, einen semantisch so intelligenten Algorithmus zu bauen, der versteht, welche Informationen in einem Text relevant sind und diese autonom in sechs Punkte zusammenfasst – sei das eine umfangreiche Marktstudie oder neueste Wirtschaftsnachrichten. Das ist gerade für große Unternehmen interessiert, die derzeit unter einer enormen Informationsflut leiden.

Firmen können schon heute ihre Kunden und Mitarbeiter im Updatemi-Format informieren. Das hat enorme Vorteile, denn bestehende Newsletter- und Intranetanwendungen erreichen die Kunden und Mitarbeiter nicht mehr. Die Nutzer erhalten mit Updatemi nicht mehr langatmige PDFs oder Newsletter, sondern lesen Unternehmensinfos zwischen ihren gewohnten journalistischen Nachrichten. Unsere App erscheint dabei Co-gebranded.

Unsere Technologie verkaufen wir zudem an Medien und Nachrichtenagenturen, die damit sich Leser noch effizienter und schneller informieren können und 2016 werden wir mit „Sponsored Updates“ ein neues Werbeformat in unsere App einführen.

WebMagazin: Wie sind Sie auf die Idee von Updatemi gekommen und was haben Sie vorher gemacht?

Wir sind zwei Gründer mit ganz unterschiedlichem Background. Michael ist der News-Junkie, der viel Zeit investiert hat, um relevante Infos zu bekommen. Andreas hat aufgrund der enormen Informationsflut überhaupt keine Nachrichten mehr konsumiert. Gespräche mit Bekannten und Freunden zeigten, dass so gut wie jeder vor dem gleichen Problem stand. Das brachte uns auf die Idee, ein Format zu schaffen, das beide Seiten bedient.

Wir arbeiten schon 2007 bei unterschiedlichen Projekten zusammen, zuletzt verantworteten wir ein millionenfach skalierendes Musikportal. Seit zwei Jahren konzentrieren wir uns aber ausschließlich auf Updatemi.

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