Zalando und Rocket Internets erste Woche an der Börse
Kommentare

Letze Woche gingen die vielversprechendsten deutschen IT-Startups an die Börse und lieferten uns direkt zwei der größten deutschen Börsengänge nacheinander. Trotz des großen Hypes um die IPOs von Zalando und Rocket Internet fiel die Realität ein wenig anders aus als erwartet, denn die Kurse fielen schnell unter den Ausgabepreis.

Hype um den Börsengang von Zalando und Rocket Internet

Die Gefühle zu den Börsengängen der beiden Internet-Unternehmen waren von vorneherein gemischt. Einige fieberten den IPOs mit Euphorie entgegen und der Hype, der um Zalando und Rocket Internet entstand trieb den vorbörslichen Handel an. Die Aktien von Rocket wurden sogar mit 60 Euro gehandelt, was 17,50 Euro über den Ausgabepreis lag.

IPOs brachten den IT-Startups große Gewinne ein

Diese Zahlen beflügelten die Samwers und Rocket Internet hat den maximalen Emissionspreis von 42,50 Euro aus der vorgesehenen Preisspanne herausgeholt. Mit dem Börsengang machten sie 1,6 Milliarden Euro Gewinn. Bei Zalando war man etwas vorsichtiger und blieb trotz der großen Nachfrage mit einem Ausgabepreis von 24,10 Euro etwas unter dem Höchstwert, fuhr damit aber auch ordentliche 605 Millionen Euro ein.

Kurse fielen unter den Ausgabepreis

Diese Blase war jedoch recht schnell geplatzt. Kurz nach dem Börsenstart sanken die Kurse beider Unternehmen noch unter den Ausgabepreis. Nach stetig sinkendem Wert dümpeln die Zalando-Aktien momentan bei unter 17,50 herum, was einen Abfall von mehr als 27 Prozent bedeutet. Bei Rocket Internet sieht es auch nicht besser aus. Die Aktien liegen bei 33,40, was einem Kursabfall von über 21 Prozent entspricht.

Zu hohe Ausgabepreise

Analysten führen den abfallenden Kursverlust auf die zu hohen Ausgabepreise zurück, die wohl durch den Hype vor dem IPO in die Höhe getrieben wurden. Mittlerweile pendeln sich Kurse scheinbar bei einem realistischeren Preis ein. Rocket Gründer Oliver Samwer ist vom bisherigen Verlauf des Börsengangs aber nicht enttäuscht, schließlich plane man nicht nur für die ersten Wochen und Monate sondern wolle langfristig an der Börse erfolgreich sein. Man setze vor allem auf das Potential, das im langfristigen Wachstum des Internets in Entwicklungsländern liege.

Rocket Projekte schrieben rote Zahlen

Im Rahmen des Börsengangs veröffentlichte Rocket detaillierte Informationen zu den Geschäftszahlen. Im vergangenen Jahr schrieben die meisten Großprojekte des Inkubators rote Zahlen. Zusätzlich dazu wurde das Unternehmen für seine Intransparenz und undurchsichtigen Strukturen kritisiert. Die Samwers sind an rund 50 Unternehmen beteiligt. Auch diese Faktoren können sich negativ auf die Kursentwicklung ausgewirkt haben. Es bleibt also weiterhin spannend zu sehen, wie sich Rocket und Zalando an der Börse schlagen.

Aufmacherbild: business concept via Shutterstock / Urheberrecht: Denis Vrublevski

Unsere Redaktion empfiehlt:

Relevante Beiträge

Meinungen zu diesem Beitrag

X
- Gib Deinen Standort ein -
- or -