Die Browser-Statistik für Juni 2016

Chrome auf dem Weg zum Browser-Monopol
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Auch für den Monat Juni bieten die Ergebnisse der Browser-Statistik kaum Überraschendes: Chrome setzt seinen Weg auf der Siegesstraße fort und bewegt sich immer weiter in Richtung Monopol. Alle anderen Browser mit Ausnahme von Edge mussten im Juni hingegen Verluste hinnehmen.

Der Browser-Markt zeigt wie auch in den letzten Monaten wenig Veränderung: Während Chrome seinen Aufstieg unaufhaltsam fortsetzt, verlieren die anderen Browser-Hersteller weiter an Boden. Derzeit besitzt Googles Browser 57,99 Prozent Marktanteil (ein Plus von 0,92 Prozent im Vergleich zum Vormonat), während sich ansonsten nur Microsoft Edge über einen kleinen Zuwachs von 0,26 Prozent auf nun 2,55 Prozent Marktanteil freuen kann. Craig Buckler hat die aktuellen StatCounter-Analysen in den Browser-Trends für Juni 2016 zusammengetragen.

Browser-Statistik Juni 2016

Im Juni 2016 war Chrome – neben Edge – der einzige Browser, der in puncto Marktanteil zulegen konnte. Fast 60 Prozent der Browser-Nutzer setzen auf die Google-Applikation – danach kommt lange erst einmal nichts. Der Zweitplatzierte Firefox erreichte gerade einmal einen Marktanteil von 14,14 Prozent und verlor damit im Vergleich zum Vormonat 0,36 Prozent. Auf dem dritten Platz ordnet sich Internet Explorer 11 mit noch immer 8,18 Prozent Marktanteil (ein Minus von 0,47 Prozent) ein.

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Top 5 Desktop, Tablet & Console Browsers Juli 2015 – Juni 2016

Betrachtet man sich die Browser-Trends für die letzten zwölf Monate, zeigt sich Chromes steiler Weg an die Spitze noch deutlicher. In diesem Zeitraum konnte Chrome seinen Wert von 49,77 Prozent um 8,22 Prozent auf jetzt 57,99 Prozent Marktanteil steigern. Einzig Opera und andere kleinere Browser, zusammengefasst unter „Others“, konnten im letzten Jahr Marktanteile hinzugewinnen. Übrigens: Opera, Vivaldi, Brave und viele weitere kleine Browser basieren auf derselben Rendering-Engine, die für Chrome und Chromium entwickelt wurde. Führen diese Entwicklungen also zu einer Browser-Monokultur?

Da Googles Haupteinnahmequelle neben Anzeigenverkäufen aus webbasierten Services besteht, ist es relativ unwahrscheinlich, dass die Webentwicklung vernachlässigt wird. Denn ein besserer Browser ermöglicht bessere Web-Applikationen, die wiederum besser gegen Apple und Microsoft bestehen können. Zudem arbeitet Google eng mit anderen Browser-Herstellern zusammen und unterstützt Web-Standards. Web-Entwickler profitieren wiederum von der gestiegenen Cross-Browser-Kompatibilität. Ob die Chrome-Monokultur aber tatsächlich harmlos ist, wird sich zeigen. In der Zwischenzeit lohnt auch ein Blick auf Alternativen, wie zum Beispiel Blisk für die Web-Entwicklung – denn Konkurrenz belebt ja bekanntlich.

Mobile Nutzung leicht rückläufig

Nachdem die mobile Nutzung im letzten Monat mit 2,25 Prozent einen großen Sprung nach oben machte, fiel im Juni 2016 die Nutzung um 1,95 Prozent. Sie zeichnet nun für 43,86 Prozent aller Webaktivität verantwortlich. Auch hier bietet sich ein ähnliches Bild wie bei den Web-Browsern, nur noch nicht so extrem ausgeprägt: Chrome kann sich über einen Zuwachs von 3,79 Prozent auf jetzt 38,23 Prozent Marktanteil freuen. Darauf folgen Safari für iPhone mit 18,95 Prozent Marktanteil (+1,59 Prozent) und der UC Browser mit 14,24 Prozent Marktanteil. Letzterer muss auch gleichzeitig den stärksten Rückgang hinnehmen: Im Vergleich zum Vormonat verlor er 6,25 Prozent; Grund dafür: „some versions of the browser were incorrectly sending an additional page view for every valid request“.

CaseyMartin / Shutterstock.com

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