ZipJet bietet Wäscherei-Service als App
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Nach dem durchwachsenen Börsenstart von Rocket Internet geht der Inkubator nun in London mit einem „neuen“ Geschäftsmodell an den Start und bietet künftig mit dem Startup ZipJet ein Abhol-Wäsche-Service als App an. Das Programm erfüllt die üblichen Rocket’schen Erfolgskriterien: Die Idee kommt wie so oft waschecht aus den USA, das Konzept wurde auf den europäischen Markt angepasst und der Probelauf wird zunächst in London durchgeführt.

Das hatte sich bereits beim hochklassigen Lieferservice EatFirst bewährt und dürfte demnach auch hierzulande bald seine Ableger finden. Mal abgesehen vom kritikwürdigen Vorgehen des Inkubators klingt das Geschäftmodell aber dennoch ansprechend.

ZipJet testet in London den App-Waschgang

Das Wäscherei-Startup sammelt die schmutzige Wäsche eines Kunden am gewünschten Ort zusammen und bringt sie innerhalb eines Tages wieder gewaschen – auf Wunsch auch zusammengelegt – zurück.

Der Service wird bequem per App bestellt und gesteuert. Hierüber lässt sich dann auch der jeweilige „Wasch-Status“ abfragen. Das klingt zunächst ein wenig skurril, dürfte aber so manchem Haushaltsmuffel ein Grinsen auf die Lippen zaubern, wenn dieser gerade in einer Bar sitzt und eben die Wäschelage checkt, statt im Waschsalon den Abend lang die Trommel anzuglotzen.

Natürlich hat auch das seinen Preis: 12,5 Pfund, also etwa 16 Euro für 6 Kilo Wäsche, Aufpreis für gebügelte Wäsche. Zusätzlich lässt sich auch eine chemische Reinigung hinzubuchen.

Haushalts-Apps auf dem Vormarsch

Dienstleistung rund um den Haushalts-Sektor gewinnen zusehends an Einfluss. Einkäufe, die nach Hause gebracht werden, können nun auch über ShopWings bestellt werden. Wer auf andere Marken als Rocket Internet Wert legt kann auch das Angebt von Amazon Fresh oder Lebensmittelketten in Anspruch nehmen.

Ob zum Gassi-Gehen oder Keller-Gerümpel unterbringen – für alle lästigen Haushaltstätigkeiten scheinen neue Apps das Leben gegen Bares zu erleichtern.

ZipJet umfasst 20 Mitarbeiter, 15 hiervon seien in London präsent. Wenn sich  das Modell durchsetzt, wird der Waschgang wohl bald auch in Deutschland „outgesourced“.

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