Die Browser-Statistik für Januar 2016

Chrome nimmt wieder an Fahrt auf
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Die Browser-Statistik für den Januar 2016 zeigt eine Normalisierung des Nutzerverhaltens: Chrome führt seinen Aufstieg fort, auch Firefox und Microsoft Edge konnten durchatmen. Eine andere Frage stellt sich aber: Hat der Mobile-Markt seinen Sättigungspunkt erreicht?

Kaum hat man einmal nicht hingesehen, ist auch schon der erste Monat des Jahres 2016 vorbei – und es ist Zeit für die Browser-Statistik. Nach dem eher ungewöhnlichen Dezember 2015 hat sich der Browser-Markt wieder erholt und kann gewohnte Ergebnisse vorweisen: Chrome gewinnt weiter an Marktanteil – zwar sind es nur 0,62 Prozent mehr, doch andere Anbieter können von solchen Zahlen nur träumen. Craig Buckler hat die aktuellen StatCounter-Analysen in den Browser-Trends für Januar 2016 zusammengetragen.

Die Browser-Trends im Januar 2016

Google macht zwar mit Chrome nicht alles richtig, aber eben auch wenig falsch – und das merkt man. Chrome ist nicht der stabilste oder schnellste Browser, aber für typische Webnutzer eine einfache Option: Er integriert sich leicht in Google-Services und läuft auch auf mobilen Geräten problemlos. Also kein Wunder, dass Chrome seit Juli 2015 kontinuierlich über der 50-Prozent-Marke liegt. Im vergangenen Monat konnte sich Chrome über einen Zuwachs von 0,62 Prozent auf 54,33 Prozent Marktanteil freuen – über das ganze Jahr gesehen ist das ein Gewinn von 6,07 Prozent. Damit liegt Googles Browser mit Abstand an vorderster Position.

Quelle: http://gs.statcounter.com/#browser-ww-monthly-201502-201602

Quelle: http://gs.statcounter.com/#browser-ww-monthly-201502-201602

Auch Firefox und Microsoft Edge konnten sich über einen moderaten Zuwachs freuen: Firefox sprang von 14,29 Prozent Marktanteil im Dezember auf 14,58 Prozent – ein Zuwachs von 0,29 Prozent. Edge konnte seinen Marktanteil von 1,46 Prozent auf 1,69 Prozent steigern (+0,23 Prozent). Außerdem zeichnet sich ab, dass der Internet Explorer langsam aber sicher ausgesorgt hat: Im letzten Monat fiel der Marktanteil von 15,16 Prozent auf 14,62 Prozent – ein Verlust von 0,54 Prozent. Schaut man sich den Zeitraum Januar 2015 bis Januar 2016 an, zeigt sich dieser Trend noch deutlicher: Der Internet Explorer musste einen Rückgang von 19,26 Prozent auf 14,62 Prozent verkraften – so viel wie kein anderer Browser.

Mobile-Nutzung erreicht Sättigungsgrenze

Im Januar 2016 stieg die mobile Nutzung leicht um 0,4 Prozent an und macht nun 41,04 Prozent aller Webaktivität aus. Es scheint, als würde das vorhergesagte 50/50-Verhältnis von Desktop und Mobile in greifbare Nähe rücken. Doch selbst die großen Player Apple, Samsung und Microsoft haben mit einem Stillstand bzw. Rückgang ihrer Verkaufszahlen zu kämpfen. Gründe dafür sind laut Buckler die gesunkenen Gerätepreise, das Fehlen von wirklich neuen, essentiellen Features und die schlichte Tatsache, dass mittlerweile fast jeder bereits ein Smartphone besitzt. Deshalb könnte es sein, dass der Smartphone-Markt seinen Sättigungspunkt erreicht hat:

Handsets last several years, and there’s less urgency to upgrade when improvements are more marginal. Manufacturers continue to experiment with companion devices such as tablets and watches, but these have niche appeal.

Zu den Gewinnern auf dem Mobile-Markt gehören Chrome, UC Browser und Safari für iPhone. Chrome konnte 0,75 Prozent zulegen, Safari für iPhone 0,41 Prozent und UC Browser 0,06 Prozent. Den größten Verlust mit einem Minus von 0,63 Prozent musste Android hinnehmen.

 

Aufmacherbild: Sailing ship yachts with white sails von Shutterstock / Urheberrecht: Andrey Bayda

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