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Tipps zur Leistungssteigerung in ASP.NET Web Forms
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ASP.NET Web Forms sind effizient in der Entwicklung, aber nicht immer performant zur Ausführungszeit. Man sollte einige Dinge zur zur Verbesserung der Leistung beachten.

  • Schalten Sie das Debugging vor dem Verbreiten auf das Produktivsystem aus: .
  • Schalten Sie das Tracing aus: .
  • Schalten Sie den Viewstate ab, wenn er nicht wirklich benötigt wird. Der Viewstate kann global in der web.config-Datei abgeschaltet werden, sodass die Standardvorgabe sich ändert und bei Steuerelementen, die den Viewstate wirklich brauchen, dieser explizit aktiviert werden muss.
  • Halten Sie die Anzahl der Steuerelemente auf einer Seite so klein wie möglich. Beispiel: Ein GridView-Steuerelement mit 100 Zeilen und sieben Spalten im Editormodus erzeugt rund 900 Steuerelemente. Aktivieren Sie den Editiermodus besser zeilenweise!
  • Serversteuerelemente erzeugen deutlich mehr Prozessorlast als Inline-Code (). Wenn eine Webseite wirklich eine schlechte Leistung hat, können Sie in Erwägung ziehen, anstelle von Serversteuerelementen mit klassischer Vermischung von Programmcode und Gestaltung () zu arbeiten. Dann können Sie aber weder das Seitenobjektmodell noch das Seitenereignismodell von ASP.NET nutzen.
  • Setzen Sie Zwischenspeicherung (Caching) auf Seitenebene ein.
  • Vermeiden Sie spätes Binden.

Entgegen kursierender Vorurteile steigert man die Leistung nicht, indem man von Visual Basic zu C# et vice versa wechselt. Die Programmiersprachen sind bis auf marginale Nuancen gleich schnell, sofern Visual-Basic-Entwickler auf spätes Binden verzichten.

Dr. Holger Schwichtenberg (MVP) und FH-Prof. Manfred Steyer arbeiten bei www.IT-Visions.de als Softwarearchitekten, Berater und Trainer für .NET-Technologien. Dabei unterstützen Sie zahlreiche Unternehmen beim Einsatz von .NET und entwickeln selbst in größeren Projekten. Sie haben zahlreiche Fachbücher geschrieben und gehören seit vielen Jahren zu den Hauptsprechern auf der BASTA. Manfred Steyer ist zudem verantwortlich für den Fachbereich „Software Engineering“ der Studienrichtung „IT und Wirtschaftsinformatik“ an der FH CAMPUS 02 in Graz. Dr. Holger Schwichtenberg unterrichtet in Lehraufträgen an den Fachhochschulen Münster und Graz.
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