Startup-Interview

Veedu stellt eLearning Plattform für Azubis vor
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Jeder vierte Azubi bricht seine Ausbildung ab. Das heizt den Fachkräftemangel noch weiter an. Das Startup veedu hat eine Lernplattform entwickelt, die Auszubildende unterstützen und langfristig für mehr Abschlüsse sorgen soll. Das Team stellt sich unserem Startup-Interview.

WebMagazin: Erklärt uns doch bitte das Prinzip von veedu, wie funktioniert Eure Idee?

Wir bereiten auf unserer E-Learning-Plattform veedu Ausbildungsinhalte verständlich, spannend und interaktiv auf: Wir helfen Azubis aller Branchen, mit unterhaltsamen und zielgruppenorientierten Lern-Videos, intensiver Betreuung und einem motivierenden Gamification-Konzept, das Fachwissen ausbildungsbegleitend aufzuarbeiten. So unterstützen wir die Unternehmen dabei, ihre Ausbildungsjahrgänge tatsächlich zum Abschluss zu führen. Mit veedu sollen Ausbildungsabbrüche und Lern-Probleme bei Azubis schon bald der Vergangenheit angehören!

WebMagazin: Was macht veedu besonders, wer sind Eure Mitbewerber und was unterscheidet Euch vom Rest?

Es gibt zahlreiche E-Learning-Angebote im Netz – eines auf unsere Zielgruppe zugeschnittenes Angebot, welches unsere verschiedenen Komponenten beinhaltet, findet sich allerdings nicht. Mit veedu gelangen Azubis auf spielerische Art und Weise durch die Ausbildung. Wie das geschehen soll? Mit einem neuartigen Online-Kurskonzept für Auszubildende, über das wir fachliche und komplexe Lerninhalte durch den Einsatz von zielgruppennahen und unterhaltsamen Kurzvideos, spielerischen Elementen und der Anwendung einer persönlichen Online-Betreuung vermitteln. Die interaktiven Videos auf der Online-Plattform werden zusätzlich durch animierte Grafiken und weiterführende Informationen unterstützt. Somit lassen sich komplexe Sachverhalte für die Auszubildenden eines Unternehmens verständlich und unterhaltsam darstellen.

WebMagazin: Auf welcher Entwicklungsstufe befindet Ihr Euch gerade bzw. wann seid Ihr live gegangen? Wie werdet Ihr finanziert?

Ende September 2015 erfolgte der Startschuss von veedu für eine dreimonatige Pilotphase mit dem Fach Rechnungswesen für kaufmännische Berufe und Azubis von 50 teilnehmenden Unternehmen. Bereits zwei Wochen nach Live-Gang konnten wir weitere 50 Unternehmen für veedu gewinnen, die nach einer Probenutzung die Option besitzen, kostenpflichtig auf all unsere Inhalte zuzugreifen. Die Startfinanzierung ermöglichte uns die Umsetzung zweier Aufträge zur Erstellung von Online-Kursen. Aktuell sind wir auf der Suche nach Investoren, mit deren Unterstützung wir weitere Themenfelder entwickeln möchten, um die Anzahl der Ausbildungsabbrüche weiter zu senken!

WebMagazin: Was sind die Grundpfeiler Eures Monetarisierungskonzeptes, wie verdient Ihr Geld?

Nach unserer Pilotphase soll eine Finanzierungssäule veedu Azubi, Online-Kurse für Auszubildende, sein. Unternehmen bezahlen für Ihre Azubis einen monatlichen Fixpreis, sodass diese auf die Inhalte der Plattform zugreifen und die Intensiv-Betreuung bei Bedarf in Anspruch nehmen können.

Außerdem produzieren wir mit veedu solutions – unserem Agentur-Geschäft, das die zweite Finanzierungssäule darstellt – individuelle Online-Kurse aus einer Hand. Dieses Angebot umfasst, neben der Bereitstellung der Plattform, die Erstellung von Inhalten, Aufgaben, Lernspielen sowie den Dreh von individuellen Lern-Videos. Unternehmen aller Branchen, Stiftungen oder Vereine haben so die Möglichkeit, die Aus- und Weiterbildung Ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter effizienter, unterhaltsamer, ortsunabhängiger und erfolgreicher zu gestalten.

WebMagazin: Wie seid Ihr auf die Idee von veedu gekommen und was habt Ihr vorher gemacht?

In Deutschland wird im Schnitt jeder vierte Ausbildungsvertrag vorzeitig aufgelöst – ein Grund, warum vielerlei Branchen ein Fachkräftemangel attestiert wird. 2012 arbeitete u.a. Robert Greve, Ashoka-Fellow und Gründer von SWiM Bildung und SchulePLUS, an einem Pilotprojekt, welches kaufmännische Azubis von insgesamt 22 Unternehmen ausbildungsbegleitend mit Präsenzseminaren unterstütze. Nicht nur der Bedarf, sondern auch der Erfolg dieses dreijährigen Projektes war so groß, dass sich Robert im Januar 2015 mit seinem Team um Markus Hardt und Tobias Ilg dazu entschloss, das Offline-Projekt ins Netz zu bringen und Auszubildende über Online-Kurse zu unterstützen. veedu war offiziell geboren!

Markus war lange Zeit als Molekular-Biologe tätig, ehe er seine wahre Leidenschaft, die des Filmemachens, zum Beruf machte und heute für die Produktion der Lehrvideos verantwortlich ist. Tobias arbeitete als Online-Redakteur für Digital- und Printmedien und im Bereich Suchmaschinenoptimierung in einer Web-Agentur, ehe er die Konzeption und Umsetzung sowie das Marketing von veedu übernahm. Kurz nach Gründung kamen außerdem für die Redaktion und didaktische Konzeption die Mathematik- und Spanisch-Lehrerin Franziska Kappler, der für den Bereich Finanzen und Business Development verantwortliche Finanzmathematiker Julian Fürstenau sowie der bereits unter anderem für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk und privaten TV- Produktionsfirmen tätige Drehbuchautor Lucas Flasch hinzu. Das Kernteam wird komplettiert durch zahlreiche Freelancer aus den Bereichen Design, Technik, Redaktion und Schauspiel.

WebMagazin: Und zum Schluss, warum Berlin?

Berlin bietet einen ansteckenden Erfindergeist, macht Lust auf neue Projekte und ist stets offen für kreative Ideen. Außerdem sind hier unsere Partnerunternehmen, viele Bildungseinrichtungen und unser erweitertes Freelancer-Team ansässig. Von den Vorzügen, die diese Stadt außerhalb der Berufswelt bietet, müssen wir gar nicht erst sprechen!

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