State of the Developer Nation: 69% liegen unter der App-Armutsgrenze
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24% der Mobile-Entwickler, die an einer Monetarisierung ihrer App interessiert sind, verdienen gar nichts mit ihrer App. Weitere 23% bleiben unter dem Einkommen von 100 US-Dollar monatlich pro App. Allerdings

24% der Mobile-Entwickler, die an einer Monetarisierung ihrer App interessiert sind, verdienen gar nichts mit ihrer App. Weitere 23% bleiben unter dem Einkommen von 100 US-Dollar monatlich pro App. Allerdings streichen 3% auch über monatliche 100.000 US-Dollar ein. Ergo: Der Mobile-Markt ist für App-Entwickler ein Spiel um Alles oder Nichts – das folgern jedenfalls die Macher der Studie „Developer Economics Q3 2014.“

Das Verschwinden der Mittelschicht

Die Studie geht von weltweit 2.9 Millionen Mobile-Entwicklern aus, die mehr als 2 Millionen Apps produzieren. Gemessen an üblichen Einkommensmaßstäben ist die Mehrzahl der App-Unternehmungen allerdings nicht tragfähig, lautet ein Ergebnis der Studie. Die Schere zwischen erfolgreichen und erfolglosen App-Entwicklern geht immer weiter auseinander. Was verschwindet, ist damit eine Art „Mittelschicht“ von App-Entwicklern: Während 69% sich unterhalb der „App Poverty Line“ von 500 US-Dollar pro App pro Monat befindet, sahnen 12% der Entwickler mit 10.000 US-Dollar pro App und Monat richtig ab.

Dabei sind auch Unterschiede zwischen den Plattformen auszumachen: Android liegt mit 79% Marktanteilen deutlich vor iOS (16%), Windows Phone (3%) und BlackBerry 10 (1%). Unter den Großverdienern befinden sich indes 17% iOS-Entwickler und lediglich 9% Android-Entwickler. Sieht man sich die Art der gewinnträchtigen Apps an, so liegen Enterprise Apps deutlich vor reinen Consumer-Apps. Der nächste Goldrausch spielt sich also im Bereich der Apps für Unternehmen ab, folgert die Studie.

Und da ist natürlich die Frage „native versus plattformübergreifende Apps„. Immerhin scheint die Sprach-Kombination HTML/CSS/JavaScript mit 42% unter App-Entwicklern am populärsten zu sein. An zweiter Stelle folgt Java (38%) vor C/C++ (26%), Objective-C (24%) und C# (23%). Hybride Apps, wie sie typischerweise mit Tools wie Cordova für mehrere Plattformen erstellt werden, werden allerdings nur von 13% der Entwickler realisiert.

The Platform Wars go Local

Obwohl sich auf globalem Niveau das Duopol Android-iOS immer mehr etabliert, können die Außenseiter Windows Phone & BlackBerry durchaus auf lokalen Märkten punkten. Die schiere Größe des Mobile-Markets bringt es wohl mit sich, dass selbst vermeintlich kleine Marktsegment-Gewinne profitable Geschäfte bedeuten. Und so nehmen immerhin 12% der europäischen App-Entwickler Windows Phone in ihr Repertoire auf – in Ozeanien sind es gar 14%. Und in Ländern wie China, Indien und Südamerika sind die Plattform-Kriege noch lange nicht zu Ende.

Developer Economics Q3 2014

Die Studie „Developer Economics“ wird regelmäßig von VisionMobile durchgeführt und kann unter www.developereconomics.com heruntergeladen werden. Befragt wurden über 10.000 App-Entwickler weltweit.

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