Library ermöglicht einfacheres Datentracking

Autotrack – Googles Library für Analytics.js
Kommentare

Mithilfe von Analyse-Tools lassen sich allerhand Daten zur Nutzung einer Website tracken. Besonders beliebt ist dabei natürlich Googles Analyse-Tool Analytics. Während das Datentracking früher jedoch problemlos ohne große manuelle Individualisierungsmaßnahmen möglich war, ist das bei den heute weit verbreiteten Web-Applikationen nicht so einfach. Eine neue Library namens Autotrack soll Entwicklern darum nun eine bessere Basis für das Datentracking bieten.

In den vergangenen Jahren hat sich viel im Web getan und zahlreiche neue Technologien werden für das Erstellen von Websites genutzt. Vor allem Web-Applikationen stehen dabei in Konkurrenz zu statischen Websites – und genau das sorgt bei der Nutzung von Analyse-Tools wie Analytics.js – einem JavaScript-Tracking-Snippet, das relevante User-Interaktionen aufzeichnet – vermehrt für Probleme.

So kopieren die meisten Analytics-User nur das Default-Tracking-Snippet ohne sich mit den Möglichkeiten, die es darüber hinaus bietet, zu beschäftigen. Der Grund dafür ist meistens, dass die Individualisierung des Datentrackings meist nicht als Priorität angesehen wird und für viele der Aufwand in keinem Verhältnis zum Nutzen steht. Um Usern trotzdem die Möglichkeit zu bieten, mit möglichst wenig Aufwand mehr Informationen aus ihrer Datenanalyse zu gewinnen, hat Google nun die Autotrack Library vorgestellt – und die bringt einige nützliche Features mit sich.

Features von Autotrack

Autotrack soll vor allem möglichst viele Google-Analytics-Features mit möglichst wenig manueller Implementierung seitens der Nutzer bereitstellen. Ebenso soll die Library eine gute Basis für das Datentracking im modernen Web bieten. Es besteht aus einer Sammlung von Analytics.js-Plugins, aus denen der Nutzer die jeweils benötigten Plugins selbst auswählen kann.

So lassen sich zum Beispiel mithilfe der passenden Plugins ausgehende Links und Formulare tracken – eine Option, die bisher nur schwierig zu implementieren war, weil die meisten Browser das Ausführen von JavaScript auf einer Seite beenden, sobald eine andere Seite geladen wird.

Auch URL-Änderungen in Single-Page-Applications können mit Autotrack verfolgt werden, wenn die Änderungen mit dem History-API vorgenommen wurden. Außerdem stehen Möglichkeiten zum Tracking von deklarativen Events und Media-Queries zur Verfügung. Alle Features der Autotrack-Library sind auf GitHub noch einmal übersichtlich zusammengefasst.

International JavaScript Conference 2017

The Vue of Search Engine Optimization – How to make your Single-Page App rank well

mit Dennis Schaaf (futurice) & André Scharf (DigitasLBi)

Von 0 auf 100 – Performance im Web

mit Sebastian Springer (MaibornWolff GmbH)

I didn’t know the Browser could do that

mit Sam Bellen (madewithlove)

Installation und Nutzung

Vor allem User, die noch keine customized Implementierung von Analytics nutzen, dürften von der Library profitieren. Wer allerdings bereits eigene Customizations von Google Analytics vorgenommen hat, sollte zunächst mithilfe der Dokumentation überprüfen, ob die Autotrack-Features Probleme wie etwa mehrmals gezählte Daten verursachen könnten.

Die Implementierung des Tools ist einfach: Es wird einfach die autotrack.js-Script-Datei in die Seite geladen; anschließend muss das Tracking-Snippet aktualisiert werden, sodass es das autotrack-Plugin erfordert.

Alle weiteren Informationen zu der Library finden sich auf GitHub; eine Demo zeigt, wie die mit Autotrack gesammelten Daten aussehen könnten.

Name Autotrack
Hersteller Google
GitHub https://github.com/googleanalytics/autotrack

Aufmacherbild: Magnifying glass and documents with analytics data lying on table von Shutterstock / Urheberrecht: tonefotografia

Unsere Redaktion empfiehlt:

Relevante Beiträge

Meinungen zu diesem Beitrag

X
- Gib Deinen Standort ein -
- or -