Kolumne: .NETversum

Tipps und Tricks rund um .NET und Visual Studio
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Dr. Holger Schwichtenberg (MVP) und FH-Prof. Manfred Steyer teilen in der Kolumne „.NETversum“ ihr Expertenwissen rund um .NET-Tools und WPF mit.

Den seit Visual Studio 2002 bekannten Dialog „View in Browser“ für Webseiten hat Microsoft durch eine Mehrfachauswahl so erweitert, dass der Webentwickler eine Webseite direkt in mehreren Browsern gleichzeitig öffnen kann (Abb. 1).

Abb. 1: Mehrfachauswahl von Webbrowsern in der „Browse with“-Funktion

Über das neue „Refresh Linked Browser“-Symbol in der Symbolleiste (Kreis rechts neben „Start“, Abb. 2) kann Visual Studio allen so gestarteten Browsern die Anweisung senden, eine Seite neu zu laden, was hilfreich ist, wenn man eine Änderung an der Seite oder am CSS vorgenommen hat. Beim Speichern einer CSS-Datei aktualisieren sich die Browser sogar ohne explizites Klicken auf „Refresh Linked Browser“. Das „Browser Link Dashboard“ (Abb. 2, rechts unten) zeigt alle offenen Browserverbindungen. 

Abb. 2: Mit Browser Link aktualisiert der Webentwickler eine Webseite in beliebig vielen Browsern

Im „Inspect Mode“, den man im Browser Link Dashboard auswählen kann, zeigt der Entwickler mit der Maus auf einen Teil einer Webseite im Browserfenster und erhält dann in Visual Studio den Fokus aus dem zugehörigen HTML-Element. Das geht natürlich nur bei statischen HTML-Elementen und ASP.NET-Steuerelementen.

Mithilfe der „WebEssentials 2013“-Erweiterungen des Microsoft-Entwicklers Mads Kristensen ist es sogar möglich, dass der Webentwickler statische Texte im Browser bearbeitet, wodurch sich die Quellcodedateien auf dem Server ändern.

Damit Browser Link nicht nur mit ASP.NET-Dateien, sondern auch mit statischen HTML-Seiten funktioniert, ist folgender Eintrag in der web.config-Datei notwendig:


      
    
      
    
      

Browser Link hieß in Vorabversionen „Live Browser Update“ (Codename „Artery“). Technische Basis für „Browser Link“ ist Microsofts Real-Time-Webframework ASP.NET SignalR, für das ein SignalR-Server innerhalb von Visual Studio gehostet wird. Visual Studio hängt über ein ASP.NET-HTTP-Modul an jede an den Browser ausgelieferte Webseite ein JavaScript-Fragment an (Abb. 3, Zeile 118 bis 123), dass die bidirektionale Verbindung des Browsers zum SignalR-Server in Visual Studio herstellt. Die Quellcodedateien im Visual-Studio-Projekt werden durch Browser Link nicht modifiziert.

Abb. 3: Browser Link fügt zwei JavaScript-Bibliotheken zwischen </body> und </html> ein“ title=“Abb. 3: Browser Link fügt zwei JavaScript-Bibliotheken zwischen </body> und </html> ein“ width=“640″ height=“134″ /></p>
<p class=Browser Link kann man über Visual Studio oder über die web.config-Datei deaktivieren:


  

Browser Link arbeitet sowieso nur, wenn in der web.config-Datei das Debugging aktiviert ist:


  

Browser Link ist verfügbar ab .NET 4.0 und nur beim Debugging auf dem lokalen Webserver.

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