TFS 2012 ist mehr als nur ein Schritt in der Produktevolution (Teil 2)
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WD: Stichwort Continuous Delivery: Wie kann diese zur Verbesserung der Code-Qualität beitragen?

Sven Hubert: Durch kürzere Zyklen der Auslieferung und Prüfungen der Qualität. Allerdings kann man Continuous

WD: Stichwort Continuous Delivery: Wie kann diese zur Verbesserung der Code-Qualität beitragen?

Sven Hubert: Durch kürzere Zyklen der Auslieferung und Prüfungen der Qualität. Allerdings kann man Continuous Delivery nicht ohne die notwendigen Voraussetzungen erreichen. Die häufigeren Tests müssen einen hohen Automatisierungsgrad erreichen, und auch interne Qualitätsaspekte wie Code-Qualität müssen möglichst ohne manuelle Schritte prüfbar sein. Schon das sorgt für Qualität – eine stabilere Qualität, nicht notwendigerweise eine Steigerung. Diese Steigerung kann aber erreicht werden, wenn die kürzeren Zyklen dazu genutzt werden, um regelmäßig Kunden- und Stakeholder-Feedback einzuholen. Nochmal, wichtig ist der Wandel vom reinen Compile- und Test-Build hin zur echten Bereitstellung einer Version, ob zum Testen oder produktiv.

WD: Sie bevorzugen zur Umsetzung von ALM den Einsatz des Team Foundation Server 2012, wieso?

Sven Hubert: Wir sind seit über 20 Jahren Dienstleister für Individualentwicklung. Wir hatten in den gemeinsamen Projekten mit Kunden schon mit verschiedensten Werkzeugen zu tun. Seit 2005 setzen wir flächendeckend auf TFS als Plattform für Anforderungen, Projektsteuerung, Quellcodeverwaltung, Build und Test. Wir entwickeln hauptsächlich Systeme auf Basis des Microsoft-Technologie-Stacks: mit .NET und Visual Studio. Der TFS bietet als ALM-Plattform hierfür die beste Integration der verschiedenen Bereiche wie z.B. Produktmanagement, Entwicklung und Test. Der TFS überzeugt hierbei mit geringen Kosten für Verwaltung und Anpassung – auch gegenüber selbst zusammengestellten Open-Source-Lösungen. Microsoft kann als Plattformanbieter schneller neue Werkzeuge und Funktionen für z.B. .NET Framework oder Windows Azure liefern, als andere. Es gibt aber auch Fallstricke mit TFS. So ist die sogenannte Teamprojektstruktur, also die Strukturierung der Teams, Projekte und Komponenten, häufig Thema in unseren Workshops. Eine geeignete Struktur zu finden ist ein Grundpfeiler für die effiziente Nutzung von TFS.

WD: Was ist in TFS 2012 neu? Welche neuen Funktionen gibt es?

Sven Hubert: Auf den ersten Blick ist TFS 2012 keine Revolution. Die bewährten Strukturen und Funktionen findet man wieder. Auf den zweiten Blick ist TFS 2012 aber doch mehr als nur ein Schritt in der Produktevolution. Neben den offensichtlichen Neuerungen wie den Agilen Planungstools, dem Feedback-Client für Stakeholder, dem UI-Prototyping mit PowerPoint und dem Explorativen Testen, gab es zahlreiche Verbesserungen „unter der Haube“.

Vor allem bei der Skalierbarkeit wurde aufgrund der Größe des selbstgenutzten TFS viel getan. So werden z.B. weniger Daten aus dem Build-Log in die Datenbank geschrieben, dafür liegen mehr Daten im Build-Drop-Verzeichnis bereit. Zudem wurden Zugriffe auf Daten und die Konfliktbehandlung von Work Items optimiert und der Visual Studio Client verbessert. Außerdem ist der Fokus auf die Premium Version von Visual Studio gewandert. So sind die Testwerkzeuge für das manuelle Testen von Ultimate in die Premium-Edition gewandert. Microsoft hat zudem neue Release-Zyklen angekündigt. So sollen auch zwischen Hauptversion und Service Pack immer wieder kleinere Update mit neuen Funktionen für MSDN-Abonnenten bereitgestellt werden.

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