Chinesischer Smartphone-Hersteller ist 45 Milliarden US-Dollar wert

Xiaomi sammelt eine Milliarde Dollar ein
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Chinas Smartphone-Gigant ist weiterhin auf Erfolgskurs. Der nächste Schritt könnte die internationale Expansion sein.

Der chinesische Smartphone-Hersteller Xiaomi konnte sich in einer neuen Finanzierungsrunde eine Milliarde US-Dollar sichern. Mit der jüngsten Kapitalspritze steigt die Bewertung des rasant wachsenden Unternehmens auf rund 45 Milliarden US-Dollar.

Wie das Wall Street Journal berichtet, zählen zu den Investoren unter anderem All Star Investments — ein Fonds des ehemaligen Morgan Stanley-Analysten Richard Ji — sowie bereits bestehende Geldgeber. Außerdem soll eine mit Alibaba verbundene Private Equity Firm beteiligt sein. Die Finanzierungsrunde soll am nächsten Montag abgeschlossen werden.

Xiaomi ist unter den weltweit wertvollsten Startups

Mit der neuen Bewertung ist Xiaomi eines der wertvollsten Technologie-Startups weltweit. Sogar Uber, das erst letztlich eine weitere Finanzierungsrunde abschließen konnte, welche den Wert der Transport-App auf 41 Milliarden Dollar hochkatapultierte, wäre damit überholt.

Die Erfolgsgeschichte von Xiaomi – ‚The Apple of China‘

Von Lei Jun im Jahr 2010 gegründet, erlebte Xiaomi einen blitzschnellen Aufstieg und hat inzwischen bereits Samsung als größten Smartphone-Hersteller Chinas abgelöst. Statistiken der Gartner-Analysten zufolge konnte sich das Unternehmen im dritten Quartal 2014 als viertgrößter Smartphone-Fabrikant weltweit behaupten. Xiaomis Telefone sind für ihre starke Ähnlichkeit mit Apples Endgeräten bekannt. Allerdings gibt es einen großen preislichen Unterschied: Xiaomis Smartphones sind deutlich günstiger zu haben.

Welche Pläne hat Xiaomi mit dem frischen Kapital?

Trotz der Erfolgsgeschichte des Unternehmens und der enorm hohen Bewertung sind die Ergebnisse derzeit noch überschaubar: 2013 verbuchte der chinesische Produzent einen Gewinn von 56 Millionen US-Dollar. Das frische Kapital könnte also dabei helfen, die Gewinnspanne anzukurbeln. Denkbar ist beispielsweise, dass Xiaomi nun die internationale Expansion vorantreibt. Bislang sind die Produkte fast ausschließlich in China, Indien und Südostasien vertreten. Auch in westlichen Märkten könnten die preisgünstigen und trotzdem schicken Geräte eine große Abnehmerzahl finden.

Xiaomis Beteiligung an Misfit

Auch Xiaomi selbst war kürzlich als Investor tätig: Anfang des Monats beteiligte sich das Unternehmen an Misfit, einem Hersteller für Fitness-Wearables. Mit seinem Fitness-Tracker Mi Band hat Xiaomi zwar bereits ein Produkt, dieses ist aber weitaus günstiger (13 Dollar) als Mistfits Tracker Shine, der sich rund 100 Dollar kosten lässt.

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